Planlos

Ein letztes Foto aus London, dann ist die Reise zu Ende und es kehrt hier Ruhe ein. Ein bisschen Garten und drumrum müssen genügen für eine Weile. Viele kleine Arbeiten warten auf mich, Rechnungen müssen an Krankenkasse und Beihilfe eingereicht, die neuen Vorhänge sollen gekürzt werden. Sowas halt. Pläne habe ich viele, doch was ich dann wirklich anfange und besser noch, beende, wird man sehen.
Die Zeit liegt wie ein unendliches Meer vor mir, noch ohne Wellen, keine Boot in Sicht. Planlos ist schön.

Kaffeeliebe
Kein Entkommen
Alle verwandt
Räumen lernen
Wer bringt die Weihnachtsgeschenke? Eine Ziege.
…..ist in Bosnien Schubkarre…
Wölfchen
Jimmy Fallon hatte sich verlaufen in Bayern und wird nun zurück gebracht
Aladin
Zu Ende gedacht: nach mal Aladin
Heirate mich
Spiegelschloss
Unheimlich
Unglaublich
Auswanderer, aufgepasst.
Würden Sie ihm trauen?
Ernte
…brennt noch Licht
Still swimming

Mal ‘ne Mall

Es musste noch Geld getauscht und ein paar Geschenke besorgt werden für die eintreffenden Kinder. Die stehen auf Quatsch, wohingegen die Eltern pädagogisch Wertvolles vorziehen. Wo bekommt man im noblen Kensington billig aussehende Plastikgeschenke, die an der Decke kleben bleiben oder quietschen? An der Rezeption weiß man Bescheid. Im Westfield Center bekommt man alles.
Wir dackeln also nach Beschreibung Richtung Center. Eigentlich hätten wir nur den strömenden Massen an Jugendlichen folgen müssen.
Hinter dem Bahnhof Sheperds Bush tut sich eine neue Welt auf. Restaurants pflastern die Aufmarschallee.
Der Securitymensch am ersten Eingang rät uns ab. “Hier sind nur die ganz teuren Läden, nehmen Sie besser den nächsten Eingang.“
Gleicht rechts ist die Wechselstube, sie lassen sogar ein bisschen mit sich handeln. Dann kommt ein Bergwerk! Geschäft um Geschäft, Markenladen um Markenladen und das in mehreren Stockwerken.
Malls machen mich wahnsinnig. Ich habe immer das Gefühl, sie saugen mich ein, kauen mich durch und spucken mich am Abend wieder aus. Wenigstens ist alles klimatisiert, an einem so brüllend heißen Londoner Sommertag ein Segen.
Doch wo gibt es billiges Quatschzeugs für Pädagogenkinder?
Ich will schon aufgeben. Herr croco sagt aber, solche Geschäfte können sich die Miete nicht leisten. Außer ganz hinten, ganz oben.
Und genau da werden wir fündig. Ein asiatisch-indisches Mischmasch erwartet uns. Wir kaufen ein Mäppchen für das Geld in Pfund, eine Regenbogentasche für die Getränke und ganz viel kleine Würmer aus Kunststoff, die an einem Faden hängen und über die Hand gezogen werden können, oder andere, die mit Wums geschossen an der Decke kleben bleiben. Naja, wir haben noch Kaleidoskope gekauft, ein bisschen Pädagogik muss sein.
Jetzt ist alles erledigt und wir können Geschäfte gucken. Mehr als Schaufenster gibt es aber nicht, 450 Geschäfte machen mich Landpomeranze fertig. Die grösste Mall Europas! Die größte Deutschlands steht in Oberhausen, sie gehört auch Westfield und ist nur halb so groß. Und die ist mir schon zu viel. Auch das Löhrcenter in Koblenz ist mir zu groß. 250.000 qm zu 125.000 qm zu 32.000 qm, so können Sie es sich vielleicht vorstellen.
Im Centro war ich genau ein Mal, im Löhrcenter auch, und jetzt das.
Wenigsten ist es in London hell und die Decke ganz besonders.
Na gut, es gibt Churros und Kakao und ein Skelett. Und vor einem Laden tanzen sie.
Und ganz zum Schluss habe ich das Gefühl, dass der Kapitalismus gesiegt hat.


Manchmal treffen sich zwei
I don‘t speak english
You have a castle
Mit vollem Namen
Lisander Gingko
KI macht Modenschau
Palettensurfen
Olympia ist überall