Jens, Zombies und 300 Meter.

So, der Tsunami ist zu Ende. Es war ganz viel Besuch hier und ganz viel Feiern und großartiges Feiern. Jetzt ist die Bude leer und ich kann aufatmen. Und wieder meinen eigenen Gedanken und Tätigkeiten nachhängen. Nebenher habe ich noch ein großes Haus bepuschelt, die Bewohner waren in Urlaub. Ich muss noch Arzttermine absolvieren, hab ja ein paar Macken zu betreuen.
Ich bin einfach nur müde und im Keller stapelt sich die Bügelwäsche, und die neue dreht sich schon in der Maschine. Ich hoffe mal, dass ich jetzt langsam Ruhe und Zeit habe, um den Laden hier wieder ans Laufen zu kriegen.
Ich muss die vielen, wunderbaren Begegnungen verdauen mit Menschen aus dem erweiterten Verwandtenkreis von Herrn croco, die ich schon ewig nicht mehr gesehen habe. Und von Studienfreunden, die weit angereist sind.

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Die Nachrichtenlage ging ziemlich an mir vorbei. Herr Spahns Rücktritt war mir allerdings eine Freude. Seinen neuen Sohn gönne ich ihm von Herzen, aber all die anderen Sachen drumrum zeigen schon welchen Geistes Kind er ist.
Dass Thorsten Frei ein guter Fraktionsvorsitzende wird, halte ich für möglich.
Aber Carsten Linnemann als Gesundheitsminister? Ich bitte Sie! Bei der Pressekonferenz schaute er, als ob er in einen Abgrund geguckt hätte. Vermutlich ist er selbst meiner Meinung. Die Zeit der vier Bodygards hat für ihn begonnen.
Carsten Schnieder ist sein Amt los, und dann wieder doch nicht?
Frau Reiche haben wir gerufen, ganz laut. Ich glaube, der Kanzler hört schlecht.

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Ein paar Sachen möchte Ihnen doch noch ans Herz legen.
Am Wochenende habe ich einen Menschen getroffen, der mal mein Schüler war und dessen Freunde mir sehr gut bekannt waren damals. Ich hab die nach dem einen oder anderen gefragt, auch nach dem damals sehr vorherrschenden Drogenkonsum. Meist hört das ja auf, wenn Studium und Familie wichtiger werden im Leben. Aber bei einem aus dieser Clique war das wohl nicht der Fall. Er kifft nach wie vor in rauen Mengen und es war genau das zu beobachten, was ich bei anderen auch schon oft genug erlebt habe. Die Menschen ändern sich sehr Richtung seltsam, merken es aber selbst nicht. Das hat ja auch sein Gutes, man muss nicht alles mitbekommen. Was ich in den letzten Jahren erzählt bekommen habe aus den USA, aus Mexiko und Kolumbien, ist, dass die Drogen eine neue Qualität und eine neue Brutalität erreicht haben. Sie machen die Menschen in kurzer Zeit einfach nur kaputt. Rausch kann man das nicht mehr nennen. Dazu ist mir bei Mastodon ein Artikel begegnet, den ich Ihnen sehr empfehle. Er ist eine sehr gute Zusammenfassung all der Entwicklungen der letzten Jahre.
Artikel von Stefan Weichelt über Drogenpolitik: Willkommen im Zombieland .

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Kinder werden gebracht. Fast immer. Hier auf dem Dorf stromern sie noch ein bisschen. Früher hatten wir immer mal ein Expeditionsteam im Garten. Das ist aber schon ne Weile vorbei. Manchmal rasen sie noch mit E-Scooter in der Dämmerung durch‘s Dorf. Die ‚Ich mal die Welt mit Kreide auf die Strasse‘- Kids sind längst schon auf einer höheren Schule.

Demnach bewegten sich Achtjährige im Jahr 1919 noch in einem Umkreis von 9,5 Kilometern. 1950 waren es nur noch 1,5 Kilometer, 1979 rund 700 Meter. 2006 sind es gerade einmal noch 300 Meter.

Es bringt ja nichts von früher zu erzählen. Dabei war es damals viel gefährlicher für Kinder als heute. Man war aber gewarnt und passte auf. Jetzt traut man den eigenen Sprösslingen kaum mehr was zu.
Wir sollten uns sorgen. Unsere Städte sind nicht mehr für Kinder geplant. Die Sportkollegen berichten, dass die Kinder nicht mal mehr rückwärts gehen könnten. Und die pumpenden Jugendlichen haben zwar Muskeln, können sie mangels Ausdauer halt nicht einsetzten und schnaufen an der nächsten Ecke.
Bedenklicher Trend: Artikel von Jana Städeler in der FR
Wir müssen umdenken, dringend.

