Tag 67/ Das Meer versprechen

Habe mir vorgenommen, mir nicht die Lebensfreude nehmen zu lassen.
So war ich heute mit einer Kollegin im Kino, das war schön. Der Film war sehr berührend. Es geht um einen Lehrer in Spanien, der in der Zeit des Bürgerkrieges in einem Dorf unterrichtet. Und weit weg von der gängigen Pädagogik mit den Kindern kleine Büchlein herstellt zu den Themen, die sie interessieren. Die Kinder beginnen ihn zu lieben. Er wird angefeindet vom Dorf, und was aus ihm wird, erfährt man erst zum Schluss. Die Geschichte drumrum erzählt von einer jungen Frau, die wissen will, woher der Vater ihres Großvaters kommt. Und sie trifft auf Menschen, die Massengräber aus der Francozeit ausgraben. Und sie trifft auf Mitschüler ihres Großvaters.
Ich musste ein bisschen weinen ob all der Grausamkeiten Menschen und der Menschlichkeit und der Fähigkeit dieses Lehrers.

Der Lehrer, der uns das Meer versprach.

Spass am Bad
Wir schaffen das
Wohnen wo man will
Nimm das!

Tag 66/ Sonnenschein

Nichts besonderes heute. Außer dass ich mit dem amerikanischen Freund telefoniert habe. Er hat einen Nachbarn, ehemals Republikaner, der sich aber jetzt an den Kopf fasst ob all des Irrsinns, der da produziert wird. Er sagt, dass der Präsidenten gewaltig auf den Hintern fallen wird, wenn die Leute merken, was geschieht. Na, hoffen wir mal, dass das eintrifft.

Das Wetter war schön, ich hatte Kaffeebesuch und Sprachunterricht. Heute gab es Essen, jeder hat was mitgebracht und wir haben uns eifrig bemüht, alle Begriffe aus der Küchenwelt zu können. Oder nachzuschauen.
Die einen waren schon braun gebrannt von der Gartenarbeit, die anderen immer noch bleich vom Büro.

Dann war ich noch bei der Frau Doktor, und ich hatte wieder FrauDoktorBlutdruck. Ich werde jetzt probehalber auf B-Vitamine gesetzt. Mal sehen.

Ich mag es einfach, hier über die Hügel und durch die lichten Wälder zu fahren. Der Borkenkäfer hat ja alles gekillt, was Nadeln hat. So gibt es nur noch die filigranen Äste der Laubbäume, die auf das Frühjahr warten. So viel Licht ist dort, wo früher dunkel war. Ein neues Land.

Einfach tun
Auf Land
Unter uns
Censored
Moni!
Säumige Kunden
Krähen
Nachtisch bitte
Tür iss auf
Das ist die Lage

“Karen Kahan, also known as Wyndreth Berginsdottir, wrote this song in the 1990s, inspired by her Norse heritage and Heathenry (Norse/Germanic paganism).”
Barfuß und lange Haare. So sind die wilden Tóchter.