Lieblingsposts im Juli

Unterbrechen wir kurz die Londonserie und werfen uns auf die Posts bei Mastodon. Ich kann es nur empfehlen, viel Information und nette Dinge.
Dem Hass begegnet man hier nicht, nur netten Leute.
Ab und an schaue ich noch bei Twitter vorbei weil ein paar Leute nicht umgezogen sind, die ich gerne lese. Huiuijui, Gift und Galle wird verbreiten. Das machen meinst Accounts ohne Gesicht und eigene Einträge. Wenn Sie also mal ne Russenbotparty erleben wollen, da ist was los. Aber die Leute aus Sankt Petersburg werden langsam lustlos. Immer die selben unpassenden Kommentare mit blauem Herzen und Beleidigungen von Grünenpolitikern. Bei Tiktok übrigens auch. Haben die keine Kantine da, wo sie sich mal austauschen können? Tun sie vermutlich, kommt aber nix rum bei.
Naja, hier bei Mastodon ist es nett. Ich nutze übrigens Ice Cubes for Mastodon zum Lesen und Schreiben. Das ist ne App, die zwar am Anfang schreiende Farben bietet, aber man kann alles einstellen und ändern. Links eine Leiste, in der Mitte Beiträge wahlweise der eigenen Instanz, Lokal bei mir fnordon.de, Startseite mit anderen Abonnierten oder Föderiert mit Vorschlägen anderer Instanzen. Rechts kommen die Mitteilungen, also Briefchen von anderen Menschen mit Sternchen, Text oder privat. Ich kann es nur empfehlen. Wenn man also weg will vom Hass….

Jetzt aber die Lieblingspost.

Darwin unter Palmen

Ich versprach Aussicht, es kommt Aussicht.
Sky Garden am rechten Themseufer liefert Palmen und Baumfarne im 37. Stockwerk mit Aussicht. Das Ticket für die Terrasse ist kostenfrei, doch bis September ausgebucht.
In zwei Restaurants bekommt man Menu mit Aussicht. Sie lassen uns schon früher rauf, wir müssen uns nicht in der großen Schlange anstellen und können schauen soviel wir wollen.
Die Sonne scheint, die Themse glitzert. Es ist fantastisch. Das Essen in Darwin‘s Brasserie ist auch sehr gut. Wie immer esse ich zuerst und denke dann an Fotos. Vermutlich kann ich nur fotografieren wenn ich satt bin. Der Kellner steckt mir noch eine Visitenkarten zu, ich möge ihn bei Trivago doch loben. Ich lobe ihn hier, er war wirklich sehr zuvorkommend.


Er hat Greenwich gesagt, er hat Greenwich gesagt, bei 5:27 Uhr.
Seit ich rumkränkle benötige ich etwas Futter für‘s Gehirn. Im Stehen wird mir schnell schwindelig und ich huste und schnupfe rum, so dass Gesellschaft nicht angebracht ist. Und so höre ich den Astronauten Matthias Maurer beim Podcast Alles gesagt?
Er hält 9 Stunde durch.
Wie interessant ist das denn! Er berichtet von den Tests zu Aufnahme und worauf man achtet. Man will nämlich keine Alphatierchen dort oben.
Und das Sportlevel ist auch nicht so hoch wie ich dachte.
Gesund muss man sein und teamfähig. Dass dorthin Astronauten heimlich Münzen mitnehmen um sie danach teuer zu verkaufen, wusste ich nicht. Und dass es wider Erwarten in der Station nicht stinkt, habe ich auch jetzt erst erfahren. Er hat Materialwissenschften studiert und nicht Luft- und Raumfahrt, was im Endeffekt geholfen hat.
Die Bahn der ISS liegt übrigens so schräg, dass die USA und Russland sie erreichen können. Über Russland fliegt sie tags, damit die Wissenschaftler abends mit der Metro heim können. Die Amerikaner müssen nachts arbeiten. Es gibt richtige Arbeitszeiten, Feierabend und freie Tage an Bord. Es war mal anders, aber da sind die Leute fast verrückt geworden.


Erst mal drauf kommen

Wenn alle Jungs mit müssen

Tänzchen

Ingo und Elke

Alles auf Null

Läuft man bei der Königin den Hang hoch, ist man am Nullmeridian. Genau, der Strich von oben nach auf der Landkarte, an dem 0 Grad eingezeichnet ist. Er war nicht immer hier, und die Konkurrenz war groß. Der bekannteste war der
Ferro Meridian auf El Hierro. Man kannte zu damaliger Zeit keinen Platz, der westlicher lag. Das Ende der Welt sozusagen.
Die Breitengrade kann man recht gut berechnen. Man muss nur schauen, wann die Sonne zur Mittagszeit im Zenit steht, mit welchem Winkel sie das zum Betrachter tut. Steht sie direkt über einem, ist man am Äquator oder eben an einem anderen Ort zwischen beiden Wendekreisen. Nur dort hängt sie zu verschiedenen Jahreszeiten über einem.
Je weiter man nördlicher und südlicher kommt, desto flacher steht die Sonne, auf der Nordhalbkugel im Süden, auf der Südhalbkugel im Norden.
Zum Nachlesen.
Die Längengrade sind viel schwieriger zu bestimmen. Komplizierte Berechnungen waren früher von Nöten. So legte man eben eine Nulllinie fest, allerdings gab es deren mehrere, siehe oben, und schon hatte man sich wieder versegelt. Eine große Konferenz führte dazu, dass man die einzige Nulllinie direkt durch das Observatorium auf dem kleinen Berg bei Greenwich legte.
Somit war klar, dass wenn man sich westlich oder östlich genau 15 Grad weg bewegt, die Sonne genau eine Stunde früher oder eine später im Zenit steht, also am höchsten Punkt. Das kann man leicht ausrechnen. Die Erde ist eine Kugel, hat also bei einer Umdrehung 360 Grad zurück gelegt. Teilt man diese durch 24, soviel Stunden hat der Tag, kommen die 15 Grad von eben raus. Man muss also nur noch eine genaue Uhr auf dem Schiff haben, die auf Greenwichzeit eingestellt war, und schauen, wie weit sie von der eigenen 12 Uhr-Zeit auf dem Schiff abweicht, so weiß man, auf welchem Längengrad man gerade plätscherte.
Weicht also die Borduhr mit dem Sonnenhöchststand zwei Stunden von der Greenwichuhr ab, so war man auf dem 30 Längengrade westlich oder östlich. Sorry, war zu viel?
Jedenfalls sind im Museum auf dem Hügel ganz genaue Schiffsuhren ausgestellt. Auf dem Gebäude gibt es eine rote Kugel, die jeden Tag um 12 Uhr herunterfällt. Somit können die Schiffer auf der Themse das sehen und ihre Schiffsuhren danach eichen.
Jaja, heute gibt es GPS, satellitengestützte Navigation verwenden alle.
Unsere verschobenen Ortszeiten rund um den Globus gehen auf Greenwich zurück.
Aber schauen Sie, wie konsequent wir das umsetzen. Mittag ist fast nirgendwo Mittag.

Quelle

Parkplatz for ever
Genau hinschauen
Hüpf mit Königs
Zaungäste
Pferdestärke
Sprachen lernen
Flausch
Romantik
Tänzchen?
Rezept gefällich?
Nochmal: Sanfermin