Durch das Bloggerwochenende haben ich wieder richtig Lust bekommen zu bloggen. Ich habe Menschen getroffen, die das ja alles lesen, was ich in die Welt hinauskrakeele.
Und ich habe Menschen getroffen, die ich schon ewig durch ihre Blogs kenne. War das schön.
Am letzten Tag, am Sonntag waren wir noch eingeladen zum Frühstücken bei Bloggern aus der alten Zeit. Sie erinnern sich sicher noch an die Cucina Casalinga. Frau Stedtenhopp kam auch noch und wir haben über das Leben geredet bei Weißwürschd und Brezeln. Vielleicht bloggen beide wieder, schön wäre es ja. Jedenfalls verging die Zeit wie im Fluge. Als wir am Bahnhof waren und, oh Wunder, ein funktionierendes Schließfach gefunden hatten, meldetet sich Joriste. Sie säße im Museumscafê, ob wir in der Nähe wären. Ja, klar, wir kommen gleich. Zum Museumsbesuch ist es bei uns nicht mehr gekommen. Wir hatten so viel zu erzählen und dann war da ja noch der Museumsshop. Joriste ist eine prima Begleiterin, sie kennt sich aus in ungewöhnlichen und sehr originellen Geschenken. Danke nochmals dafür.
+++++++++++++
Eine weitere Bloggerin, bei der ich schon ewig lese, ist Christiane Dreher. Sie schreibt im BlogAufildesmot aus Cannes.
Heute Abend ist sie zu Gast im Nachcafé im SWR um 22 Uhr.
Hier ein kurzer Ausschnitt bei Facebook
+++++++++++++++++++++++++
Eine stringente Zeitleiste können Sie von mir nicht erwarten. Das Durcheinander geht weiter.
Das Hotel in München lag neben dem Sudetendeutschen Museum in der Hochstrasse.
Wir hatten die Woche vorher Dokumentationen zu der Geschichte der Deutschen in der Tschechoslowakei beziehungsweise Böhmen und Mähren gesehen. So weiß ich jetzt nicht mehr genau, woher ich was habe.
Über das frühere Zusammenleben zwischen Deutschen und Tschechen vor dem Krieg berichtet dieser Film von 1964.
Sudetendeutsche, das tschechisch-deutsche Zusammenleben.
Mit dem Münchner Abkommen begann alles. Hitler ließ erst im Sudetenland, später in der ganzen Tschechoslowakei einmarschieren.
Nach dem Krieg wurden mit Hilfe der Beneč-Dekrete die 3 Millionen Deutsche aus dem Lande vertrieben.
Das sudetendeutsche Museum hat ein Archiv der Transportliste der Vertriebenen von 1946. Man kann darin nach Namen suchen.
Die Vertriebenen kamen in die sowjetisch besetzte Zone, nach Österreich und nach Westdeutschland. Es handelte sich Millionen Menschen. Im Westen waren es über 12 Millionen zusammen mit Flüchtigen von anderswo, die 1946 noch zusätzlich untergebracht werden mussten.
In Österreich hatte man sich ja von den Deutschen distanziert. So wurden die Menschen aus dem Sudetenland und drumrum kurzerhand zu Volksdeutschen erklärt. Ganz viel früher gehörten sie zu Österreich als Böhmen und Mähren. Und jetzt waren sie staatenlos über Nacht. Die Lagergebäude waren ja noch da von Krieg, man brachte sie da unter. Und man unternahm keine Anstrengungen, sie zu integrieren. Manche zogen dann weiter nach Westdeutschland. In der Sowjetzone sah man keinen Anlass zur Integration. So kamen die Vertriebenen dörferweise in Mecklenburg und Vorpommern unter. Man gab ihnen zuerst Hofstellen mit 8 Hektar um sie dann bald zu enteignen. Ihre deutschen Geburtsorte wurde kurzerhand umgewandelt in die tschechischen und polnischen Namen. Nichts wirde aufgearbeitet, es gab keine Entschädigung. Das Leid sah man nicht.
Im Westen ging man anders damit um. Über 20 % der Bevölkerung kamen nun von woanders. Die Sprache war anders und die Bräuche. Kaum einer sah sie als Deutsche an, die zurück kamen. Auf einer Wand im Museum sah man die Schimpfworte, mit denen die Zugewanderten bedacht wurden.
Bei der Verteilung der Vertriebenen über das Gebiet der amerikanischen, britischen und französischen Zone machte man sich viele Gedanken.
Man sorgte dafür, dass der Anteil an der Bevölkerung nirgendwo über 25% kam. Auch schickte man die Evangelischen in katholische Gegenden und andersrum. Man ließ die Dorfgemeinschaften nicht beieinander. Ausnahmen gab es, wie zum Beispiel Neugablonz.
Als Ausgleich für Verlorenes gab es den Lastenausgleich, die Vertriebenen bekamen Geld für das verlorene Gut und die Höfe. In den Fond einbezahlt haben diejenigen, im Westen,denen noch was geblieben war nach dem Krieg, vor allem Immobilien. Die Vertriebenen bekamen Geld und auch Kredite und konnten so neu Fuß fassen. Das ging nicht ohne Hass und Missgunst ab. Doch brachte es Westdeutschland dazu, zusammen zu wachsen und tolerant zu werden gegenüber zuerst Fremden. Diese Aufarbeitung fand weder in der Ostzone noch in Österreich statt. Das erklärt vermutlich vieles im Umgang mit Fremden, was wir heute noch beobachten können.
Viele Firmen zogen komplett um, mit den Arbeitern. Es kam vor, dass man nachts zurück über die Grenze ging und noch die alten Maschinen rüberbrachte. So gab es Firmen wie Kunert und Merkle/Ratiopharm, die es vorher schon im Sudetenland gab.
Und wie ist es heute? Die Vertriebenenverbände sind recht moderat geworden im Ton. Das erste Sudetendeutsche Treffen nach dem Krieg fand in diesen Sommer in Brünn in Tschechien statt.
Die Rechten nutzten die Gelegenheit, alte Ressentiments aufzuwärmen.
+++++++++++
Die Enkelin von Amon Göth war bei Marcant im Podcast.
Amon Göth war ein grausamer KZ Lagerleiter in Polen, ein Sadist. Oskar Schindler, auch im Film der Gegenspieler Göths, machte ihn gezielt mit Ruth Irene Kalder bekannt. Oskar Schindler erwartete, dass sie ihn mäßigen würde in seinen sadistische Anfällen. Sie wurde zur Geliebten und bekam ein Kind von ihm, Monika. Diese Monika war später eine Barfrau und Gelegenheitsmodel in Schwabing. Sie bekam ein Kind mit einem Nigerianer und gab es weg. Dieses Kind ist Jennifer Teege im Interview. Sie hat erst spät erfahren, wer ihr Großvater war und was er getan hat.
+++++++
Putin im Himmel?
Kind im Wald
Tänzchen
Noch eines
Fachsprache
Allgemeinbildung
Ihr Geld
Zimtsternliebe


