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Paradoxe Welt
Freiheit!
Liebe!
Zu klein!
Karlson vom Dach
Spannend
Nähmesser
Lauf Kleines
Irish dance, a wonder

Alan und das Täuschen

Die Kaltmamsell hat mich auf die Idee gebracht, über das Spicken nachzudenken. In Bayern ist es wohl so, dass das Misstrauen den Schülern gegenüber massiv ist. Es gibt ja genug technische Möglichkeiten.
Es ist aber eine Illusion zu glauben, dass man es unterbinden kann.
Aus Schülerzeiten habe ich keinerlei persönliche Spickerfahrung. Also, anders rum. Es saß nie jemand neben mir bei dem ich mich nur auf eine Information hätte verlassen wollen. Ich war eher der Spender in dem Spiel. Ich hab wirklich gerne geholfen, bis auf ein Mal. Der Klassenlehrer setzte den Klassenstar neben mich damit ich ihm helfe, das Klassenziel zu erreichen. Und ich habe geholfen, erklärt wie man lernt, was man lernt, mit Hausaufgaben ausgeholfen, halt all that shit. Es sah zeitweise gut für ihn aus.
Dann gab er eine Party zu seinem Geburtstag und vergaß mich einzuladen. Ich war ja kein It-Girl. Und so vergaß ich halt auch ihm zu helfen. Folglich bekam er keine Mittlere Reife. Angeblich wohnt er jetzt in Florida. Da braucht man die wohl nicht.
Nein, ich hatte zu keiner Zeit ein schlechtes Gewissen.
Wie andere geschummelt haben, sah ich sehr wohl, ich hatte einen guten Blick dafür. Und so kannte ich die Tricks mit Bleistift auf Löschblatt, Zettel im Kuli und so weiter. Und die großen Aktionen “einer lenkt den Lehrer ab und die anderen spicken derweil“ habe ich auch gesehen.

Als ich dann Lehrerin wurde, wusste ich wie es geht. Ich muss voraussetzen, dass ich Schummeln für unehrenhaft halte. Ist so. Ich finde, wer gearbeitet hat, hat eine Belohnung verdient. Und wer das nicht getan hat, eben nicht.
Und so habe gerne verschiedene Aufgaben gestellt, also Gruppe A, B oder C. Nur stand das nicht auf dem Blatt. Und so konnte es passieren, dass die Antworten später nicht zu den Fragen passten.
Manchmal waren die Aufgaben in der Reihenfolge vertauscht, manchmal die Zahlen, manchmal waren die Fragen nur in verneinter Form. Die Bedingungen müssen ja fair bleiben.
Die Ergebnisse kann man sich vorstellen.

In Klausuren geht das so nicht. Die Aufgaben müssen für alle identisch sein. Da stehen die Einzeltische auseinander. Handys, Uhren, Jacken und Taschen werden ganz hinten oder ganz vorne abgelegt. Und man muss eben schauen, dass beim mitgebrachten Papier nicht schon Lösungsbögen dabei sind, die man nur anpassen muss.
Die meisten Schüler und Schülerinnen sind wirklich ehrlich. Und ich habe mich immer geweigert, allen zu misstrauen.
Die Aufgaben in Naturwissenschaften sind materialgebunden, das heißt, es gibt Diagramme, Schaubilder und Texte , die miteinander und mit dem Wissen aus dem Unterricht in Verbindung gebracht werden müssen. Dazu muss man sie zuerst analysieren. Das ist ein komplexer Vorgang. Dazu braucht es Hirn und keine Datenbrille.
Und man kann sich hinten in den Raum stellen, nicht vorne sitzen. Man sieht von oben auf die Veranstaltung. Und bemerkt so die nervösen Teilnehmer. Das kann verschiedene Ursachen haben. Wenn sich aber der Zögling auffällig darum kümmert, wo ich gerade stehe, hat er was vor. Ab da muss man genau hinschauen und sieht recht schnell, was los ist.

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Wir sind beim Thema Täuschen.
Und Sie wissen, wer Alan Turing war? Ein genialer Informatiker, Mathematiker, Philosoph, was weiß ich noch alles. Wenn Sie ihn nicht schon gesehen haben, der Film Imitation Games ist sehr sehr zu empfehlen. Alan Turing hat nicht nur einen Test entwickelt, mit dem man erkennen kann, ob eine Maschine oder ein Mensch auf der anderen Seite die Fragen beantwortet. Nein, er hat auch maßgeblich die Entschlüsselung der Codiermaschine Enigma im Zweiten Weltkrieg zu verantworten. Dass mich das Thema sehr interessiert, davon habe ich ja schon öfter erzählt.

