Corona 432

Heute gab es Geschichten aus Baden Württemberg am Telefon. Von hohen Raten auf den Dörfern berichtet die Verwandtschaft.
So von der Geburtstagsfeier eine älteren Dame. Das Geburtstagskind hat eingeladen, alle hintereinander, so wie es erlaubt ist. Nur hatte eben die Dame selbst Corona und sie hat die ganze Verwandtschaft angesteckt. Einer ist tot, einer liegt im Koma.
Sieben andere Kaffeekränzchendamen trafen sich regelmäßig. Eine bekam Corona vom Enkelkind und steckte alle anderen Damen an. Zwei sind schon gestorben.

Achachach.

Möchten Sie wissen, mit wem Herr Wieler in der WG wohnte?
Hier das Podcast mit Herrn Wieler. Ich musse lachen, als er erzählte, er hätte eben ein anstrengendes Studium gehabt. Das erinnert mich so an meine Studienzeiten. Als ich um sechs Uhr aufstand um um sieben in der Mathevorlesung zu sein, vier Semester lang, vier Tage pro Woche, saßen die Germanistikstudenten noch beim Skat in der Küche.
Zurück zu Herrn Wieler.
„Wir ziehen das durch, solange es geht,“ sagt er, angesprochen auf die immense Arbeitsbelastung im Robert Koch Institut.
Er selbst sei vom Team Astra.
Zum Schluss schildert er noch den berührendsten und den verstörendsten Moment der Pandemie.

Auch interessant:
Wie Herr Spahn und sein Ministerium arbeitet.

Otto hat ein Händchen für gute Texte. Frauen in der Comedy, die Journalistin Jenny Kallenbrunnen wird interviewt.

Noch was Nettes: Frankreich verbietet das schriftliche Gendern an Schulen, ordnet aber an, dass die weibliche Form verwendet werden soll. Interessant ist die Lösung mit den Punkten.

Mit Expeditionsgeschichten fängt man mich ja ein. So habe ich zu gewissen Zeiten alles gelesen, was zu finden war über Franklins Suche nach der Nordwestpassage. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse zu Franklin Expedition. Ich sag nur Zinkmangel.

Die Nordwestpassage geht ja nördlich an Canada vorbei. Mitterweile braucht‘s da keine Expedition mehr. Man hat ja Satelliten und das Meer ist so warm, dass das Eis im Sommer abgetaut ist. Jetzt passen schon Kreuzfahrtschiffe durch.

Jetzt noch ein wunderbarer canadischer Sänger

Corona 431

Zuerst habe ich nicht verstanden, was diese Diskussion soll bezüglich Lockerungen für Geimpfte und Genesene. Jetzt bin ich drauf gekommen, dass es ein Trick sein könnte. In anderen Ländern wie zum Beispiel den USA ist es schon so, dass die Verweigerer teilweise die Lufthoheit haben. Und somit natürlich eine Durchimpfung der Bevölkerung verhindern. Entweder gibt es 100 $ oder eine Pizza in Israel, um die Leute zu ermutigen. Ich denke, dass hier geplant ist, dass man einfach von dieser Seite aus Druck ausübt auf die zukünftigen Nichtgeimpften. Ihr müsst euch nicht impfen, dafür dürft ihr aber auch dies oder jenes nicht machen. So dass sie sich jetzt schon überlegen, ob es das ganze Theater wert ist. Ein kleiner aber aggressiver Teil unserer Elternschaft gibt alles in diesem Kampf. Aber wie gesagt, manche warten auch auf Sputnik V.

Ich glaube, dass die Ausgangssperre der Polizei hilft. Hier ist jedenfalls Ruhe an den üblichen Radauschwerpunkten, wo sich junge übermütige Männer treffen, um Laternen zu zertreten oder Bäumchen auszureißen. Sie halten keinen Abstand und Drogen sind Teil ihres Lebensentwurfens und eine wichtige Komponente diese Zusammenkünfte. Wo sie sich jetzt treffen, ist eigentlich egal. Aber Sachbeschädigungen kommen kaum noch vor. Und die ziehen eben viele Kräfte aus dem Polizeibreich ab.

In einem ZEIT-Artikel beschreibt Mai Thi Nguyen-Kim, wie Wissenschaft in der Gesellschaft ankommt.
Ich glaube, der traditionelle Journalismus hat ein Arroganzproblem – sie setzen für viele ihrer Inhalte und auch für ihre Sprache eine gewisse Bildung voraus, von der sich viele Jugendliche nicht abgeholt fühlen. Ein Beispiel ist Rezo. Auch bei der Diskussion um ihn schwingt immer eine gewisse akademische Arroganz mit. Wenn Rezo „worken“ sagt in seinem Video statt arbeiten, dann erreicht er damit seine Zielgruppe – und das zählt.

