Corona dreiundsiebzig

Der heutige Tag fühlt sich an wie ein Vollwaschgang in der Waschmaschine. In der Schule rennen die Fünft- und Sechstklässler rum. Das mit dem Abstand müssen sie noch verinnerlichen, sonst ist bald Schicht im Schacht. Ansonsten kann ich nicht mehr gerade aus denken.

Heute gibt es also nur ein Lied.
Es ist eines meiner Lieblingslieder von Erika Pluhar, es gibt es leider nicht im Netz.

LASS ES ZU …
Lass es zu, dass du dich schwach fühlst und beschämend klein.
Lass es zu, wie eine Schnecke ohne Haus zu sein.
Lass es zu, dass jeder sieht, du bist kein großer Held und
lass es zu, dass dir dein kleines Leben doch gefällt.
Lass es zu, dass du dich schön fühlst wie ein Märchenschloss.
Lass es zu und ziehe unbesorgt dein großes Los
Lass es zu, dass jeder sieht, wie dir die Freude steht und
lass es zu, dass jede gute Zeit vergeht.

Lass es zu, dass du vor Liebe fast in Stücke brichst.
Lass es zu, dass du vor Sehnsucht dumme Worte sprichst.
Lass es zu, dass man dir tief in deine Seele schaut und
lass es zu, dass sie sich frei zu anderen Menschen traut.
Lass es zu, wenn man dir weh tut, deinen Stolz verletzt.
Lass es zu, wenn deine Wut, dein Zorn sich widersetzt.
Lass es zu, doch nimm die Waffen trotzdem nicht zur Hand.
Ja, lass es zu, steh mit dem Rücken ruhig zur Wand.

Lass es zu, dein Weinen, Lachen, deine Fröhlichkeit.
Lass es zu, dass zwischen Tränen dich die Sonne freut.
Lass es zu, dass du am Abend sterben willst und
lass es zu, dass du am nächsten Morgen Kräfte fühlst.
Lass es zu, dass die Enttäuschung dich nicht mürbe macht.
Lass es zu, dass deine Skepsis deinen Wunsch bewacht.
Lass es zu, dass du ein Mensch bist und kein Wundertier.

LASS ES ZU – DEIN LEBEN – HEUTE – JETZT UND HIER

~ Erika Pluhar

Corona einundsiebzig

Jetzt schreibe ich schon : Corinna einundsiebzig.
Langsam reicht es mir. Mein Gehirn macht Blödsinn.

Diese täglichen Berichte über neue Ausbrüche, das Restaurant in Leer, der Gottesdienst einer Baptistengemeinde in Frankfurt, ein Flüchtlingsheim in St. Augustin, wieder ein Fleischereibetrieb.
Leute, muss das sein?
Die Risiken sind bekannt, lasst es einfach.
Die Überraschung, dass eingepferchte Menschen sich gegenseitig anstecken, ist sowas von geheuchelt.

Heute waren wir weiter weg spazieren. Es war schön am kleinen Fluss und an der Klosterkirche. Auf dem Wanderweg den Bach entlang waren aber zu viele Leute. So sind wir steil den Berg hoch und durch den Wald. Und so waren wir ganz alleine, auch mal schön ;).

Jetzt zu einem ernsthaften Musiker, zu Helge Schneider.
Ich war in mehreren Konzerten, eines in der Philharmonie in Köln und eines in der Beethovenhalle in Bonn.
Er ist ein Jazzmusiker mit Witz und einem skurrilen Humor.
Gerade habe ich die Sendung im Bayrischen Rundfunk gehört: Jazz und mehr: Helge und Ludwig

Die Mücke und Beethoven.

Helga bei Inas Nacht