Alan und das Täuschen

Die Kaltmamsell hat mich auf die Idee gebracht, über das Spicken nachzudenken. In Bayern ist es wohl so, dass das Misstrauen den Schülern gegenüber massiv ist. Es gibt ja genug technische Möglichkeiten.
Es ist aber eine Illusion zu glauben, dass man es unterbinden kann.
Aus Schülerzeiten habe ich keinerlei persönliche Spickerfahrung. Also, anders rum. Es saß nie jemand neben mir bei dem ich mich nur auf eine Information hätte verlassen wollen. Ich war eher der Spender in dem Spiel. Ich hab wirklich gerne geholfen, bis auf ein Mal. Der Klassenlehrer setzte den Klassenstar neben mich damit ich ihm helfe, das Klassenziel zu erreichen. Und ich habe geholfen, erklärt wie man lernt, was man lernt, mit Hausaufgaben ausgeholfen, halt all that shit. Es sah zeitweise gut für ihn aus.
Dann gab er eine Party zu seinem Geburtstag und vergaß mich einzuladen. Ich war ja kein It-Girl. Und so vergaß ich halt auch ihm zu helfen. Folglich bekam er keine Mittlere Reife. Angeblich wohnt er jetzt in Florida. Da braucht man die wohl nicht.
Nein, ich hatte zu keiner Zeit ein schlechtes Gewissen.
Wie andere geschummelt haben, sah ich sehr wohl, ich hatte einen guten Blick dafür. Und so kannte ich die Tricks mit Bleistift auf Löschblatt, Zettel im Kuli und so weiter. Und die großen Aktionen “einer lenkt den Lehrer ab und die anderen spicken derweil“ habe ich auch gesehen.

Als ich dann Lehrerin wurde, wusste ich wie es geht. Ich muss voraussetzen, dass ich Schummeln für unehrenhaft halte. Ist so. Ich finde, wer gearbeitet hat, hat eine Belohnung verdient. Und wer das nicht getan hat, eben nicht.
Und so habe gerne verschiedene Aufgaben gestellt, also Gruppe A, B oder C. Nur stand das nicht auf dem Blatt. Und so konnte es passieren, dass die Antworten später nicht zu den Fragen passten.
Manchmal waren die Aufgaben in der Reihenfolge vertauscht, manchmal die Zahlen, manchmal waren die Fragen nur in verneinter Form. Die Bedingungen müssen ja fair bleiben.
Die Ergebnisse kann man sich vorstellen.

In Klausuren geht das so nicht. Die Aufgaben müssen für alle identisch sein. Da stehen die Einzeltische auseinander. Handys, Uhren, Jacken und Taschen werden ganz hinten oder ganz vorne abgelegt. Und man muss eben schauen, dass beim mitgebrachten Papier nicht schon Lösungsbögen dabei sind, die man nur anpassen muss.
Die meisten Schüler und Schülerinnen sind wirklich ehrlich. Und ich habe mich immer geweigert, allen zu misstrauen.
Die Aufgaben in Naturwissenschaften sind materialgebunden, das heißt, es gibt Diagramme, Schaubilder und Texte , die miteinander und mit dem Wissen aus dem Unterricht in Verbindung gebracht werden müssen. Dazu muss man sie zuerst analysieren. Das ist ein komplexer Vorgang. Dazu braucht es Hirn und keine Datenbrille.
Und man kann sich hinten in den Raum stellen, nicht vorne sitzen. Man sieht von oben auf die Veranstaltung. Und bemerkt so die nervösen Teilnehmer. Das kann verschiedene Ursachen haben. Wenn sich aber der Zögling auffällig darum kümmert, wo ich gerade stehe, hat er was vor. Ab da muss man genau hinschauen und sieht recht schnell, was los ist.