Interessant finde ich diese Neugründung einer Zeitung in Mecklenburg. Der dort vorhandene Nordkurier ist wohl sehr darauf bedacht, das Mantra der Querdenker im Lande zu verbreiten.

Das kommt raus dabei, wenn ein Journalist sich in das Leben einer Fliege einfühlt.
Erinnerungen einer Eintagsfliege
Carpe diem“: So lautete stets mein Lebensmotto. Mein außerordentlicher Ehrgeiz zeigte sich schon früh. In der Fliegenschule war ich immer und überall der Beste. Im Schwirren, Häuten, Krankheiten-Übertragen und Auf-der-Scheiße-Sitzen. Mein letztes Larvenstadium endete mit dem erfolgreichen Abitur. Als Subimago studierte ich anschließend anderthalb Stunden lang Geschichte, Politik und Schwarmbildung und schloss summa summ laude ab.

Die Gartenstühle sind leider nicht gestrichen worden heute. Die Vorarbeiten sind aber erledigt, die Stühle sind abgeschmirgelt und das Material liegt bereit. Aber es war saukalt draußen und es nieselte. Dann muss man ja nicht wurschteln.

Ein trauriger Tag ist das heute für mich. Der erste Geburtstag ohne sie. Sie mochte es so gerne, wenn sie mit meinem Vater nach Südtirol fahren konnte. Bozen, das Grödnertal, das liebte sie sehr. Obwohl sie nie auf einen Berg ging, vor jeder Brücke über einen Bergbach Angst hatte und nie Seilbahn fuhr.
Sie konnte so schön singen, viel besser als wir alle anderen.
Diese Lieder sang sie so gerne.
Und jetzt muss ich weinen.

Corona 430

Mit negativem Test aus dem Drive in gestern Abend habe ich im Schweinsgalopp alles an Geschäften abgeklappert, die ich sonst nicht betreten durfte.
Baumarkt! Baumarkt! Es war wie Weihnachten. Kaum Kunden und ganz viel Personal, ich konnte es kaum fassen. Ich musste meine Malerausrüstung vervollständigen, morgen bekommen die Gartenstühle was drüber, in Blau. Auf zum nächsten Geschäft, ich brauchte neue Hosen, habe zehn abprobiert und zwei behalten. Hosen kaufen kann ich, shoppen gehen aber nicht. Ein Geschäft genügt mir völlig.
Im Supermarkt waren die Bedingungen noch weiter verschärft. Pro Kunde ein Wagen, die Schlangen waren lang. Mein Parkhaustrick funktionierte immer noch. Der Securitytyp war ruppig und pampig, und wollte das Papier am Desinfektionsgerät nicht auffüllen. Er hätte schon zwei mal nachgefüllt. Die Dame vor mir schenkte mit ein Tempotaschentuch und wunderte sich mit mir, was Corona so mit den Menschen macht, und dass Dinge rauskommen, die man nie da drin vermutet hätte.
Im Stoffgeschäft waren sie dann so freundlich wie immer.
Vor dem nächsten Laden für Deko und Gedöhns wurde ich dann auf sächsisch abgekanzelt. Der Test sei seit 5 Minuten abgelaufen und nicht mehr gültig. Ich könne ja ein Probekunde vom Ordnungsamt sein. Sie ließ mich also nicht mehr rein. Ich gab ihr Tiernamen, allerdings nur in Gedanken. Sie hatte schon vor der Zeit die Dekoständer reingeräumt, und wollte wohl keine Kunden mehr.

Die heutige Pressekonferenz von Herrn Spahn und von Dr. Wieler war sehr spannend. Nicht so sehr bezüglich des Inhaltes, aber bezüglich der Gesichtsausdrucke beider, wenn der andere sprach. Versteinert.
Das wird keine Freundschaft mehr.
Ich fürchte nur, die Lockerungen kommen zu früh. Und dass Geimpfte das Virus nicht mehr verbreiten können, halte ich für ein Gerücht.

In Stuttgart wundert man sich darüber, dass die Infiziertenwerte in Stuttgart so hoch sind. Leute, wo waren denn die ganzen Querdenkerdemos? Na?

Ach ja, Frieden, einfach Frieden, wir werden ja wohl noch durchhalten bis Sommer.
Und ein bisschen Küsse sparen bis Sommer…..