Reiserätsel zwo

Also gut, bei all ihrer Schönheit hat diese Stadt chaotische Aspekte. Der Müll, der Verkehr und die Lautstärke. Man begreift schnell welche Logik dahinter steckt. Ein Schrei bedeutet nicht, dass man Erste Hilfe leisten muss. Hupen heißt nicht, Gefahr im Verzug sondern einfach nur „Hier bin ich.“
Die Gehwege sind oft schmal oder zugeparkt. Und ja, man muss sich einfach zwischen den Autos durchschlängeln. Sie sehen dich schon. Es wird nichts passieren. Richtig gefährlich wird es an den Zebrastreifen. Wenn das grüne Männchen aufleuchtet, bitte nie losgehen. Denn dann haben die Autos Rot. Diese müssen dann aber fahren, weil sonst die Kreuzung nicht frei wird. Also, Rot ist Grün und Grün ist Rot.
Es herrschen hier eigene Gesetze. Die Gesetze des Überlebens. Denn die, die hier leben, haben es ja irgendwie geschafft. Und wenn man das alles geschafft hat, dort angekommen ist, wo man hin wollte, dann wird es schön, richtig schön.
Aber nehmt zuerst das hier.
( Das Boot steht übrigens im dritten Stock und die Palme in einem öffentlichen Park vor einem extrem wichtigen Gebäude.Und jetzt dürft ihr die Frau suchen, die sich das Essen auf den Balkon zieht)

Reiserätsel

Die Stadt und ihre Menschen.
Sie passen zueinander und doch wieder nicht.
Die Menschen hier sehen auf den ersten Blick ganz normal aus. Aber nichts ist wie es scheint. Ist man aber einen Tag unter ihnen, stellt man einige Besonderheiten fest.
Sie haben kein Trommelfell, sie können keines haben. Sie brüllen ins Telefon und problemlos in den achten Stock. Doch erfährt man nichts, was wichtig ist. Laut und geheimnisvoll.
Sie kommen immer zu zweit vor. Sie müssen sich unterhalten, sich gegenseitig ihrer Existenz versichern, um überleben zu können. An jeder Kasse sitzen sie zu zweit, an der Hotelrezeption, am Kartenschalter.
Und sie haben Spaß am Sperrmüll. Irgendwo liegt immer ein halbes Sofa oder ein paar Schranktüren, liegen Berge zugeknoteter Plastiktüten. Überall scheint morgen Müllabfuhr zu sein.
Und doch ist Schönheit zur gleichen Zeit.
Die ein Hälfte der Stadt ist prächtig, die andere zerfallen, verlottert, kaputt. Dazwischen leben sie, die Menschen hier.
Und die harmlos erscheinenden Plätze sind die gefährlichsten, so wie dieser hier, sagt man.
So, und wo war ich?

Lieblingstweets im März

Nachgeliefert wegen Rumfahrens und KeinLANhabens im Hotel und wegen anderer Katastrophen.

https://twitter.com/percanta/status/312847426572664832