Macke

Ein Mann sitzt vor einem Haus mit dem Rücken zum Betrachter. Links von ihm ist eine Tür und davor ein gelber Stuhl. Der Mann trägt einen Fes und das Bild heißt „Türkisches Café“.
Dieses Bild liebe ich so sehr, seit ich es vor vielen Jahren im Lehnbachhaus in München zum ersten Mal gesehen haben. Von meinem Lieblingsbild gibt es zwei Fassungen, ein Mal mit Tisch in der Tür, das andere Mal mit zuener Tür.
Und es wurde halt in Tunesien gemalt und nicht in der Türkei.
Jedenfalls ist es von August Macke gemalt, einem unglaublich kraftvollen und ausdrucksstarken Maler. Er lebte in Bonn.
Dort steht auch August Macke Haus. Es beinhaltet vieles aus seinem Leben, die Bilder sind meist keine Originale.
Die hängen noch bis Sommer im Kunst Museum Bonn.
Seine Lebensgeschichte ist interessant, er kannte alle großen Maler seiner Zeit. Mit Franz Marc war er befreundet, die Maler der Blauen Reiter kannte er gut. Und doch blieb er bei seiner Art etwas zu sehen. Die akademische Art zu Malen lag ihm nicht. Er verließ die Kunsthochschule in Düsseldorf ganz schnell. Das ging nur, weil er Hilfen hatte. Er wurde unterstützt vom Onkel seiner Frau, die aus wohlhabendem Hause stammte.
Im August Macke Haus erfährt man vieles aus der Zeit, in der er lebte, die Zeit zwischen Deutsch-französischen Krieg und dem ersten Weltkrieg. Er wurde Soldat und starb in Frankreich.
Das Museum ist privat und wird von einem Förderverein betrieben. So ist die Werbung leider nicht so großartig, wie man es dem Museum wünschen würde. Jedenfalls gibt es überall kompetente Menschen, die erklären und einem weiter helfen. Das ist ungewöhnlich und schön.

In seinem Atelier im Dach hat er und ein Besucher ein Bild an die Wand gemalt. Der Maler, Sie erraten es vielleicht, war Franz Marc, ein guter Freund von ihm.

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Tiktokabteilung

Sand geht auch
Theo, spann den Drachen ein
Bürospiele
Kann man versuchen
Meine Leibspeise
Was wohl?
Haufen, hübsch gemacht.
Nebelkammer, selbst gemacht
Jumping Molly
So hilf man
Ach so ist das
Familie!
Familie?
Wenn Altenheim, dann Frankreich.
Spielekind
Liebeserklärung an Frau Weidel
Bei der Beerdigung kommen halt auch Kollegen
Der böse Onkel auch
Where are you from?
Genial!

Das kann man jetzt nicht übersetzen
Zwoide Schdrof: Dr Labbaduddl von dr Klabbrgass hoad a Kend kriagd von ma Aff, dganza Klabbrgass war baff wägam Labbaduddl saim Aff!

Provocare

Ein bisschen Kunst?

In Frankfurt im Schirn gibt es gerade eine Ausstellung von Hans Haacke, einem Schüler Beuys. Ich kannte einzelne Werke, sie waren damals einfach sehr provozierend. Hier stehen sie aber alle zusammen und wirken. Die Hofbepflanzung im Reichstag kennen Sie, „Der Bevölkerung“?
Alle Abgeordneten bekamen ein Stoffsäckchen und brachten Erde mit aus ihrem Wahlkreis. Damit füllte man die Zwischenräume. Neue Abgeordnete bringen neue Erde. Für jeden, der geht, wird wieder Erde entfernt.

Als Student hatte er bei der Documenta in Kassel gearbeitet. Und dort auch Fotos gemacht von den Zuschauern. Viel später wurden sie veröffentlicht, sie waren namenlos im Archiv gelagert worden. Hans Haacke meldetet sich dann.
Er arbeitet eine Ausstellung für die MOMA in New York aus. Dazu hatte er Strassenzüge in Manhattan fotografiert und aus den Grundbüchern die Besitzer herausgesucht. Also den Besitzer. Er kam auf ein Geflecht von Holdings, die auf eine Person zurückzuführen war, Herrn Shapolsky.
Die Ausstellung wurde untersagt.
In Köln sollte er über den Mäzen Ludwig für das Ludwig Museum eine Ausstellung vorbereiten. Er kam darauf, dass nicht edle Gesinnung hinter allem steckt sondern Steuersparmodelle für seine Familie und Nötigung staatlicher Organe. Die Ausstellung „Der Pralinenmeister“ wurde abgesagt.
Es gibt so viel zu entdecken, nehmen Sie sich Zeit.
Frankfurter Rundschau dazu.

Die andere Ausstellung beinhaltet Werke von Carol Rama. Diese Turinerin verstört auf mehreren Ebenen. Ihre ersten Bilder zeigen recht viele Geschlechtsorgane, später kommen noch Augen dazu und Fahrradschläuche.
Unkonventionell und auch provokant, das trifft es. Man versteht die Bilder dann besser, wenn man erfährt, dass ihr Vater sich umgebracht hat und ihre Mutter immer wieder in der Psychiatrie war. Dort sind wohl die Nacktbilder entstanden. Jedenfalls wurde die Ausstellung damals auf Intervention des Vatikans geschlossen und die Bilder beschlagnahmt.
Die Bilder wirken nach, vor allem die dreidimensionalen. Im Film unten kann man sie gut sehen.


Frauenhosen
Falten
Rudelfoto
Pilzextase
Daisy!
Soziale Laute
Von wegen: überall gleich
Tante Tinder
Eintüten
Winterfest
Winterfest 2
Sempf
Ausprobieren
Mit Gaul