Tag 14/ Mimosen

Gestern hatte Bertolt Brecht Geburtstag. Ich wollte über ihn eigentlich schon im letzten Beitrag schreiben, habe mir gestern leider meinen Daumen gequetscht und war zu nichts mehr fähig. Jetzt geht es wieder einigermaßen. Berthold Brecht entfällt trotzdem. Die Tipperei fällt schwer und wenn ich diktiere, muss ich wieder vieles berichtigen.

Dafür gab es heute beim Hollandgärtner Mimosen! Mimosen!!!!
Ich liebe sie. Ein ganz feiner Duft schwebt jetzt durch das Wohnzimmer.
Früher hatte ich immer welche, an der holländischen Grenze gibt es das. Hier halt nicht. Einmal habe ich einen Blumenladenbesitzer gefragt, ob er mir welche mitbringen kann vom Großmarkt. Sie waren kaputt und ziemlich teuer. Ich weiß ja, dass sie nicht lange halten. Aber so ist das mit Schönheit, man kann sie nicht fassen.

Also gibt es einfach nur Links, sorry.

Alles zur USA.
Ach Bernie
Wissenschaft
Klinik
Grenze
Es geht weiter
Claudia Sheinbaum sagt es

Was viel Netteres
So geht’s vielleicht
So geht es auch
Seifenschneider in Aleppo
Cool!

Tag 13 / Versteck und Schmuddel

Hier ist ja alles irgendwie geheim und versteckt.
Eine kleine Notiz in der Zeitung und man fährt am Sonntag Nachmittag zuerst durch die Wiesen, an einem Bauernhof entlang, durch ein Dorf, am Friedhof entlang durch den Wald. Stellen Sie sich bitte die Strasse als einfach geteerter, einspuriger Weg vor. Es darf niemand entgegen kommen. Wenn doch, regelt man durch Handzeichen wer zurück oder in die Wiese fährt.
Alle haben also ein Matschauto zu manchen Jahreszeiten
Dann kommt man auf eine breitere Strasse, fährt aber bald wieder links ab in ein Dorf. Die Dorfkirche steht mittig und man muss ein bisschen suchen, wo man denn sein Autochen hinquetschen kann.
Überall aus dem Dunkeln kommen jetzt Schatten auf die Kirche zu. Man staunt, wenn man eintritt, wie viele Menschen doch da sind, voller Erwartung. Es gibt Musik. Und Menschen, deren Geschichten man kennt.
Ach, das ist schön und herzerwärmend, obwohl die Kirche kalt ist und es zieht. Man weiß es und so sind alle eingepackt wie für eine Expedition ins ewige Eis.
Danach wird ein bisschen Geld gesammelt für die Künstler und man sucht im Dunkeln nach seinem Auto. Wohl dem, der eine Taschenlampe dabei hat.


Es gab 1978 einen Prozess
über das Tagebuch von Anne Frank. Neonazis hatten behauptet, der Vater hätte das Tagebuch seiner Tochter gefälscht. Im Interview erklärt er, dass er zwei Tagebücher zusammengeführt hat. Schon damals sprach er von der Gefahr, die von den Neonazis ausgeht.
Und von der Geschichtsleugnung, die sie verbreiten.


Ich glaube, Hendryk Broder hat Herrn Merz dieses Lied schon empfohlen.
Jetzt mach ich das auch.
Ich habe kurz in die Diskussion reingeschaut. Die beiden Journalistinnen sitzen auf einem erhabenen Podest wie zwei Richterinnen, die Herren stehen. Herr Merz macht ein böses Vollstreckergesicht und Herr Scholz steht klein daneben. Was für ein Arrangement! Sowas macht man doch nicht ohne Not.
Na gut, Herr Merz, aufgepasst.


Wow!

Tag 12 nach Tabubruch/ Mafia und Schleswig

Ein bisschen Abstand zum Irrsinn tut gut. Nur muss man wach bleiben. Die Ermüdung der Bevölkerung ist zu erkennen und vielleicht auch Absicht. Trotzdem haben sich in München hundertausende versammelt um gegen die Rechten zu demonstrieren. Sogar die Kirchen und die Fussballclubs haben dazu aufgerufen. Markus Söder reagiert umgehend. Wie ein Mafiapate empfiehlt er den Kirchen Zurückhaltung mit dem Hinweis, dass der bayrische Staat ja ihre Gehälter zahle. Das Land, nicht Herr Söder persönlich. Man solle sich mehr um Abtreibung kümmern und andere christliche Themen. Jetzt dreht er hohl, der Bub.
Quelle.

Wir sind ein träges Volk, aber wenn es nach Gefahr oder Nazi riecht, merken wir es und gehen auf die Strasse.Größte Demonstrationen in Deutschland. Ich glaube wirklich, dass die meisten Menschen hier ein großes Herz haben und Anstand, wenn es gilt. Das tut unheimlich gut.

Was mich wundert, ist, dass in den USA kaum Protest aufkommt gegen den Putsch, der da gerade stattfindet.Es gab am Mittwoch einen Aufruf, dem tausende folgten. Eigentlich hätte das ganze Land aufjaulen müssen. Den Volksverpetzer-Artikel habe ich an die beiden amerikanischen Freunde geschickt. Beide haben ihn nicht gelesen, sie halten es nicht aus, sagen sie. Sie haben resigniert.

Oder wie Herr croco sagt: Regt Dich ab. Die wollen das so.

Ich habe übrigens gleich den Wahl-o-maten getestet. Er ist sich sicher, dass ich den Südschleswigschen Wählerverband SSW wählen soll. Jetzt muss ich nur noch umziehen.


Aufwachen, ein bisschen wenigstensDas kennen wir doch

Das Saarland singt
Hamburg singt
Blaue Herzen loswerden

Kugelfisch
Sie sind klein
The Queen
Eiskugel
Gemüsefrau
Orangenernte
Brieftaube