Anekdote aus dem Alltag

Eine Klasse 9, alles ist ihnen zu viel.

-Wenn Ihr keine Schule mögt, könnt ihr ja nach der 9. Klasse abgehen, das ist sozusagen Euer Hauptschulabschluss. Schaut, dass das Zeugnis nicht zu peinlich aussieht. Bis dahin ist halt Schulpflicht.

Beste Schülerin meldet sich.
-Ich geh nach der 10 ab, Schule macht mir zu viel Stress.
-Und was glaubst Du, was dann kommt?
-Ich mach ne Lehre und dann heirate ich einen reichen Mann.
-Dann lässt er Dich sitzen und Du bist eine der alleinerziehenden armen Frauen.
-Dann muss er aber für mich bezahlen und die Hälfte seines Geldes abgeben.
-Ich glaube, Du hast die Reform des Scheidungsrechtes nicht mitbekommen. Du wirst arbeiten müssen, nur für die Kinder bekommst Du Unterhalt, und das nur vielleicht.
– Was? Wieso weiß ich nichts davon? Wann ist das geändert worden?
– Vor über 10 Jahren. Studier Chemie, mach den Doktor und geh in die Industrie. Dann kannst Du heiraten, wen Du willst. Du wirst immer gut verdienen.

So ratlos habe ich ihr Gesicht noch nie gesehen.

Es tiktokt wieder.

So isst man in Kenia Spagetti

Manchmal mag ich es nicht, wenn Menschen altern

Diese Lieder vergehen nicht

Richard Gere und Patrick Swayze

Eleganz in der Vogelwelt

Fenster streichen für Faule

Angriff aufs Tor

Kleine Strickmaschine

Ich kann es immer noch nicht leiden, wenn Leute älter werden.

Corona, schon wieder

Die Durchimpfungsrate ist entscheidend dafür, wieviele Menschen in einem Land an Corona starben.
Das ORF berichtet von einer Studie von Alyssa Bilinski von der Brown School für öffentliche Gesundheit in Providence (US-Bundesstaat Rhode Island): Übersterblichkeit weltweit. Sie hat Daten weltweit ausgewertet.
An der Deltavariante starben zehn Mal mehr Menschen als an der Omikronvariante.
Und Neuseeland hat einfach durch die völlige Isolation die Deltavariante völlig übersprungen.

USA: Im gesamten Land kam es bei einer Durchimpfungsrate von nur 63 Prozent zu 145,5 mehr Todesfällen aus allen Ursachen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In den zehn Bundesstaaten mit den geringsten Durchimpfungsraten lag die Übersterblichkeit gar bei 193,3 Fällen pro 100.000 Einwohner. In den US-Staaten mit den meisten Impfungen (73 Prozent) betrug sie 65,1/100.000 Einwohner und lag damit im Mittelfeld der Staaten.

In der TAZ wurde der Statistikprofessor Göran Kauermann zur hohen Übersterblichkeit im Oktober befragt. Er ist weniger aufgeregt als man erwarten könnte.

Das schreibt meine Landesregierung den Schulen

inzwischen ist die Basisimmunität gegen SARS-CoV-2 in der Bevölkerung durch Impfung und durchgemachte Infektionen sehr hoch. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfung und/oder eine Infektion durchlaufen und es existieren auf die aktuellen Virusvarianten angepasste Impfstoffe. Zudem sind wirksame antivirale Medikamente verfügbar, die das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf deutlich senken. Damit bestehen vielfältige wirksame Schutzmöglichkeiten vor schweren Verläufen.

