Lieblingsposts im Oktober 26

Gleich kommen die kleinen Kinder mit Gruselmasken und Geisterkleid und bitten ganz niedlich um Süßes. Von früher zu erzählen, als die Jugend noch nicht gedroht hat, ist müßig.
Die größere Jugend ziehen jetzt in den Städten um die Häuser um klar zu machen, dass sie auch noch da sind, dass das Leben zu teuer ist, es keine günstigen Wohnungen gibt und dass das Klima kaputt geht. Und dass sie keine Lust haben, in einen Krieg zu ziehen. Ach, ihr jungen Leute, darauf haben wir alle keine Lust. Eigentlich müssten wir alle rum ziehen.
Und die Medien fahren wieder das ganze Orchester auf mit Gewalt und Zeugs. Hört ihnen doch zu was sie zu sagen haben.
Aber ok, uns hat man ja auch nicht zugehört damals. Aber dann irgendwie doch. Sonst hätten wir heute immer noch einen dreckigen Rhein und Atomkraftwerke. Gebt nicht auf, ihr jungen Leute.

Und jetzt zu den Tröts aus der Mastodonwelt.

Bloggerwelt und Sudetenland

Durch das Bloggerwochenende haben ich wieder richtig Lust bekommen zu bloggen. Ich habe Menschen getroffen, die das ja alles lesen, was ich in die Welt hinauskrakeele.
Und ich habe Menschen getroffen, die ich schon ewig durch ihre Blogs kenne. War das schön.
Am letzten Tag, am Sonntag waren wir noch eingeladen zum Frühstücken bei Bloggern aus der alten Zeit. Sie erinnern sich sicher noch an die Cucina Casalinga. Frau Stedtenhopp kam auch noch und wir haben über das Leben geredet bei Weißwürschd und Brezeln. Vielleicht bloggen beide wieder, schön wäre es ja. Jedenfalls verging die Zeit wie im Fluge. Als wir am Bahnhof waren und, oh Wunder, ein funktionierendes Schließfach gefunden hatten, meldetet sich Joriste. Sie säße im Museumscafê, ob wir in der Nähe wären. Ja, klar, wir kommen gleich. Zum Museumsbesuch ist es bei uns nicht mehr gekommen. Wir hatten so viel zu erzählen und dann war da ja noch der Museumsshop. Joriste ist eine prima Begleiterin, sie kennt sich aus in ungewöhnlichen und sehr originellen Geschenken. Danke nochmals dafür.

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Eine weitere Bloggerin, bei der ich schon ewig lese, ist Christiane Dreher. Sie schreibt im BlogAufildesmot aus Cannes.
Heute Abend ist sie zu Gast im Nachcafé im SWR um 22 Uhr.
Hier ein kurzer Ausschnitt bei Facebook

Link zur Sendung

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Eine stringente Zeitleiste können Sie von mir nicht erwarten. Das Durcheinander geht weiter.
Das Hotel in München lag neben dem Sudetendeutschen Museum in der Hochstrasse.
Wir hatten die Woche vorher Dokumentationen zu der Geschichte der Deutschen in der Tschechoslowakei beziehungsweise Böhmen und Mähren gesehen. So weiß ich jetzt nicht mehr genau, woher ich was habe.

Über das frühere Zusammenleben zwischen Deutschen und Tschechen vor dem Krieg berichtet dieser Film von 1964.

Sudetendeutsche, das tschechisch-deutsche Zusammenleben.

Mit dem Münchner Abkommen begann alles. Hitler ließ erst im Sudetenland, später in der ganzen Tschechoslowakei einmarschieren.
Nach dem Krieg wurden mit Hilfe der Beneč-Dekrete die 3 Millionen Deutsche aus dem Lande vertrieben.

