Wolf und Rocky

Erinnern Sie sich an Wolf Biermann? Ein Dichter, ein Sänger, den die DDR damals rausschmiss, nachdem sie ihn stasibespitzelt hatten, was das Zeug hielt. Hier ein sehenswertes Interview mit Sandra Maischberger.
Er wird 90 Jahre alt, man merkt es nicht. Und er findet es lustig, dass beide Nachfolgeparteien der beiden Diktaturen in Deutschland jetzt zusammenkungeln in Sachsen Anhalt.
Wolf Biermann bei Sandra Maischberger

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Nein, es sind nicht die Kinder. Sie spiegeln das, was sie erleben. Die Leistungen unserer Kinder werden immer schlechter, die PISA Studie zeigt das.
Krautreporter über das Gespräch zwischen Aladin El-Mafaalani und Anne Will.

Aladin El- Mafaalani ist so ein unaufgeregter und informierter Wissenschaftler mit der Gabe einfach und doch differenziert zu sprechen. Er spricht sogar mit Pädagogen, was man ( Achtung, kleiner Seitenhieb) bei den Politikern im pädagogischen Bereich nicht der Fall zu sein scheint.
Ja, die Kinder werden in allem schlechter, außer in Englisch. Sie schauen Filme und Serien auf Englisch, wie wunderbar. Doch macht ihnen kaum jemand mehr Mut. Die Resignation macht sich breit, die Kinder sind nur der Spiegel.
Und man hat vielleicht andere Dinge noch nicht getestet, die neu sind.
Aus meiner eigenen Anschauung kenne ich das. Man kann in der Mittelstufe nicht mehr zwei Seiten im Buch lesen lassen und drei Fragen dazu stellen. Sie lesen schnell, erfassen aber die Detail§ nicht mehr. Es fehlt an gründlichem Lesen. Was ich aber festgestellt habe, dass sich die optische Erfassung sehr verbessert hat. Durch diese schnellen Schnitten in Filmen und all diese kurzen Tiktok-Sachen, sehen sie Dinge, die Kinder früher übersehen hätten. Sie haben zwar Angst vor dem Gasbrenner, sehen aber Versuchsergebnisse sofort, filmen sie und stellen sie in die Gruppe. Soll dann aber ein Protokoll erstellt werden, ist die Lust schon wieder weg. Alles schnell, alles schnell weg.

Jedenfalls gibt es Perspektiven. Die Basis von allem ist die Grundschule. Mittlerweile gibt es fast überall die Ganztagsschule, eine große Chance. Und wenn da dran gegangen wird, man Geld für Förderung und nicht nur Betreuung ausgeben will, dann kann es noch was werden.
Allerdings erwähnt er jetzt wieder die Boomer, die jetzt in die Grundschule gehen sollten zur Leseförderung. Ich kenne jemanden, die das macht. Es ist mühsam, wenn man keine pädagogische Ausbildung hat.

Aber ihm höre ich gerne zu.

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Schauen Sie sich einfach mal die Fotos an und beobachten sich dabei wie sie reagieren. Ich war sehr erstaunt über mich. Aber ich glaube, dass die Reaktionen beabsichtigt waren.

Fotoarbeit zum Rassismus

Und?

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Sie haben Schulden? Hatte ich auch mal, für das Haus. Und ich weiß, dass ich das kaum ertragen kann. Ich kann gut sparen, bescheiden sein, muss nichts kaufen oder urlauben, wenn kein Geld da ist. Mein Studium habe ich mit 420 Mark pro Monat durchgezogen, fragen Sie nicht wie. Als ich anfing zu arbeiten, hatte ich ein Bett, einen gebrauchten Schreibtisch für umme, drei alte Matratzen als Couch, ein Tuch darüber und zwei rot angestrichene Apfelsinenkisten als Tisch. Der Rest kam dann Monat für Monat dazu. Das erste Gehalt wurde zur Miele Waschmaschine, sie arbeitet heute noch für mich.
Es hätte schnell passieren können, dass ich mir Geld leihen müsste. Ich hätte meinen Vater fragen können, er war aber sehr zurückhaltend in solchen Dingen. Ein gebrauchtes Auto hatte er mir bezahlt, ich hätte mir keines leisten können.
Bei der Kaltmamsell habe ich diesen Artikel gefunden. Ja mei, wie schnell kann das gehen, dass man in der Zange zwischen Bank und Gerichtsvollzieher ist. Und man kann wirklich Hilfe bekommen. Ein großer Trost!

