Twitterlieblinge im Juni 19

Ein heißer Monat war das. Mit viel Arbeit und vielen Sorgen um kranke Menschen. Übe mich im Mut machen, obwohl ich weiß, wie wackelig alles ist. Das Leben ist halt kein langer ruhiger Fluss.

Hier noch die Tweets, die mir in diesem Monat gefallen haben. Twitter ist für mich eine prima Ablenkung geworden, eine schnelle Informationsquelle und eine gute Kontaktmöglichkeit mit den Menschen, die mir aus den Blogs lieb und wert sind.

Nachschub bei Anne


Twitterlieblinge im Mai Teil 2

Noch ein paar Tweets aus der ersten Hälfte des Mai.

Twitterlieblinge im Mai 19 Teil 1

Diesen Mai 2019 werde ich wohl Zeit meines Lebens nicht vergessen.Drei schwere Krankheiten in der Familie, ein wunderbares Fest, wie ich noch nie eines erlebt habe, und eine verstörende Nachricht.
Eine junge Frau, die ich persönlich getroffen habe, hat Teile ihres Lebens erfunden. Und sie hat darüber geschrieben.
Ich weiß nicht, was sie dazu gebracht hat. Ich weiß nicht, wie es ihr jetzt geht. Ich habe ihre Geschichten gerne gelesen. Dass es sich um Literatur handelt, hat sie immer wieder in den Kommentaren geschrieben, wenn jemand etwas genauer wissen wollte. Überall lese ich schnelle scharfe Urteile.
Sind wir denn Richter? Wir sind Menschen, schwach, und in so vielem unfähig. Mancher wünscht sich mehr Buntheit in seinem Leben, es gefällt ihm nicht so wie es ist. Und so erzählt er Geschichten.
Ich bin ja schon so alt, als dass ich das verurteilen könnte. Ich habe Kinder erlebt, die Eltern erfunden haben, die sie nicht hatten. Sich schwere Krankheiten ausdachten, um vielleicht beachtet zu werden, oder gar geliebt. Einer hat eine Kneipe erfunden, die er geleitet hat, neben der Schule. Und ein anderer hatte einen Uniabschluss und Arbeitsstellen, die es nie gab. Ich habe ausnahmslos alles geglaubt, bis es plötzlich aufgedeckt wurde. Keiner konnte mir erklären, wie es dazu kam.
Und jeder fiel von der obersten, angesägten Stufe der Leiter ganz nach unten, jede Stufe brach durch. Da standen sie, nackt und bloß, und alles alles andere, was sie je gesagt und gemacht haben, war nichts mehr wert.
Was muss das für eine Anspannung sein, sich die Wahrheit und das Konstrukt gleichzeitig zu merken. Und die Angst, dass eines Tages alles auffliegt, begleitet einen bis in die Träume.
Vielleicht ist es aber auch ganz anders. Vielleicht kann man verdrängen.
Ach, was soll ich sagen.
Es bleibt ein zärtliches Gefühl für all die Gefallenen.
Trotz alledem.