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Wir sind beim Thema Täuschen.
Und Sie wissen, wer Alan Turing war? Ein genialer Informatiker, Mathematiker, Philosoph, was weiß ich noch alles. Wenn Sie ihn nicht schon gesehen haben, der Film Imitation Games ist sehr sehr zu empfehlen. Alan Turing hat nicht nur einen Test entwickelt, mit dem man erkennen kann, ob eine Maschine oder ein Mensch auf der anderen Seite die Fragen beantwortet. Nein, er hat auch maßgeblich die Entschlüsselung der Codiermaschine Enigma im Zweiten Weltkrieg zu verantworten. Dass mich das Thema sehr interessiert, davon habe ich ja schon öfter erzählt.

Die KI besteht den Turintest zu weiten Teilen, wenn man ihr sagt, sie soll handeln wie ein Mensch.
Für manche. Menschen ist sie zum Freund und Ratgeber geworden. Und zum Therapeuten. Ist das gefährlich? Ich denke schon. Zu einem Gespäch unter Freunden gehört der einfühlsame Blick, der Händedruck und vielleicht eine Umarmung. All das Metazeugs eben, das ein wunderbares Gespräch ausmacht.
Das alles fehlt, die KI simuliert. Das kann ein Schauspieler auch und manche Leute im Bekanntenkreis.

Interessant ist, wie die Prüfer versuchten Menschlichkeit zu erkennen. Sie stellten nur selten klassische Intelligenzfragen nach Mathematik, Logik oder Faktenwissen. Viel wichtiger waren Sprachstil, Smalltalk, Humor, Unsicherheit, Tippfehler, Gesprächsfluss und Persönlichkeit. Manche hielten einen Gesprächspartner gerade deshalb für menschlich, weil er etwas nicht wusste oder etwas unvollkommen formulierte. Perfekte Antworten können als KI somit verdächtig wirken. Menschlichkeit zeigt sich offenbar auch an der richtigen Dosis Beiläufigkeit.

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Man muss nur drauf kommen.
Sonne im Schnee Stromproduktion am Staudamm

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Schämsche
Kluge Worte
Elegantes Fohlen
Erziehung ist Liebe und Vorbild
Fussballfieber
Nicht auf Papa kotzen
Tänzchen

Heartache

Die Hitze kommt wieder. Die Welle von vor einer Woche war unvergleichlich, so etwas gab es noch nie in Europa. Und die Menschen starben. Es waren viel mehr als sonst in einer Sommerwoche. Man wirft der Regierung vor, nichts dazu gesagt zu haben. Im Radio und in der Zeitung kamen Tipps, wie man die Wohnung kühlt und sich am Leben erhält. In den Bundesländern, die noch keine Ferien haben, war jeden Tag um 11 Uhr Schluss, hitzefrei. Und jetzt soll es schon wieder los gehen. Ich fürchte mich ein bisschen.
Stiller Tod und lautes Schweigen
Kurve

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Als Kind habe ich mir immer überlegt, wo und wie man jemanden verstecken könnte wenn schlimme Zeiten kommen. Meine Mutter erzählte solche Geschichten. Sie hatten auf dem Hof jemanden versteckt, einen Angehörigen der Attentäter vom 20 Juni. Und die Tante hatte jüdische Freunde im Haus versteckt. Zuerst fand ich die Geschichten ganz spannend. Was haben die Menschen gegessen, wo haben sie geschlafen, wo war ihr Klo?
Müssen sie immer im Keller bleiben? Was machen die Nachbarn, wenn sie einen Verdacht haben?

Arnold Douwes hat es gemeistert, mit Hilfe der Dorfbewohner Hunderte von jüdischen Menschen zu verstecken. Er hatte alle möglichen Tricks drauf.
Eine Frau wollte keinen jüdischen Jungen nehmen, zu gefährlich, beschnitten. So hat man eben einen Jungen in Mädchenkleider gesteckt. Bis sie er merkte, hatte sie sich an ihn gewöhnt.
Seine Tagebücher hatte er in verschraubten Gläsern im Garten eingegraben.
Hier die ganze Geschichte:
Widerstand im 2. Weltkrieg

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Mögen Sie Fussi? Ich bin mehr so Co-Guckerin. Meist lese ich was anderes nebenher. Ab und an finde ich was spannend, aber meist nicht.
Bei Herrn Kafka in Berlin ist das ganz anders. Viele Mannschaften spielen gegeneinander, manche gehen schon früher, tragen die Trikots der Gegner und haben große Freude.
Ich glaube, daran hätte ich auch große Freude.
Weltmeisterschaft next door.
Ich mag ja auch Rugby und Galic football. Es muss schon ein bisschen anarchistisch aussehen.

