Corona siebzig

So schönes Wetter. Im Garten sitzen und lesen, das ist der Nachmittag. Dann ein Telefonanruf, ich gehe rein und als ich aufschaue, regnet es. Mein Sitzkissen ist nass, und der Côte-azur-Krimi ist nun feucht vom Mittelgebirgsregen.

Wussten Sie, dass jeder Berliner Baum kartiert ist? Und dann man ihn mit Wasser versorgen kann und muss? Es regnet viel zu wenig, auch für die Strassenbäume.Gies den Kiez, für die Berliner.

Den Regengeruch mag ich sehr.
Wussten Sie, dass das Pflanzenöle sind, die frei werden, wenn es regnet? Petrichor nennt man den Geruch. Wasser riecht nämlich nach nichts. Ich finde auch, Regen riecht nicht überall gleich. Den Regenduft kann man übrigens kaufen.
Es riecht nach Regen.

Michael Holm hat entscheidend meine Liebe zum Regen unterstützt.

20 Gedanken zu “Corona siebzig

  1. Toll, das mit dem Regenduft, das wollte ich immer schon mal wissen!
    Und dieses Video kannte ich gar nicht, nicht schlecht für die Zeit! Michael Holm musste ich gleich mal googeln, mein absoluter Favorit war ja Mendocino: „und dann vergaß ich leider ihren Namen…“ wie tragisch, es hat mich so mitgenommen damals …

    • Mendocino war für mich auch tragisch. Die Haare gehalten von zwei goldenen Spangen, was für ein schönes Bild. Für mich steht sie heute noch an der Strasse. Ich wollte immer mal da hin, habe es aber noch nie nach Kalifornien geschafft. Gerade lese ich, das das Lied gecovert war. Michael Holm war das also nicht in Mendocino, sondern eine Band namens Sir Douglas Quintet! Die Enttäuschung ist groß, mein Kinderglauben wackelt.
      Dein Krimi ist übrigens wieder trocken. Er ist sehr spannend!

      • Ja, aber hast du dir das Quintett mal angehört bzw angesehen?! Die sind hinreißend schräg! Und Michael Holm war bestimmt auch da, der Text ist doch voll gelebter Tragik!

      • Schräg, die machen das toll. Michael Holm singt eher aus Schmerz. Das konnte er immer, Lucille, Tränen lügen nicht, El Lute. Ich war sehr dramatisch veranlagt in dem Alter. Ich hatte ihn so neben mein Bett geklebt, dass ich ihn sah, wenn ich ihn aufwachte.

  2. Hier regnete es auch. Heute früh riecht es immer noch nach feuchter Erde. Mein Lieblingsduft ist der von frischgemähtem Gras, dicht gefolgt vom warmsüßen Geruch von Kühen.
    Das Video sehe ich mir nachher an, das Lied habe ich sofort im Ohr und erinnere mich an diesen ungewöhnlichen Mix von Woodstock und deutschen Schlagern.

  3. Habe zuerst mich gewundert, über karierte Berliner Bäume 🙂
    In Mendocino war ich zweimal, herrliche Hutfabrik mit köstlichen Anprobierereien, außerdem diese Gegend – und eine wunderschöne Buchhandlung mit Holztreppchen und Blick zum Meer,auch eine kleine Kunstakademie ist dort…toller Ort, aber wie es jetzt so dort ist, weiß ich nicht, wahrscheinlich gibt es die Hutanprobiererei grad nicht…

    • Der erste Mensch, den ich kenne, der in Mendocino war, wunderbar! Und ich dachte, vielleicht ist es doch nur ein Trugbild. Stand sie noch da, das Mädchen mit den goldenen Spangen?

      • Übernachtet haben wir jedes Mal im Nachbarort Fort Bragg, weil es günstiger war. Dort gibt es auch eine wunderbare „Glass coast“, wo man vom Meereswasser abgeschliffene bunte Glas- und Porzellansteinchen sammeln kann. Außerdem den Skunk Train, der einen lustig in die nahen Küstenwälder fährt…
        Auf so ein Mädchen habe ich nicht geachtet. Wer weiß…

      • Diese angeschliffen Galssteine sind toll! Ich finde die immer zwischen den Kieseln am Strand, habe Gläser voll davon.
        Scheint sehr schön zu sein in Medocino. So kommt jetzt ein neues Ziel dazu.

      • Ich teile es dann doch mit Dir/Euch, dachte erst, es führt zu weit, aber so ist es mit dem Lesen in Zeiten des Internet … man klickt sich von einem zum andern, ich erinnerte mich, dass schonmal jemand das Mädchen in Mendocino gesucht und darüber geschrieben hatte, vielleicht ist es nicht dieser Artikel gewesen … aber das Mädchen mit den goldenen Spangen hat uns alle nachhaltig beeindruckt 🙂 https://www.merian.de/vereinigte-staaten-von-amerika/nordamerika/artikel/mendocino-hippies-hitchcock-und-bmws

      • Wie schön! Danke sehr. Ich glaube, im Internet führt nichts zu weit. Dieses Durchhangeln durch die Informationen fasziniert mich, seit es das Netz gibt. Es passt zu mir. Ich habe einen Hang zum Verzetteln, mich zu verlieren in Dingen.

  4. Bei den kundigen Kommentaren hier regte sich die Erinnerung an ein WDR-Hörspiel, das ich vor einiger Zeit ganz fasziniert gehört habe, mit dem naheliegenden Titel „Auf der Straße nach Mendocino“, vielleicht meinte Christjann auch diese Spurensuche?
    Und ja, ich hab mir auch jedesmal gedacht: „Wie kann man nur den Namen vergessen?!?“

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