Tag 15 / Wehrpflicht und Tyrannen

Alle paar Stunden muss der Finger aufgepackt, desinfiziert und wieder zugepackt werden. Ich hab ihn einer Freundin gezeigt, die Ärztin ist. Ich mach wohl alles richtig. Ich soll aber aufpassen, wenn es anfängt zu pochen. Wenn man dann nicht schnell reagiert, sind Sepsis und Amputation angesagt. Ja, sie ist sehr direkt und macht keine Gefangenen.

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Falls Sie doch vor haben, die CSU zu wählen, schauen Sie sich das vorher an: Masterplan zur Stärkung der Bundeswehr.
Sie möchten auch den Verteidigungsminister stellen. Herr Guttenberg kann man ja nicht nehmen, er hat die Wehrpflicht abgeschafft.
Da kommt Freude auf.

  • Aufwuchs auf 500.000 einsatzbereite Soldaten und Reservisten, dazu Wiedereinführung der Wehrpflicht und eine stärkere Verankerung in der Gesellschaft.

  • Alle rechtlichen Spielräume nutzen für neue Sicherheitsrecht, das enge Zusammenarbeit von Bundeswehr und Sicherheitsbehörden im Inneren ermöglicht.

  • Ausufernde Vorgaben und Berichtspflichten abschaffen.


Die gute Nachricht ist, dass Österreich wohl keinen Kanzler der FPÖ bekommt, also vorläufig.
Alice wird weinen. Sie ist bei Herrn Orban zu Besuch und spricht schon von Ungarn als direktem Nachbarn. Mit dem baldigen Anschluss wird es wohl nichts.


Erinnern Sie sich noch an den König der rabiaten Erziehung und Dauergast in allen Talkshows, Michael Winterhoff?
Das Buch „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ habe ich gelesen.
Er stellt fest und gibt keine Lösungen, belegt auch seine Behauptungen nicht. Die Konsultationen in seiner Praxis liefen wohl ähnlich, wie ich aus dem Bekanntenkreis weiß. Er diagnostizierte schnell frühkindlichen Narzissmus und verschrieb gerne Medikamente, und schwubbs, war man raus aus der Praxis. Dass das zielführend ist, glaube ich nicht.
Die Anzahl schwieriger Kinder nimmt zu, die Anzahl schwieriger Eltern aber auch. Das stimmt schon. Eine Analyse der Ursache ist eine umfangreiche und schwierige Aufgabe.
Ich bin ja auch kein Psychiater sondern Lehrerin.
Jetzt wird ihm übrigens der Prozess gemacht.
Er hat in vielen Einrichtungen der Jugendhilfe das Modell der schnellen Diagnose plus Medikamentengabe wohl aus Eigeninteresse optimiert.


Bernie, kämpf weiter

Ukulele

Abdul

Tänzchen

Tag 14/ Mimosen

Gestern hatte Bertolt Brecht Geburtstag. Ich wollte über ihn eigentlich schon im letzten Beitrag schreiben, habe mir gestern leider meinen Daumen gequetscht und war zu nichts mehr fähig. Jetzt geht es wieder einigermaßen. Berthold Brecht entfällt trotzdem. Die Tipperei fällt schwer und wenn ich diktiere, muss ich wieder vieles berichtigen.

Dafür gab es heute beim Hollandgärtner Mimosen! Mimosen!!!!
Ich liebe sie. Ein ganz feiner Duft schwebt jetzt durch das Wohnzimmer.
Früher hatte ich immer welche, an der holländischen Grenze gibt es das. Hier halt nicht. Einmal habe ich einen Blumenladenbesitzer gefragt, ob er mir welche mitbringen kann vom Großmarkt. Sie waren kaputt und ziemlich teuer. Ich weiß ja, dass sie nicht lange halten. Aber so ist das mit Schönheit, man kann sie nicht fassen.

Also gibt es einfach nur Links, sorry.

Alles zur USA.
Ach Bernie
Wissenschaft
Klinik
Grenze
Es geht weiter
Claudia Sheinbaum sagt es

Was viel Netteres
So geht’s vielleicht
So geht es auch
Seifenschneider in Aleppo
Cool!

Tag 13 / Versteck und Schmuddel

Hier ist ja alles irgendwie geheim und versteckt.
Eine kleine Notiz in der Zeitung und man fährt am Sonntag Nachmittag zuerst durch die Wiesen, an einem Bauernhof entlang, durch ein Dorf, am Friedhof entlang durch den Wald. Stellen Sie sich bitte die Strasse als einfach geteerter, einspuriger Weg vor. Es darf niemand entgegen kommen. Wenn doch, regelt man durch Handzeichen wer zurück oder in die Wiese fährt.
Alle haben also ein Matschauto zu manchen Jahreszeiten
Dann kommt man auf eine breitere Strasse, fährt aber bald wieder links ab in ein Dorf. Die Dorfkirche steht mittig und man muss ein bisschen suchen, wo man denn sein Autochen hinquetschen kann.
Überall aus dem Dunkeln kommen jetzt Schatten auf die Kirche zu. Man staunt, wenn man eintritt, wie viele Menschen doch da sind, voller Erwartung. Es gibt Musik. Und Menschen, deren Geschichten man kennt.
Ach, das ist schön und herzerwärmend, obwohl die Kirche kalt ist und es zieht. Man weiß es und so sind alle eingepackt wie für eine Expedition ins ewige Eis.
Danach wird ein bisschen Geld gesammelt für die Künstler und man sucht im Dunkeln nach seinem Auto. Wohl dem, der eine Taschenlampe dabei hat.


Es gab 1978 einen Prozess
über das Tagebuch von Anne Frank. Neonazis hatten behauptet, der Vater hätte das Tagebuch seiner Tochter gefälscht. Im Interview erklärt er, dass er zwei Tagebücher zusammengeführt hat. Schon damals sprach er von der Gefahr, die von den Neonazis ausgeht.
Und von der Geschichtsleugnung, die sie verbreiten.


Ich glaube, Hendryk Broder hat Herrn Merz dieses Lied schon empfohlen.
Jetzt mach ich das auch.
Ich habe kurz in die Diskussion reingeschaut. Die beiden Journalistinnen sitzen auf einem erhabenen Podest wie zwei Richterinnen, die Herren stehen. Herr Merz macht ein böses Vollstreckergesicht und Herr Scholz steht klein daneben. Was für ein Arrangement! Sowas macht man doch nicht ohne Not.
Na gut, Herr Merz, aufgepasst.


Wow!