Corona 365 (?)

Ein Jahr! Und was für ein Jahr!

Heute haben wir wieder 9000 Neuinfizierte und über 400 Tote. Ein ganzen Flugzeug, jeden Tag.
Ich wünschte mir so, dass die Berichterstattungen nicht von klagenden Wirten und leidenden Modeshopbesitzern geprägt würden.
Sie denken, bedauerlicherweise muss man das sagen, nur an sich.
Als nach dem letzten Lockdown die Geschäfte wieder geöffnet wurden, war die Hohe Strasse in Köln rappelvoll. Shop until drop. Wenn ein Landkreis lockert, der andere nicht, fährt man da hin. Die Ministerpräsident_innen verhandlen noch und lassen sich kurz vor den Wahlen vor jeden Karren spannen. Gerade die weihnachtlichen Lockerungen und den lauen Lockdown im November haben die Zahlen so hoch werden lassen.
Dieser Artikel ist aus dem Novermber und trifft es genau:
Medien berichten

Heut vor einem Jahr, nun ganz stimmt es nicht. Ich habe vom Artikel Corona eins bis heute irgendwo 10 Tage eingeholt. Peinlich. Ich habe mehrfach ausgesetzt und dann nachgerechnet, naja. Ich dachte das zumindest. Ich zähle einfach weiter.

„Hast du letzte Nacht auf der Bühne ein Huhn gekillt?“ Und ich nur: „Nein, natürlich nicht.“ Franks Antwort: „Okay – aber erzähl das niemandem. Die Leute lieben das!“
Alice Cooper ist ein ganz solider geworden.

House of fire, das haben wir, das Haus steht in Flammen.

Corona 364

Sonst fotographiert er Hochzeiten, jetzt zum ersten Mal etwas ganz anderes: Bilder von einer Intenstivstation

Dass Russland die falschen Zahlen angibt, erzählt man sich hier schon lange. Dass sie in sibrischen Krankenhäuser kaum Zeit für die Kranken haben zum Beispiel, weil die Schwestern mit den Toten beschäftigt sind.

Die Werbung, die ich zur Zeit bekomme, dreht sich um Rollatoren und Beerdigungsinstitute, um Treppenlifte und um Pflegehilfen. Nein, sie baucht das alles nicht mehr, und ich noch nicht. Sie merken es nicht! Was wird da Geld ausgegeben und man vertut sich so in der Zielgruppe. Sinnlos. Wirkt Werbung überhaupt nicht? Oder nur falsch?

Zwischen Rheinland Pfalz und Frankreich verschärfen sich die Einreisebedingungen. Schnelltests gibt es noch nicht. Testzentren werden erst jetzt eingerichtet. Es gibt viele Pendler, die 2 Tests pro Woche machen müssen.

Die Videokonferenzen sind nun in der 9.Woche. Manche Schüler sind nur pro forma da, ich sehe sie nicht. Die Kameras sind aus oder kaputt. Und wenn ich sie aufrufe, habe ich den Eindruck, sie antworten im Liegen und sind frisch aufgewacht.
Jetzt rede ich auch ohne Kamera, es ist mir langsam zu blöd.
Wie zwei Lehrer das Schulchaos erträglich machen.

Rod Stewart singt auch die Walzing Mathilda.
Leider wird er mit dem Later immer glatter im Gesicht.
Die Stimme allerdings…..

Corona 363

Die Nachbarin ist geimpft, ein Mal, sagt sie, ohne irgendeine Nebenwirkung. Sie sah so glücklich aus.

Wir haben wieder recht hohe Zahlen. Ich vermute, dass jetzt die illegalen Karnevalspartys und Besäufnisse am Flussufer und in Grillhütten durchschlagen.

Der Tagesspiegel hat tolle übersichtliche Karten und Kurven. Und die Todesrate ist im Moment zweistellig, wie wunderbar. Hoffen wir mal, dass das das Ergebnis davon ist, dass man die alten Menschen zuerst impft.


Ach ja. Die heutige Frage ist, warum man kein Chemie studieren sollte. Frustresistenz. Ja, die muss man haben.
Als ich anfing, zwei Naturwissenschaften zu studieren, wusste ich nicht, was auf mich zu kam. Ich fand beide einfach wahnsinnig interessant. Als Schülerin war ich entspannt, musste nicht viel tun für gute Noten. Aber diese beiden Fächer ließen mich schuften von morgens bis abends. Zwei praktische Fächer führten dazu, dass im Abzug was im Rückfluss vor sich hin köchelte und man im Nachbargebäude gleichzeitig dabei war, eine Heuschrecke zu zerlegen. Also bat man den Nachbarn in der Box aufzupassen, dass nichts überkocht und die Temperatur konstant blieb, rannte rüber, machte eine Zeichnung der Beine, rannte zurück und kippte schnell das Syntheseergebnis auf Eiswasser.
Ich habe so viel gelernt, eine kluge Planung zum Beispiel, cool bleiben auch in aussichtlosen Situationen. Und mir in kurzer Zeit Unmengen an Stoff in den Kopf zu hauen und es auch gleichzeitig zu verstehen. Prüfungen in engem Takt abzuarbeiten, den Kopf einfach auf aktuelle Ereignisse enzustellen. Und mich auf andere zu verlassen. Es war einfach nicht wichtig, ob man jemanden mochte oder nicht. Man musste gut mit ihm arbeiten können. Ich glaube, das zeichnet heute noch die naturwissenschatlichen Fachschaften an den Schulen aus. Im Ernstfall arbeitet man zusammen.

So, jetzt Frau Dr. Nguyen- Kim dazu

Ein Selbstversuch mit Alkohol


Die Musik passt heute nicht ganz, aber ich liebe sie sehr.
Walzing Mathilda,ein altes Volkslied hatte so viele Texte und so viele Interpreten.
Diese hier mag ich besonders.