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Bonnie Tyler lebt nicht mehr, wie traurig. Ich mochte ihre Stimme immer sehr.

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Der Jutebeutel
Villarriba und Villabajo
Nix nass
Haaland
Selbst ausweisen?
Wen mögt ihr nicht?
Abiball in Blankenese
Es ist alles eitel
Sockentrick
Gefakte Sachsen
Sachsen Teil 2
Gewusst wie
Kriege statt Ball
Stimmt das?
Schlurfi
Schnapsverbrauch
Alitsche in Therapie
Ti amo
Östlich von Bayern
Teil 2

Blut und Boda

Es ist kühler geworden und der Verstand kehrt langsam zurück. Diese Hitze hat mich unendlich gelähmt. Mein Kreislauf erträgt das Ganze nicht. Und so werde ich zur Höhlebewohnerin. Herrn Croco macht das nicht so viel aus, wenn es warm ist, er ist Sternzeichen Eidechse. Aber langsam ist es auch für ihn zu viel.
Die Ernte fängt an, und ich bin nur begrenzt motiviert. Ich mag keine Vorratshaltung mehr außer Einfrieren. So essen wir die Johannisbeeren und Himbeeren einfach sofort auf.

Ich bin ein Mückenmagnet. Die Saison hat begonnen und die ganzen weiblichen Mücken warten darauf, dass ich das Moskitonetz verlasse. Durch das Netz habe ich zumindest nachts meine Ruhe. Nein, das ganze Haus und alle Fenster mit Netzen auszustatten, ist keine Option.
So setzen sie mir kleine Abschiedsgrüße an Handgelenk und Knöchel. Dass eine Kollegin kurz zuvor genau da auch schon eine Blutprobe genommen hat, kümmert sie wenig.
Die kleinen Grüße schwellen dann im Laufe der nächsten Stunden zu großen Grüßen an. Und voilà, ich sehe aus wie ein Streußelkuchen.

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Was haben deutsche Touristen früher gelächelt über die faulen Spanier und Italiener. Man sieht sie nie arbeiten. Kein Wunder übrigens, dass die Länder es zu nicht bringen. Dass die Spanier schon ganz früh aufstehen und man sie manchmal schon um 7:00 Uhr an der Straße arbeiten sieht, hat kein Tourist mitbekommen. Da gab es ja noch Frühstück im Hotel. Wenn die Touristen dann in der Mittagshitze durch das Städtchen liefen, in dem alle Fensterläden zu waren, waren sie der irrigen Meinung, dass das faule Leute sind. Da sie nach der Mittagshitze, wenn die Touristen völlig fertig auf dem Hotelbett dösten, weiterarbeiten, sah wieder niemand.
Seit wir diese brutale Hitze erlebt haben, hat ein Umdenken eingesetzt. Wie wäre es, wenn wir von der Siesta lernen würden?
Sleep like the italians

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Uganda stellt auf E-Mobilität um. Die Taxis sind dort elektrische Motorräder namens Boda, die mittlerweile günstiger sind als die Benzin betrieben. Interessant ist auch die Geschäftsidee: man kann so ein Motorrad kaufen und dann abbezahlen. Die Batterie kann an einer Ladestation getauscht werden, es wird über das Handy abgerechnet. Der Gründer des Startups ist übrigens ein Kölner, der erneuerbare Energien studiert hat.
Uganda auf der Überholspur

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Quadratisch praktisch flüssig
Lied
Essen gehen
Soy capitan
Hümne
Der Maler und das Modell
Venezuela🫣😢
Kommunikation
Wenn Migräne ein Auto wäre
Klassik
Üben!
Alphamann
Oh Volcano!
Oh Uhr!
Oh Blatt!
Oh Buch!
Oh Massage!
Oh Huhn!