Das sudetendeutsche Museum hat ein Archiv der Transportliste der Vertriebenen von 1946. Man kann darin nach Namen suchen.
Die Vertriebenen kamen in die sowjetisch besetzte Zone, nach Österreich und nach Westdeutschland. Es handelte sich Millionen Menschen. Im Westen waren es über 12 Millionen zusammen mit Flüchtigen von anderswo, die 1946 noch zusätzlich untergebracht werden mussten.
In Österreich hatte man sich ja von den Deutschen distanziert. So wurden die Menschen aus dem Sudetenland und drumrum kurzerhand zu Volksdeutschen erklärt. Ganz viel früher gehörten sie zu Österreich als Böhmen und Mähren. Und jetzt waren sie staatenlos über Nacht. Die Lagergebäude waren ja noch da von Krieg, man brachte sie da unter. Und man unternahm keine Anstrengungen, sie zu integrieren. Manche zogen dann weiter nach Westdeutschland. In der Sowjetzone sah man keinen Anlass zur Integration. So kamen die Vertriebenen dörferweise in Mecklenburg und Vorpommern unter. Man gab ihnen zuerst Hofstellen mit 8 Hektar um sie dann bald zu enteignen. Ihre deutschen Geburtsorte wurde kurzerhand umgewandelt in die tschechischen und polnischen Namen. Nichts wirde aufgearbeitet, es gab keine Entschädigung. Das Leid sah man nicht.
Im Westen ging man anders damit um. Über 20 % der Bevölkerung kamen nun von woanders. Die Sprache war anders und die Bräuche. Kaum einer sah sie als Deutsche an, die zurück kamen. Auf einer Wand im Museum sah man die Schimpfworte, mit denen die Zugewanderten bedacht wurden.
Bei der Verteilung der Vertriebenen über das Gebiet der amerikanischen, britischen und französischen Zone machte man sich viele Gedanken.
Man sorgte dafür, dass der Anteil an der Bevölkerung nirgendwo über 25% kam. Auch schickte man die Evangelischen in katholische Gegenden und andersrum. Man ließ die Dorfgemeinschaften nicht beieinander. Ausnahmen gab es, wie zum Beispiel Neugablonz.
Als Ausgleich für Verlorenes gab es den Lastenausgleich, die Vertriebenen bekamen Geld für das verlorene Gut und die Höfe. In den Fond einbezahlt haben diejenigen, im Westen,denen noch was geblieben war nach dem Krieg, vor allem Immobilien. Die Vertriebenen bekamen Geld und auch Kredite und konnten so neu Fuß fassen. Das ging nicht ohne Hass und Missgunst ab. Doch brachte es Westdeutschland dazu, zusammen zu wachsen und tolerant zu werden gegenüber zuerst Fremden. Diese Aufarbeitung fand weder in der Ostzone noch in Österreich statt. Das erklärt vermutlich vieles im Umgang mit Fremden, was wir heute noch beobachten können.
Viele Firmen zogen komplett um, mit den Arbeitern. Es kam vor, dass man nachts zurück über die Grenze ging und noch die alten Maschinen rüberbrachte. So gab es Firmen wie Kunert und Merkle/Ratiopharm, die es vorher schon im Sudetenland gab.

Und wie ist es heute? Die Vertriebenenverbände sind recht moderat geworden im Ton. Das erste Sudetendeutsche Treffen nach dem Krieg fand in diesen Sommer in Brünn in Tschechien statt.
Die Rechten nutzten die Gelegenheit, alte Ressentiments aufzuwärmen.

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Die Enkelin von Amon Göth war bei Marcant im Podcast.
Amon Göth war ein grausamer KZ Lagerleiter in Polen, ein Sadist. Oskar Schindler, auch im Film der Gegenspieler Göths, machte ihn gezielt mit Ruth Irene Kalder bekannt. Oskar Schindler erwartete, dass sie ihn mäßigen würde in seinen sadistische Anfällen. Sie wurde zur Geliebten und bekam ein Kind von ihm, Monika. Diese Monika war später eine Barfrau und Gelegenheitsmodel in Schwabing. Sie bekam ein Kind mit einem Nigerianer und gab es weg. Dieses Kind ist Jennifer Teege im Interview. Sie hat erst spät erfahren, wer ihr Großvater war und was er getan hat.