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Im Fall einer symptomlosen Infektion sind sowohl Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte als auch pädagogische Fachkräfte unter Beachtung der Maskenpflicht weiter zum Schulbesuch verpflichtet.
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Mit dem Wegfall der Absonderungsverordnung entfällt die bisherige Meldepflicht für den Schulbereich. Die Eltern sind nicht mehr verpflichtet, die Schulleitung über den Infektionsfall zu informieren; ebenso entfallen die Meldungen der Schule an das zuständige Gesundheitsamt sowie die anonymisierte Information an die Sor- geberechtigten der Schülerinnen und Schüler oder Kinder aus der Klasse, Lern- oder Betreuungsgruppe oder Betreuungskohorte, in der die Infektion aufgetreten ist.

Halleluja, jetzt ist Polen offen!

Noch ein kurzes Vergnügen aus TikTok.

Eine Schimpansin entdeckt ihr Junges.
Jeder kann mitspielen, auf seine Weise
Nikolausi, Osterhasi und Hazel

Anagramm und Arbeit

An diesem Tag muss man bloggen. 22.11.22.
So ein schönes Datum, ein Anagramm mit Zahlen.
Und jemand, den ich gut kannte, würde heute 100 Jahre alt. Er hat es dann doch nicht erlebt, obwohl er es sich schon vorstellen konnte.

Ob ich meinen Beruf jungen Menschen empfehlen würde? Jein.
Meine Ministerin sagte gerade in den Nachrichten, dass es ein schöner Beruf sei, Lehrer zu sein. Sie ist Juristin.
Ich hätte nach dem Studium in die Industrie gehen können. Kommilitonen machten das. Sie haben dann über unsere Schwierigkeiten gelacht, eine ordentliche Stelle zu bekommen. Dann über das Gehalt. Mittlerweile sind sie mit hohen Abfindungen frühzeitig in den Ruhestand gegangen.
Nein, ich wollte nicht tauschen. Ja, ich mag Kinder und meinen Beruf.
Nein, ich mag die Arbeitsbedingungen nicht. Man ist immer am Anschlag. Das Arbeitszimmer ist zuhause, die Hälfte der Arbeitszeit verbringt man da. All die Sachen, die da drin stehen, sind von mir finanziert. Die Möbel, der Drucker, der Computer. Ich muss sogar meine Schulbücher selbst bezahlen, jede neue Auflage, jede Lehrplanänderung wird teuer für mich.
Und dann die Arbeit in der Schule! Man tut was man kann. Doch die Anerkennung seitens der vorgesetzten Behörde, der Eltern und der Öffentlichkeit ist spärlich. Wir sollen den Kinder Mut machen, werden aber ganz anders behandelt. Man begegnet uns oft mit Misstrauen.
Und die jungen Lehrer sind die Deppen. Jahrelang arbeiten sie für wenig Geld mit kurzfristigen Verträgen. Zuerst waren die PES-Verträge dazu gedacht, kurzfristigen Unterrichtsausfall mit außerschulischen Kräften abzudecken. Da waren mal Studenten, Übersetzer oder Künstler, die aushalfen. Jetzt sind es fertig ausgebildete Lehrkräfte mit 2. Staatsexamen. Und die hangeln sich von Vertrag zu Vertrag.
Und meine Ministerin lächelt glückselig in die Kamera und berichtet von der Attraktivität dieses Berufes. Ach Frau!

So geht es in Bayern den jungen Lehrern. Herr Hauptschulblues ist vom Fach.

Sogar die Kirche bewegt sich, man glaubt es kaum.
Da war ich eine ganze Weile aus verschiedenen Gründen ziemlich intern.
Was hätte diese Regelung Leid erspart! Und Lügen, ganz viele Lügen.
Es ist wie oben: man soll etwas ganz anderes weitergeben als man selbst erlebt.
Diese Organisation merken es einfach nicht.

Die katholische Kirche ändert das Arbeitsrecht. Also, es ist eine Empfehlung.

Noch etwas TikTok.
Jetzt weiß ich, wie schwer es ist Mulikultikindern einen Namen zu verpassen.

Und es ist Fussball, ist ein bißchen ekelig das Thema.
Aber das kann man anschauen.
Gästezelte in der Wüste