Die KI besteht den Turintest zu weiten Teilen, wenn man ihr sagt, sie soll handeln wie ein Mensch.
Für manche. Menschen ist sie zum Freund und Ratgeber geworden. Und zum Therapeuten. Ist das gefährlich? Ich denke schon. Zu einem Gespäch unter Freunden gehört der einfühlsame Blick, der Händedruck und vielleicht eine Umarmung. All das Metazeugs eben, das ein wunderbares Gespräch ausmacht.
Das alles fehlt, die KI simuliert. Das kann ein Schauspieler auch und manche Leute im Bekanntenkreis.

Interessant ist, wie die Prüfer versuchten Menschlichkeit zu erkennen. Sie stellten nur selten klassische Intelligenzfragen nach Mathematik, Logik oder Faktenwissen. Viel wichtiger waren Sprachstil, Smalltalk, Humor, Unsicherheit, Tippfehler, Gesprächsfluss und Persönlichkeit. Manche hielten einen Gesprächspartner gerade deshalb für menschlich, weil er etwas nicht wusste oder etwas unvollkommen formulierte. Perfekte Antworten können als KI somit verdächtig wirken. Menschlichkeit zeigt sich offenbar auch an der richtigen Dosis Beiläufigkeit.

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Man muss nur drauf kommen.
Sonne im Schnee Stromproduktion am Staudamm

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Schämsche
Kluge Worte
Elegantes Fohlen
Erziehung ist Liebe und Vorbild
Fussballfieber
Nicht auf Papa kotzen
Tänzchen

Heartache

Die Hitze kommt wieder. Die Welle von vor einer Woche war unvergleichlich, so etwas gab es noch nie in Europa. Und die Menschen starben. Es waren viel mehr als sonst in einer Sommerwoche. Man wirft der Regierung vor, nichts dazu gesagt zu haben. Im Radio und in der Zeitung kamen Tipps, wie man die Wohnung kühlt und sich am Leben erhält. In den Bundesländern, die noch keine Ferien haben, war jeden Tag um 11 Uhr Schluss, hitzefrei. Und jetzt soll es schon wieder los gehen. Ich fürchte mich ein bisschen.
Stiller Tod und lautes Schweigen
Kurve

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Als Kind habe ich mir immer überlegt, wo und wie man jemanden verstecken könnte wenn schlimme Zeiten kommen. Meine Mutter erzählte solche Geschichten. Sie hatten auf dem Hof jemanden versteckt, einen Angehörigen der Attentäter vom 20 Juni. Und die Tante hatte jüdische Freunde im Haus versteckt. Zuerst fand ich die Geschichten ganz spannend. Was haben die Menschen gegessen, wo haben sie geschlafen, wo war ihr Klo?
Müssen sie immer im Keller bleiben? Was machen die Nachbarn, wenn sie einen Verdacht haben?

Arnold Douwes hat es gemeistert, mit Hilfe der Dorfbewohner Hunderte von jüdischen Menschen zu verstecken. Er hatte alle möglichen Tricks drauf.
Eine Frau wollte keinen jüdischen Jungen nehmen, zu gefährlich, beschnitten. So hat man eben einen Jungen in Mädchenkleider gesteckt. Bis sie er merkte, hatte sie sich an ihn gewöhnt.
Seine Tagebücher hatte er in verschraubten Gläsern im Garten eingegraben.
Hier die ganze Geschichte:
Widerstand im 2. Weltkrieg

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Mögen Sie Fussi? Ich bin mehr so Co-Guckerin. Meist lese ich was anderes nebenher. Ab und an finde ich was spannend, aber meist nicht.
Bei Herrn Kafka in Berlin ist das ganz anders. Viele Mannschaften spielen gegeneinander, manche gehen schon früher, tragen die Trikots der Gegner und haben große Freude.
Ich glaube, daran hätte ich auch große Freude.
Weltmeisterschaft next door.
Ich mag ja auch Rugby und Galic football. Es muss schon ein bisschen anarchistisch aussehen.

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Bonnie Tyler lebt nicht mehr, wie traurig. Ich mochte ihre Stimme immer sehr.

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Der Jutebeutel
Villarriba und Villabajo
Nix nass
Haaland
Selbst ausweisen?
Wen mögt ihr nicht?
Abiball in Blankenese
Es ist alles eitel
Sockentrick
Gefakte Sachsen
Sachsen Teil 2
Gewusst wie
Kriege statt Ball
Stimmt das?
Schlurfi
Schnapsverbrauch
Alitsche in Therapie
Ti amo
Östlich von Bayern
Teil 2