Corona neunzehn

Fledermausviren, wozu unser Corona gehört, sind speziell. Flugmäuse können die Temperatur kurzfristig bis auf 40 Grad hochjagen, daran haben sich die Viren angepasst. So nutzt unser Fieber, das andere Erreger zerstört, nichts mehr. Ich schreibe nicht „tötet“, denn Viren sind nicht lebendig. Alle Kennzeichen des Lebendigen fehlen ihnen. Ne Hülle aus Eiweißen, ein Stück DNA oder RNA mitten drin, manchmal ein Enzym als Mitbringsel, das war‘s.  Sie sind die Faultiere der Mikrobiologie, sie lassen sich von ordentlich gebauten Zellen vermehren.
science.orf.at/stories

Das Wetter besteht aus Sonnenschein und knallblauem Himmel. Ich bin aprilgescherzt worden, von einem Dorfkind. Ich hätte was am Rücken.
Ansonsten sind keine Scherze zu vermelden.

Die Arbeitseinteilung bleibt. Frühes Aufstehen, Schreibtisch, Kochen, Ruhen, Lesen, Fitness, Duschen, Abendessen.

 

Dafür sind  jetzt die Kolibris geschlüpft. Hier eine Direktübertragung aus einem Nest.

Twitterlieblinge im März 2020 Teil 1

Traditionen müssen erhalten bleiben. So gibt es jetzt die erste Portion der Tweets des Monats März.
Man merkt, dass viele Menschen zuhause sind, die Blogschreiberin inclusive. Und dass sie ihren Humor nicht verloren haben. Viel Spass!
Anne hat mehr.

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Corona achtzehn

Die Achtzehn (18) ist die natürliche Zahl zwischen Siebzehn und Neunzehn.
Die achtzehn bedeutet Volljährigkeit. Im Hebräischen steht sie für Leben, und auch nirgend wie für Glück. Und in Fachkreisen steht sie für die Initialen eines größenwahnsinnigen Moskaumarschierers mit Schnauzbart. Ach, psychopathisch hatte ich vergessen, und gemeingefährlich.

Jetzt schreibe ich so lange jeden Tag hier. Die Zeit ist flüssig geworden, nicht mehr greifbar. Ich versuche die Tage zu fassen, aus dem Zeitbrei feste Würfelchen zu machen. So ist der Vormittag dem Schreibtisch gewidmet, die eintreffenden Mails mit Lösungen durchzulesen und zu schauen, wo noch Lücken sind. Dann haben immer noch nicht alle Schüler geantwortet. So kam heute morgen die Kavallerie, und schwupps, lauter Emails im Konto. Mit Entschuldigungen wie „falsche Emailadresse“, „wir wussten nicht, dass…“ , und „welches Passwort sollen wir eintragen?“ Die Pubertät und die Isolation legen wesentliche Gehirnteile lahm. Das Ausredezentrum ist nicht betroffen, das flutscht  noch.

Ein ganz wunderbarer Mensch hat bei Twitter eine  Aufstellung  gemacht über digitale Angebote für alle Leute. Wer da nix findet, ist selbst schuld. ( danke Schöner Blog).

Ansonsten ist das Knie noch dicker geworden. Und die Wunde sieht merkwürdig aus. So lande ich bei Tante Doktor. Die Praxis ist ein Hochsicherheitstrakt. Lehrling und Praktikant verstoßen gegen mehrere Vermummungsverbote. Ein Patient bei der Doktorin, einer im Wartezimmer, der Rest frei verteilt auf  dem Parkplatz. Da muss ich jetzt an die Thermodynamik von Gasen denken, die Gasteilchen bewegen sich frei und füllen jeden verfügbaren Raum aus. Allerdings bewegen sich Teilchen und knallen aufeinander. Das gilt nicht für Patienten auf Parkplätzen. Die bleiben stehen. Jedenfalls ist das Knie im Normbereich von Knien, die mit einer Schürfwunde direkt auf einem Bluterguss ausgestattet sind.

Am Nachmittag wird gefacegetimet mit der Sprachkurskollegin. Hausaufgaben. Wir sehen uns und quatschen, das ist schön.
Ansonsten ist es sonnig und immer noch saukalt draußen.

Frankieboy über das Leben.

But I know I’m gonna change that tune
When I’m back on top, back on top in June