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Apropos, Frau Kaltmamsell. Möchten Sie sie mal lesen sehen? Kommen Sie am Wochenende nach München. Dort gibt es noch andere Blogger anzugucken und anzuhören wie Herr Mequito, Frau Vanessa Giese und Frau Novemberregen.
Rocky, die Lesung im Boxring.
Hier geht’s lang.

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Schriftsstellerleben
Was für ein Mensch
Endlich geklärt
Clara!
Tänzchen
Integration anderswo
Tag des Rucksackes
Noch ein Tänzchen
White house inside
Verzerrung
Nutellabrot
Ratas en aleman
Julio in Brasilien?
Mach was Du kannst
Fusspflege

Thorin und die Stille Stunde

Auf ARTE Mediathek gibt drei interessante Filme über die Frühgeschichte der Menschen. Es geht um ihre Kunst und um die Lebensweise der Neandertaler.
In der Mandrin Höhle in Frankreich hat man die Reste von Thorin gefunden.
Und es gibt wunderschöne Reliefs in der
Chauvet Höhle
Die ältesten Malereien sind aus Sulawesi bekannt.

Thorin wurde von einem leidenschaftlichen Archäologen entdeckt, Ludovic Slimac. Er ist irgendwie aus der Zeit gefallen mit seinen Tweedweste und dem Lederrucksack. Er war schon als kleiner Junge ein hingebungsvoller Ausgräber. Um sein Studium zu finanzieren, lernte er in Schottland das Dudelsackpfeifen und trat dann mit anderen in einer keltischen Straßenband auf. Den Namen Thorin hat er aus dem Herr der Ringe ausgewählt. Dort ist er ein Zwergenkönig bei den Hobbits.
Interessant fand ich die Erkenntnis, dass der Homo sapiens sich erst bei der dritten Eroberungswelle in Europa festsetzen konnte. Bis dahin war der Homo neanderthalensis die vorherrschen Hominidengruppe.
Sie waren wohl kreativer als die Sapiens. Die H. sapiens Gruppen kann man wohl immer an den Werkzeugtypen erkennen: einer hat’s erfunden, die anderen haben es nachgemacht. Die Neandertaler haben die Werkzeuge immer wieder neu geschaffen.
Und wie und wo sie in Europa gewandert sind, ist auch interessant. Vermutlich sind sie über Gibraltar auf die Iberische Halbinsel gekommen.
Das Bild vom Neandertaler als dumpf vor sich hinlebendes Wesen ist Vergangenheit.
Wie Europäer haben noch ein bisschen Neandertalgene in uns, die anderen Menschen nicht. 1-2% Wildheit, das hat doch was. Und er ist der eigentliche europäische Ureinwohner, der Sapiens ist nur zugezogen.
Der Urneandertaler aus dem Neandertal bei Düsseldorf liegt übrigens im Rheinischen Landesmuseum in Bonn in einer Glasvitrine und alle gucken drauf. Im Neandertal gibt es dafür ein hochinteressantes Museum zur Entstehung des Menschen. Und gegen sie nicht vormittags da hin, da ist es sehr sehr laut. Ja, genau, Schulklassen.

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Die Stille Stunde am 20. Oktober in der Einkaufsmärkten in der Schweiz. Es ist der Tag der unsichtbaren Behinderung.
Ach wie schön. Nach T-online gibt es das wohl auch in Deutschland. Man muss nicht neurodivergent sein, um seine Ruhe haben zu wollen beim Einkaufen.

