Auf der Terrasse hat es 45 Grad, im Haus 28.
Ich bin jetzt auf alkoholfreien Wein umgestiegen. Man soll ja trinken.
Zu Essen gab es gestern Quark, Obst und Waffeln aus dem Toaster. Heute sind belegte Brote geplant, die wir auf dem Stadtfest mitgenommen haben.
Eine Bekannte ist umgekippt. Ich erwischte ihr Weinglas, die Männer konnten sie an den Armen erwischen und sanft auf den Boden setzen.
Keiner nahm sich der Würste an von der Bude, an der sich sonst lange Schlangen bildeten. Die Geschäfte hatten auf, die Leute kamen zum Abkühlen rein. Ob sie was gekauft haben? Die Geschäftsleute jedemfalls hatten sich große Mühe gegeben, Livemusik, Deko, Getränke mit schwimmenden Zitronen in großen Gefäßen.
Heute morgen um sechs standen in der ganzen Nachbarschaft die Fenster sperrangelweit auf. Die ersten packten die Autos voll um in den Urlaub zu fahren: Ferien!
Und wir haben beschlossen, im Herbst was einbauen zu lassen, was kühlt.
Die Mark Brandenburg ist schön, all die Seen und die Herrenhäuser überall machen was her. Da kann ich Theodor Fontane gut verstehen, der hier geboren wurde und die Wanderungen durch die Mark Brandenburg beschrieb.
Die Effie Briest nehme ich ihm übel, ansonsten mag ich besonders den Ribbeck auf Ribbeck und John Maynard.
Jaja, Schwabenkinder hatten viele Balladen auswendig zu lernen.
Schloss Ludwigslust, schon der Name ist Programm. Gerade wurde ein neuer Flügel eröffnet, alles vom Feinsten. Alleine die Tapeten sind eine Reise wert. Überall im Schloss gibt es hilfsbereite Menschen, die erklären und den Weg zeigen.
„Ich soll also hier um die Ecke, dann dort rumlaufen und wieder zu Ihnen zurückkommen?“
„Ja, genau. Aber in einem Schloss läuft man nicht rum, da schreitet man.“
Recht hat er.
Für das Schloss ist der Erbauer Christian Ludwig II. gereist und hat Modelle großer Architektur mitgebracht, zum Nachmachen. Er musste viel mitmachen, bis er in Amt und Würden war. Sei großer Bruder Karl Leopold war, sagen wir mal ‚schwierig‘.
Er neigte zu Rechtsbrüchen und war im Umgang ungehobelt. Seine drei Ehefrauen verließen ihn, also der Reihe nach.
Das vorletzte Bild heißt „Die Hochzeitsnacht.“
Vorfreude sieht anders aus.
Ich muss mich immer noch etwas von Brandenburg erholen. Die ersten beiden Menschen, mit denen ich gesprochen habe, entsprechend so dem Klischee, dass mir richtig schlecht wurde. Dem ersten sind die beiden einzigen Restaurants im kleinen Ort, die ja „nur“ von Ausländern betrieben werden, zu viel. Und in den Pizzerien säßen sowieso nur Leute vom Balkan und keine Italiener. Und für uns sei das ja wohl normal, für sie hier aber nicht.
Der Restaurantbesitzer, wir haben es überprüft, war nicht mal vom Balkan, sondern von viel weiter weg. Er spricht fließend Deutsch und hat hier auch studiert. Und ist übrigens hier geboren. Allerdings sympathisiert er mit Thilo Sarrazin, Deutschland sei am Ende und so weiter. Es würden Menschen vom Staat bezahlt, die nur schnorren und viel zu viel Geld bekämen.
Beim ersten habe ich mir keine Mühe gegeben, da in diesem Fall alles schon verloren schien.
Im Restaurant klemmte ich mich dahinter und begann mit dem Erzählen von recht harmlosen Anekdoten, die Sachen doch etwas zurecht zu rücken. Nein, die Schweiz freut sich nicht auf Ausländer. Sie bezahlen sie, das ist es aber auch. Und bei seinem Aussehen wird es auch dort ein bisschen schwierig werden. Und im Übrigen ist es schon seltsam, in Deutschland ohne Studiengebühren zu studieren, wie das bei Ärzten auch der Fall ist, und dann mit diesem deutschen Studium ins Ausland zu gehen und dort sehr viel mehr zu verdienen. Diese Länder sparen sich die Arzt Ausbildung.
Und eigentlich müsste man ja dann die Studiengebühren zurückzahlen, wenn man das Land verlässt. Da kommen schon 100.000€ zusammen, die so ein Studium die Allgemeinheit kostet.
Ich glaube, das Denken hat eingesetzt bei ihm.
Alle Leute, die ich danach traf, waren freundlich und nett.
Und wir kommen im nächsten Sommer wieder, die Einladung ist schon ausgesprochen.
So, jetzt waren wir über eine Woche unterwegs in Sachen “Abarbeiten von Einladungen und Besüchern.“ Nein, Chemnitz haben wir wieder nicht geschafft.
Ich bin jetzt ziemlich übermenscht. Herzensmenschen von früher haben wir getroffen, und es war, als ob keine Zeit vergangen wäre.
Jetzt mach ich einfach ein paar Tage auf Totstellreflex hier, dann geht es sicher wieder.
Das hier hat sich angesammelt:
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Schau nicht weg. Joko und Klaas Mneschen ind er Ukraine Kameras geschickt. Sie sollen bitte das filmen, was ihren Alltag ausmacht und was wir unbedingt sehen sollen.
Ich habe Nagelpilz, Haarausfall, mag meine Falten nicht und bin adipös.
Auch bin ich bereit mir hässliches Schuhwerk zuzulegen.
Das denkt nämlich die KI von mir.
Und dann meldet sie, dass ich solche Webung mag und brauche.
Mensch Leute, ich bin ein absoluter Fehlwirt für den ganzen Mist.