Mein grünes Herz

In den letzen fünf Monaten gab es sechs Wochenendtouren, drei Beerdigungen und drei schöne Ereignisse. Es waren Menschen, deren Fehlen sehr weh tut und Feste, die das Leben feiern.
Ich muss mich jetzt einfach erholen und hoffe, dass mal ne Weile Ruhe ist.

Meine große Liebe sind ja botanische Gärten. Und jetzt war ich in meinem Muttergarten in Tübingen. Ich glaube, die Pflanzen haben mich wiedererkannt. Zumindest die Vanille hat etwas mit den Blättern gewedelt.
Nein, natürlich nicht. Es hat sich vieles verändert. Mein geliebtes Teneriffa-Haus ist noch immer, wie es war. Doch dazugekommen sind die Päonien, die jetzt blühen wie blöd und ein Wengert, also ein Weingarten mit den Pflanzen, die so unterhalb der Reben wachsen können. Den Maulbeerbaum habe ich nicht mehr gefunden. Dafür sind neue Biotope angelegt worden und eine kleine Ausstellung. So gibt es ein offenes Gewächshaus, in dem Pflanzen leben können, denen unser Regen zu viel Wasser liefert.
Zwei Stunden Rumgucken sind halt viel zu wenig.

Päonien sind Pfingstrosen. Die meisten Sorten verschwinden im Winter, sie sind also krautig. Aus Japan kommen die Baumpäonien, die richtige Sträucher werden. Und die blühen gerade im Botanischen Garten in Tübingen.

Am Wegesrand gibt es ein Denkmal für die Mitglieder der „Weißen Rose“.
Das hat mich sehr gerührt.Sophie Scholl hat übrigens auch Biologie studiert.
Zufällig hätte sie an dem Tag den 105 Geburtstag gehabt.

„Il faut avoir l’esprit dur et le cœur tendre“ („Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben“).


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Wenn wir schon bei Pflanzen sind: Können Pflanzen sehen?.
Dass Pflanzen ihre Umwelt wahrnehmen können, Kontakt zu anderen Pflanzen aufnehmen und bei Gefahr warnen können, weiß man. Aber dass sie wirklich sehen können, welche Blätter neben ihnen wachsen, ist schon der Knaller.
Ne ganze Weile hatte ich im Beet unter dem Kirschbaum kriechenden Hahnenfuß, den ich da nicht haben wollte. Ich bin ihn lange nicht los geworden, weil er, meiner Meinung nach, die Blattformen der Pflanzen, unter denen er wuchs, angenommen hat. Leider habe ich keine Fotos gemacht damals.

Mimose im Botanischen Garten

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Süß
Gruselkuchen
Noch‘ n Gruselzeugs
Massentänzchen
Kränzle
Krawattenhilfe
Pensionist enwissen 1
Pensionistenwissen 2
Ein Lied
Gassi gehen
Genau nach Anweisung
Wenn nur Frauen wählen dürften. wow!
Lebenswichtig
Süß
Sie berühren sich
Sie ziehen um
Ich finde das witzig
Das auch
Und das großartig
Aua!
Muttertag!

Konvolut*

Manchmal liegen einfach so noch Links rum von Sachen, die mir gefallen haben. Vielleicht haben Sie ja auch Spaß daran.

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Möchten Sie gerne ein paar australische Schimpfwörter kennen lernen. Man weiß ja nie??
Eine reiche Londonerin erfährt, dass ihr Mann auf Dienstreise plötzlich verstorben ist. Naja, es war eigentlich ganz anders, auch die Dienstreise war erfunden. Jedenfalls verarmt die Familie auf einen Schlag und Simone, nun wieder Samantha, fliegen nach Australien zurück um bei ihrer Familie unterzukommen. Die ist nicht sehr erfreut, eigentlich ist niemand erfreut über die Rückkehr der verlorenen Tochter. Ach übrigens: alle lügen.
Die Serie ist mit Untertiteln versehen, so dass man sich ganz in die Sprache versenken kann.
Plötzlich Pleite auf ARTE

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Die Frauen in der DDR hatten ein anderes Leben als die im Westen. Reine Hausfrauen waren selten. Der Film ist eine gute Zusammenfassung auch der Rechte der Frauen. Die Unbeugsamen Teil 2