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Simon Wiesenthal
…brennt noch Licht
Haare!
Die KI träumt
Klatschstop
Alles ist möglich
Herbstwanderung
Gold!
Schwindel
Herbstfrisur
Sch…..
Bei Nacht im Louvre
Bei Nacht im Louver II
Pumpe
Noch ne Spirale
Und noch eine
Einschlafhilfe
Kölle
Verwaltungsgeschiebe
Akzentverschiebung
Streching
Jaguar!
Wal!

Boddasee und Besitzstörungsklage

Meine Großmutter kam von da. Ich habe sie leider kaum kennen gelernt. Ich war zwei Jahre alt, als sie starb. Mein Vater war ihr jüngste Kind, sie bekam ihn mit 46. So hatte ich Tanten und Onkel im Großelternalter. Und sie sagten eben auch immer ganz gutural Boddasee, nie Bodensee.
Und an sie alle denke ich, wenn ich hier oben stehe auf dem Pfänder. God‘s own country, Sehnsuchtsort.
Ich hab ein altes Foto von der ganzen Familie der Urgroßeltern. Lehrerhaushalt mit vielen Kindern. Alle haben weiche, liebevolle Gesichter. Beim Urgroßvater soll der Eindruck wohl getäuscht haben.

Naja, auf dem Pfänder gibt es übrigens neben der grandiosen Aussicht grandiosen Kaiserschmarren. Dazu kann man mit dem Auto hochfahren bis zur Alp und dann rüberlaufen zum Restaurant Pfänderspitze. Es liegt direkt am Gipfel. Nimmt man die Pfänderbahn, so muss man eben am Tierpark vorbei etwas nach oben gehen. Nebeneffekt ist, die Touristenmassen hinter sich zu lassen. Also: Kaiserschmarren.

Auf dem Weg zum Gipfel findet man die Theresienkapelle. Sie wurde wurde 1928 vom Restaurantbesitzer gebaut. Er hatte versprochen, ein Kirchlein zu bauen, wenn seine Frau und der Sohn die Geburt überlebten. Es hat also beides geklappt, Geburt und Kirche.

Man könnte vom Parkplatz zum Restaurant fahren, es wird aber teuer.
Besitzstörungsklage.
Die Bedingungen scheinen kompliziert

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Seit Tagen bin ich begeistert. Ich habe den Podcast Hotel Matze Mathias Schranner gehört: Die Kunst des Verhandelns.
Das hätte ich alles viel früher wissen sollen, dann wäre vielleicht was aus mir geworden. Ach nein, ich bin genau das, was ich werden wollte. Karriere im Schuldienst ist eh ein zweischneidiges Schwert. Beförderung bedeutet da ja immer, dass man von seiner eigentlichen Arbeit, die man gerne macht, weg kommt und immer mehr mit Erwachsenen zu tun hat. Das muss man auch mögen, sonst wird das nichts.

Aber ein paar Sachen merke ich mir.
1. Nicht mit sich selbst verhandeln, sondern mit anderen.
Seine Vorstellungen und Forderungen kennen und sie stellen.
2. Verhandlungen sind nie zu Ende, außer in Deutschland. Handschlag und fertig.
3. Es sollten mehr Frauen an Verhandlungen teilnehmen. Sie sind nicht besser, bringen aber neue Gesichtspunkt ( Beispiel bei Friedensverhandlungen. Frauen fragen oft, was aus den zurückgekehrten Soldaten wird? Also wie sie eingegliedert werden. Männer fragen das nie.)
4. Wie reagiert man, wenn jemand eine Entscheidung will von einem? Und man weder Ja noch Nein sagen kann? Dann sagt man „Schwierig“.
Das gefällt mir am besten.

Mathias Schranner war Polizist und hat nach einem langen Weg eine Firma gegründet, die mittlerweile international in Konflikte eingeschaltet wird, wenn die Verhandlungen kurz vor dem Scheitern sind.

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Respekt?
Kein Wunder
103 Tage 16 Stunden
Drucker
Nana!

Logik
Puzzle WM
Plattenspieler
Mathewitz