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Putin im Himmel?
Kind im Wald
Tänzchen
Noch eines
Fachsprache
Allgemeinbildung
Ihr Geld
Zimtsternliebe

Dult und Dittert

Bevor ich mich nun an die anderen Münchner Erlebnisse mache, fass ich kurz die Hinfahrt und die Rückfahrt zusammen.
Im Ruheabtei auf der Hinfahrt saß ein recht großer mittelalter Herr im Abteil. Es war sehr geschäftig unterwegs an seinem Laptop. Als er raus ging zum Telefonieren arbeitete das Laptop weiter, ohne ihn. Er berichtete dann, dass sein Programm die Aktienkurse weltweit vergleicht. Und er dann eben ordert, wenn es passt.
Und das vier Stunden lang. Nein, er hätte nichts mit Bank zu tun, er sei Rechtsanwalt. Wie wir unser Vermögen anlegen würden? Vermögen? Naja, wir fragen bei der Volksbank nach beim Bankberater, wenn wir was anlegen wollen. Die taugen doch alle nichts, die Bankberater, sagt er. Naja, das finden wir nicht, antworte ich.
Beim Aussteigen blieb er noch ein bisschen sitzen, er musste noch broken. Und er verabschiedete sich: Viel Spass mit ihrem Bankberater.

Die Rückfahrt bescherte uns ein Pärchen in der Nachbarbox. Sie entpuppten sich als Strichdame und ihren Zuhälter. Ein langes Gespräche entwickelte sich, es kamen immer mehr Details zu Tage. Preise, Umstände, Drogen, all that Jazz. Alle andern im Ruhewaggon zogen den Hals ein. Es kam zum Streit, zur Versöhnung und dann zu gemeinsamen Rappsong. Ich konnte die beiden nicht sehen, hielt mir aber und an an die Ohren zu. Erst als sie sagte, sie müsste morgen zum Jugendamt, wurde ich wieder hellhörig. Meine Herrn, die war jung? Beim Aussteigen sah ich, WIE jung sie war. Und er war nur unwesentlich älter! Jessas!
Wenn ich mitbekommen hätte, woher sie waren, hätte ich das dortige Jugendamt angerufen.

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Themenwechsel von gruselig nach unterhaltsam.
Eine Dult ist ein Fest mit Volksfestcharakter. Der Taxifahrer, der uns ins Hotel brachte, hat sie uns die Auer Dult sehr empfohlen. Von Frau Kaltmamsell war ich ja schon über Jahre informiert, was man da so alles kaufen kann. Es ist ein Jahrmarkt mit Karussell, Porzellan, Hosenträgern, Zuckeräpfeln, Lederbeuteln, alten Gläsern und Haushaltszeugs.
Im Zelt kann man dann was Warmes essen und sitzen. Herr croco hatte ein halbes Hähnchen und ich eine Gulaschsuppe. Es schmeckte sehr gut. Wie immer, ohne Foto. Ich habe Mitbringsel gekauft am Porzellanstand, Essig und Honig und Handschuhe, weil es kalt windete. Der Verkäufer erzählte von den Bauten, deren Bau er in Berlin betreut hat. Und wie verranzt sie waren nach zwei Jahren. Ja, es ist schwer in München Graffiti zu finden.
Das ist die Homepage.

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In den letzten Tagen vor München hab ich ein Podcast gehört, das tiefe Einblicke in die Hamburger Welt bietet. „House of Block“ bei Zeit Verbrechen zeigt, was man für Geld alles kaufen kann, Detektive, Überwachung, Verleumdung, Gutachten, Entführer, sogar einen Geheimdienstchef.
Und dabei geht es um Kinder, die man zurück haben will. Um Kinder!

(Der Podcast ist jetzt hinter der Bezahlschranke, deshalb verlinke ich ihn nicht. Man kann aber 4 Wochen ein Probeabo für umme haben).

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Annette Dittert macht mit Stefan Niggemeier einen Podcast. Dear Britain. In dieser ersten Folge geht es um Andy Burnham und sein Prinzip HOPE. Sehr interessant. Im Weiteren sprechen sie über die Umwandlung der Oxford Street in eine Fussgängerzone.
Die Sängerin Raye liefert die Hintergrundmusik. Und wie heißt ihr Album? “This music may contain hope.“

Zum ersten Mal habe sie bei Inas Nacht gehört, vor 3 Jahren. Ihre Stimme ist wirklich eindrücklich und ganz besonders. Annette Dittert mag sie auch.

Sie sucht einen Ehemann

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Mit den Jahren sammeln sich bei Brillenträgern immer alte Exemplare. Sie waren ja teuer, also mag man sie nicht wegwerfen. Ich gab sie immer meinem Optiker und es sagte, er fährt sie nach Koblenz. Und jetzt weiß ich, wohin. Man kann auch schicken, aber bitte frankieren.

Brillen weltweit

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Pierre
Papa!