Twitterlieblinge Januar 23

Jeden Monat denke ich, dass ich nicht mehr genug Twitterlieblinge zusammen bekomme. Ich lese halt die Zeitungen da. Und schon begegnen mir lustige Sachen.
Viel Spass.

Tote Sau und Damen aus Ohio

Es wird in keinem Gewerbe so gelogen wie in unserem.
Die Kinder tauchen ja auch immer so plötzlich auf, kein Vorlauf zur Planung, nichts. Passende Studienplätze? Bessere Arbeitsbedingungen? Ach, nö.
Als ich anfing am Gymnasium war die wöchentliche Stundenzahl, die unterrichtet werden musste, 22 Stunden. Für eine Junglehrerin gerade so zu schaffen. Zu Vorbereitung, Nachbereitung, Korrekturen, Elternarbeit, kamen noch viele schulische Veranstaltungen.
Man hat dann auf 24 Wochenstunden erhöht. Das war mit jedem Jahr Abiturkursen kaum zu stemmen. Mittlerweile hatte ich auch das Bundesland gewechselt.
Da führte man nun das Abitur im Januar ein, 12,5 Schuljahre. Und damit man nicht auf die Idee kam zu faulenzen, erhöhte man für Lehrer mit Abiturklassen die Unterrichtsverpflichtung auf 26 Wochenstunden. Die Schüler haben übrigens erst im März das Mündliche.
Da war meine Grenze erreicht, das konnte ich nicht mehr ordentlich machen. Ich reduzierte um bei Verstand zu bleiben und ohne Burnout durch meinen Alltag zu kommen. Damit erniedrige ich natürlich meine Pension erheblich.
Die Klassenteiler, also die Anzahl der Schüler pro Klasse, erhöhte sich in all der Zeit. Wir sind jetzt bei 30. Die Oberstufenkurse sind fast genau so groß mittlerweile. Den Luxus einen Kurses mit 10 oder 12 Schülern haben manchmal die Französisch- oder Lateinlehrer. Meist legt man ihnen aber die Kurse zusammen. Sie haben also in einem Raum einen Grund- und einen Leistungskurs für 3 Stunden in der Woche. In zwei weiteren Stunden erhält ein Teil der Schüler zusätzlichen Leistungskursunterricht.
Genau so wie es sich anhört, ist es auch.
Und jetzt höre und lese ich voller Erstaunen, dass man die Teilzeitkräfte Vollzeit arbeiten lassen soll, Pensionäre zurückholen und Quereinsteiger* ermutigen soll. Ohne Referendariat? Ach, den lernt schon ein Kollege ein. Wer Quereinsteiger an der Schule hat, weiß, dass es so oder so ausgehen kann.
Die Motivlage zur Ergreifung der Lehrerberufes ist da immer sehr interessant.
Den verwunderten Ministern nach handelt es sich um eine Fehlinformation. Der Beruf ist doch toll, man verdient viel und hat viel Freizeit. Ja, zuhause, am Schreibtisch.
Oder wie Jürgen Becker, der Kabarettist, sagt, das sei wie bei einem Metzger. Er schlachtet im Schlachthaus und macht seine Wurst, und kommt anschließend heim. Und da liegt wieder eine tote Sau.

Die Übersterblichkeit im Dezember, ein Rätsel. So die Morgenpost. Wie blöd kann man sein. Es nimmt ungeahnte Ausmaße an.

Jetzt wird es wieder netter.
Wir sind wieder bei TikTak. Muss i dennn……
Zwei ältere Damen aus Ohio singen.
Und so fing es an mit Mama Ingeburg: im Kindergarten?Ein bißchen Nazi sieht man im Hintergrund.
Und hier stellt sie sich vor.
Sie ist so ergreifen niedlich, dass ich ganz gerührt bin.
Einer geht noch, Akzentwechsel beim Kartoffelsalat.

Mick Jagger wusste es genau, was er im Alter tun wird. Mein Vorbild.

Solche Türöffner mag man.

Noch was Ernstes Informationen über Militärangehörige im 2. Weltkrieg kann man über das Bundesarchiv in Koblenz einholen.

Und hier ein Wettbewerb im Rückwärtsfahren.