Corona 313, im Blog

Die Zahl der Toten ist immer noch hoch, heute über 1100.
Ich rechne schon nicht mehr in abgestürzte Flugzeuge um.
Die Schulen bleiben nun doch zu.
Die Abiturienten schreiben noch nächste Woche und haben dann Unterricht, ganz normal. Also fahr ich hin und her zwischen Schule und Homeoffice. Oder ich ziehe mit dem Laptop in die Schule. Das WLAN dort fürchtet sich schon.

Von der Vereidigung des neuen Präsidenten der USA heute haben ich nur über Twitter mitbekommen und sehe erst jetzt die Aufnahmen. Ich habe jede freie Minute heute am Schreibtisch mit Notenberechnungen zugebracht. Eintragen werde ich sie morgen.
Die Abiturarbeiten auch liegen hier. Die Arbeit geht also nicht aus.

Frau Biden sieht ein bißchen aus wie Frau Macron. Lehrerin halt. Überlege gerade, ob man mir den Beruf ansieht. Etwas streng guckend.
Herr Biden ist ja 78 Jahre alt. Im Vergleich zu seinen Jugendbildern hat es sich schon verändert. Ich weiß nicht, ob ich in dem Alter noch so viele Pflichten haben wollte.
Lady Gaga hat sehr schön gesungen. Das Kleid war hübsch mit der goldenen Taube, aber unten ein bißchen zu sehr Pralinenschachtel.

Eine Kleiderübersicht der Präsidentenfrauen über die Jahrhunderte.

Der Blues von gestern lässt nach. Habe heute in der Schule Kollegen getroffen, denen es ähnlich geht. Das hilft sehr. Mir fehlen die Menschen.

Dieses Lied widme ich dem neuen Präsidenten, dem Joe mit den samtenen Augen, dem Schlafzimmerblick. (ja, ich weiß..)

Corona 312

Malte Kreutzfeld von der TAZ macht sich immer große Mühe auf Twitter die neuesten Cornazahlen vorzustellen und auch kurz zu erläutern.

Vermutlich wird der Lockdown bis Mitte Februar gehen. Die Schule sollen zu bleiben. Mal sehen, ob Rheinland Pfalz sich wieder rausmogelt. Bei uns schlagen ja am Montag die 5er und 6er wieder zur Direktbespaßung auf.
Die anderen Schüler werden von den selben Lehrer zuhause unterrichtet. Entweder fährt die Lehrerschaft hin und her zwischen Schule und Homeoffice oder aber bleibt in der Schule und steckt sich gegenseitig an. Stellen Sie sich das vor, der Computerraum wird zum Callcenter, alle quatschen gleichzeitig.
Ach, man meint es sicher nur gut mit uns.

Ein paar Länder wachen auf. So dämmert es vielen Amerikanern erst jetzt, wie die letzten Trumpjahre so abgelaufen sind.

Und im Grossen Britannien merkt man plötzlich, dass man Zoll bezahlen muss für Pferde und Autos und dass man die Fische jetzt nicht mehr los wird. A little bit Schadenfreude Naja, sie haben ja das großartige Commonwealth und Verträge mit der Türkei, der Schweiz und Norwegen, und mit Japan. Wir werden sehen.

Besuche gibt es hier nicht mehr. Im Sommer saßen wir noch mit Menschen auf der Terrasse, jetzt kommt ab und an jemand an die Haustür, mit Maske. Heute stand einer da, er sei der Nachbar, sagte er. War er aber nicht. Die kenne ich nämlich auch mit Maske. Er kam von zwei Häusern weiter aus dem Wohnblock, der zwar bewohnt erscheint, Licht, Vorhänge, aber man sieht nie einen Menschen dort. Ich war ziemlich ruppig, glaube ich. Wie so ein einsames altes Weib am Waldrand.

So, jetzt zu Paal Flaata. Sie wissen ja mittlerweile, dass mir bei Männern mit Gitarre und warmer Stimme das Herz aufgeht.
Come tomorrow. Die Besuchsaufforderung ansich.

Er sang mal bei der Band Midnight Choir.
Muddy River of loneliness.

Und diese Band wurde benannt nach dem Hauptlied aller traurigen und einsamen Menschen.
Leonard Cohen Bird on a wire.

Sie merken, ich hab den Blues. Eine gewaltigen Blues.
Bitte lassen Sie sich nicht mit reinziehen, es geht vorbei.
Morgen wird es vorbei sei, ganz sicher.

Corona 311

Seit langem ist kein Landkreis mehr pink beim RKI.
Trotzdem liegen die Zahlen in einigen Landkreisen fast an 500.
Die Zahlen sinken, so hat man des Eindruck. Über 200 und 7000 Neuinfizierte waren es gestern. Und morgen ist die Sitzung der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin.

Salma Hayek* spielte im Film Frida Kahlo. So quirlig und hüpftig konnte die wahre Frida nicht sein. Ihre Bilder waren mir begegnet bevor ich sie kannte. Der geschundene Körper einer Frau traf mich damals wie ein Schlag: genau das war es, das Leiden! Ich fühlte es, ich hatte es erlebt. Die Bilder waren eigentlich naiv, doch nicht oberflächlich. Sie malte wie und was sie fühlte. Als ich das erste Foto von ihr sah, war es mir als ob ich sie schon immer kannte. Die Jugendbilder meiner Mutter und ihrer Schwestern sahen auch so aus. Sie versuchten, die Augenbrauen im Zaum zu halten, aber die Gesichtszüge waren ähnlich. Wie konnte das sein? Bei einer mexikanischen Malerin?Ihr Vater, Carl Wilhelm Kahlo kam aus Pforzheim. Na also, so sieht man halt aus, wenn man vom Rande des Schwarzwaldes kommt.
Ich bewundere sehr ihre Art sich zu kleiden und zu schmücken. Hier sind Originalaufnahmen zu sehen.

Und jetzt Frida Gold

  • berichtigt, danke Trulla 🙂