Linkerei im Juli

Es ist kühl heute und ich komme einfach nicht in Gang. Dieses selbstorganisierte Hausfrauendasein ohne echte Höhepunkte ist nichts für mich. Es zerfließt alles, die Ränder werden schwammig und alles ist beliebig geworden. Sonst hau ich einfach Waschmaschine um Waschmaschine durch, bügle, räume auf, wann gerade eine Lücke ist. Jetzt ist so viel Zeit, ich könnte nach dem Plan, ja, den gibt es, alles abarbeiten. Aber es geht kaum was. Oder ist das die Erholung?
Naja, jedenfalls habe ich noch ein paar Links, die ich gerne weiter geben würde.
Fangen wir mit der Homosexualität an. Ja, es ist Thema im Biologieunterricht. Immer wieder begegnen mir da archaische Vorstellungen, die ich mich dann bemühe zurecht zu rücken. Nein, man kann das nicht beschließen, wen man anziehend findet. Nein, man will nicht die Verwandtschaft damit ärgern. Nein, auch der Satan hat damit nichts zu tun. Es ist einfach Teil der Natur. So findet man auf Nachfrage in jeder Klasse Jugendliche die eine schwulen Hund oder ein schwules Meerschweinchen haben. So finde ich diese Führung in Hellabrunn zum Thema Homosexualität bei Tieren einfach nur toll. Hallo, ihr Münchner.
Jetzt zur Botanik. Wer das Buch von Herrn Wohlleben gelesen hat, weiß, worum es geht. Pflanzen sind Lebewesen, die miteinander in Kontakt treten. Tatsächlich und ohne esoterisches Geschwurbel. Wer sich die Forscherin Suzanne Simard anschauen mag, wird sich sehr wundern.
Möchten Sie wissen, wer Poupette war und warum sie in den Pyrenäen beerdigt werden wollte? Eine berührende Geschichte bei au fil de mots .
Svenja war mit dem Motorrad auf Island. Ich mag ihre Reisegeschichten sehr, aber die aus Island gefällt mir besonders gut. Schade, dass es mittlerweile so voll geworden ist da. Sagt die Touristin.
So, jetzt schau ich mal, was meine Waschmaschine so ganz allein und ohne mich gemacht hat. Vielleicht.
Oder wie Frau Wildgans sagt:
Wieviel Unheil allein durch Nichtstun verhindert werden kann!

Linkerei im März III

Es hat sich wieder was angesammelt. Der Notarzt berichet über den Alkohol in seinem beruflichen Alltag.

Eine ältere Dame tritt ab und an auf als Tänzerin im Supermarkt.

Die Beleidigungen und Lügen nehmen zu. Man sollte sie nicht vergessen, die Geschichte des Antisemitismus

Ob es stimmt, dass auch Menschen einen Magnetsinn haben? Dann können wir ja den Kompass einpacken.

Zwischen den jungen schwangeren Kolleginnen entwickeln sich Diskussionen, was denn so natürlich ist im Geburtsbereich: dazu die Würde des Kaiserschnitts

Ein Mann vergegenständlicht die gegensätzlichen absurden Tweets eines amerikaischen Präsidenten mit flexibler Moral: Flipflops aus Trumptweets

Nachtrag: Ein Mann seiner Klasse

Linkerei im März II

Beeindruckt bin ich schon von diesem schwedischen Mädchen. Und all den Demonstrationen. Ja, wenn sie nicht Schule schwänzen würden, würde sich keiner dafür interessieren. Nein, sie schwänzen nicht, sie boykottieren, sie streiken, sie verweigern den Unterricht. Sie sorgen sich um die Welt, die wir ihnen hinterlassen. Eine politisch denkende Generation wächst heran. Ich freu mich drüber.

Um noch etwas belehrend zu werden: wissen Sie , wie man ein Kilo definiert? Und ein Meter? Genau, Urmeter und Urkilo liegen in Paris, aber die sind nicht genau. Jetzt hat man sich nochmals hingesetzt und alles ganz genau definiert.
Neue Einheiten
Erklärversuch zu den neuen Einheiten

Lydia ist blind. Sie lebt zusammen mit ihrem blinden Mann und den beiden sehenden Kindern. Sie ist in Jordanien geboren worden. Gerade hat sie einen Gast aus Palästina. Und sie bloggt.
Lydias Welt
Daran sollten wir denken, wenn wir Bilder veröffentlichen und möchten, dass auch Blinde sie „sehen“ können.
Bildbeschreibung für Blinde

Eine Frau, die ihren Chemielehrerinnen viel zu verdanken hat.
Edith Flanigen

Jenny ist Sozialarbeiterin. Sie beschloss in Rumänien zu bleiben, als sie dort zufällig eine völlig heruntergekommene Romasiedlung entdeckt hatte. Was sie dort bewirkte, hat mich sehr beeindruckt.

Eines noch.