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Die geheime Welt des Adels. Ganz genau habe ich nicht verstanden, ob der Film nicht doch ein bisschen ironisch gemeint war. Die Welt des Adels ist irgendwie schräg und rückwärtsgewandt, aber es sind halt nicht alle. Was interessant ist, Adlige konnten ihre Güter nach der Wende zurück kaufen. Geschenkt gab es nichts. Sonst würde der Herzogin von Oldenburg heute halb Thüringen gehören. Ihrer Radikalisierung konnten wir bewohnen.
Sie heißt jetzt übrigens von Storch.
Nach dem Film hatte ich eine Ahnung davon in welchen Kreisen das extrem rechte Gedankengut Wurzeln schlagen kann.
Die geheime Welt des Adels im ZDF

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Gendern op Platt

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Einweg-Energie und Wegwerf-Energie als Begriffe für Öl und Gas sind wunderbar. Wir können sie einfach nur ein Mal gebrauchen, dann sind sie weg. Und darauf warten, dass sie ganz weg sind und wir dann verzweifelt, bringt eher nichts.

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  • Konvolut Suchen Sie sich was aus. Ich mag das mit den Fadenwürmern.

King und Kong und Grusel

King Charles III hat eine Rede vor den Kongressmitgliedern gehalten.
Wenn ich nun Englischlehrerin geworden wäre, würde ich diese Rede als Beispiel für die Britische Art verwenden, Dinge indirekt und mit Charme anzusprechen. Ich hin begeistert und möchte nun eben Sie daran teilhaben lassen. Wenn Sie die deutsche Übersetzung wünschen, erledigt das TikTok sofort per Klick links unten.
Lustig ist, dass die KI ihn König Karl nennt.
Das Weiße Haus schreibt Two Kings. King und Kong wäre passender.

King Charles Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

Originallänge

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Der Wal ist immer noch unterwegs, man hat ihm eine Badewanne gebastelt in der er nun in die Nordsee geschlippert wird.
Ich neige dazu, das ganze Projekt als Irrsinn zu betrachten. Aber Argumente helfen jetzt nicht mehr. Noch zwei Tage und dann ist der Spuk vorbei, so oder so. Wenn das schon der Beginn des medialen Sommerlochs sein soll, dann will ich das richtige Loch gar nicht erst erleben.

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Wir waren ein bisschen feiern und ein bisschen Stadt angucken. Kennen Sie Dinkelsbühl? Sehr hübsch und es gibt 21 Brutpaare des Weißstorches auf den Dächern.Storchenkamera
Den Dreißigjährigen Krieg kann man an dieser Stadt komplett durchspielen.
Dinkelsbühl hat achtmal zwischen katholisch-kaiserlichen und evangelisch-schwedischen Besatzer gewechselt. Beeindruckend ist der Rundweg um die Stadt mit einzelnen Infotafel. Was für eine Diskrepanz zwischen den wunderhübschen Häusern und der gruseligen Geschichten.
Im Hotel hängen Bilder all der wichtigen Menschen, die auf dem Durchzug da waren, Feldherren und Könige.

Und dann ist mir noch jemand begegnet, der an den Alpträumen meiner Kindheit einen wesentlichen Anteil hatte.Christoph von Schmidt. Jaja, er hat auch „Ihr Kinderlein kommet“ geschrieben, aber auch ganz viele leicht unheimliche Geschichten mit Zeigefinger. „Nichts ist so fein gesponnen, es kommt alles an die Sonnen.“
Wenn wir Fieber hatten, saß meine Mutter im Halbdunkeln zwischen unseren Betten und las stundenlang vor. Ich weiß nicht, wer sie gerade auf diese Geschichten gebracht hatte, vermutlich einer der familiennahen katholischen Geistlichen.

Ach ja, diedie Aussicht vom Kirchturm ist grandios.

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Guido als Einzelkind
Annalena
Tanz!
Tanz!!
Ein neuer Boden
Gut zu wissen
Erzählte Geschichte
Bergisch Gladbach
Flamenco!
Ahoi!
So funktioniert das.