Tag 79/ Müde und Antonio

In der Nacht war der Schlaf ein seltener Gast. So bleibt an möglicher Arbeit nur all das, was keine geistige Leistung erfordert. Blumenvasen werden geputzt, ein Mann von einer Drückerkolonne verjagt, Wäsche gemacht, Sporteln gewesen und Banksachen erledigt, letzteres nur unter massiver geistiger Anstrengung.
Was ist sonst los? Herr Merz braucht Urlaub, Donald the Dump bringt immer noch alles durcheinander und Herr Spahn bewegt sich ohne Not weiter nach rechts. Ja, soll ich denn die Beiträge hier bis in die Unendlichkeit durchnummerieren? Ich wollte ja aufhören, wenn eine demokratische Regierung am Start ist.
Die Sonne scheint schon wieder, der angedrohte Regen entpuppte sich als Spritzerchen. Und die Welt hier drumrum ist immer noch im Alarmmodus.

Fast jedes Jahr zieht er mit den Bruderschaften in der Semana Santa durch Malaga. Antonio Banderas. Man weiß es, aber er trägt immer die Spitzhaube, man erkennt ihn nicht. Vor viele Jahren stand ich knapp vor ihm und wusste es nicht. Er war mir aufgefallen, dass jemand ein bisschen ungeordnet rumlief um den eigentlichen Antreiber der Träger des Altares. Ich dachte, das ist bestimmt der Lehrling. Er stand knapp einen Meter vor mir. Woher ich das weiß? Am nächsten Morgen war er, der leicht verwirrte Rumläufer, der Aufmacher der Tageszeitungen im Hotel. „Bei dieser Bruderschaft ist er mitgelaufen!“
Ich weiß nicht, wie katholisch man sein muss, dass man den Geruch nach Weihrauch und Blumen und die Musik der vielen Blaskapellen genießen kann. Altäre in Silber, Kerzen und eine Madonna im Spitzenkleid beeindrucken. Jeder Tag ist anders, andere Kirchengemeinden tragen ihre Altäre im Gleichschritt durch die Gassen. Es sind biblische Szenen zu sehen aus der letzten Woche vor der Kreuzigung Jesus.
Semana Santa in Malaga.
Umzug der Brüderschaften.
Man denkt, dass alles gipfelt in der Auferstehungsfeier am Ostersonntag. Da gibt es aber kaum was Offizielles, man feiert in der Familie. Die Freude am Leid scheint größer zu sein.
Trotzdem sind es grandiose Tage.


Hans Rosenthal berichtet

One Woman Show

Menschen kommen auf Ideen

Verzinkter Stahlpfosten

Citroen!

Vielleicht hilft Wiederholen

Joe Dassin

Hefe

Tänzchen

Noch ein Tänzchen

Blumen!

Tag 78/ A silent sunday

Was für eine gute Nachricht: Frau Herzbruch bloggt wieder. Was zur langen Pause geführt hat, erzählt sie selbst. Aber halten Sie sich fest!

In der Nacht träume ich von Schlangen. In einer hohen Mooswand kann man kleine Moosstücke an einem Griff herausnehmen. In der ersten Öffnung schlängelt sich eine kleine grüne, die etwas züngelt. Ich verschließe die Öffnung und hebe den Deckel daneben. Da liegt eine große grüne Schlange lethargisch im Kringel mit dem Kopf müde in meine Richtung schauend. Ich schließe die Öffnung wieder. Und ich bin froh, dass ich keine Angst vor Schlangen habe.

Ansonsten gibt es Regen heute! Nicht so viel, wie man es sich gewünscht hat, aber doch. Dazwischen ist doch noch etwas Sonne zum Spazierengehen. Die neuen Kälbchen haben jetzt Ohrmarken, gucken aber immer noch ziemlich verwirrt in die Gegend. Es blühen die Birnbäume. Sie sehen dann so leicht und zerbrechlich aus.

Und es gibt Spargel, die ersten dieses Jahr. Die Freundin hatte sie als Geschenk aus Baden mitgebracht. Sehr fein! In Backpapier eingewickelt, mit Zitronen belegt und in Ofen gebacken, sind sie vorzüglich. Die Erdbeeren zum Nachtisch gibt es allerdings erst am Abend.
Dazwischen geht es an die Kellerarbeit: Wäsche in Maschine, Wäsche aus Maschine, Wäsche in den Trockner, Wäsche aus dem Trockner, zusammenlegen. Ein bisschen viel dieses Mal: vier Wochen Zeugs mit zwei Wochenendtrips und abgezogenen Betten.
Habe mit zwei Freundinnen geschrieben heute. Eine hat Arbeit bis zum Anschlag ohne Luft zu bekommen. Ich sorge mich sehr. Und mit der anderen habe ich ein Quatsch- und Kuchendate ausgemacht.
Am Abend gibt es noch Norwegische Fjorde und Isländische Vulkane im Südwestfunk.
A silent sunday.


Lava

Findet Armin Laschet

Ach ja, Vladi!

Elon Musk war da, ganz bestimmt.

Ich lieb‘s

Hero dog

We heben een hoedje gekregen

Sandkastenliebe

Flutsch

ABBA

Sich eindrehen für Soaps

Schornsteinfegerkids

Germanaki

Tag 77/ Christbaum und Gorillasex.

Heute ist schon wieder Sonne. Herrlich. Wir öffnen den Wasserhahn für den Garten, so kann ich die platten Primeln wieder zur Auferstehung bewegen. Die Traubenhyazinthen blühen, die Magnolie wirft schon ihre Blütenblätter durch die Gegend. Ich installiere Selbstleuchtelämpchen an einem Weidekorb und stelle fest, dass er danach aussieht wie ein Christbaum. Nachts sieht das schön aus, ganz bestimmt.
Der Nachbar bringt Brot an den Zaun vom Backfest und erzählt Schauriges. Zur Zeit ist hier alles schön und schrecklich.

Diese Queerfeindlichkeit der Trumperei geht mir so auf die Nerven. Gegenüber der Evangelikalen Sippe ist die Katholische Kirche ja noch ein Hort der Toleranz. Und dass es dann Umerziehung gibt in den Gemeinden gegen die von Satan beeinflusste Sexualität oder eben Kündigungen in der Armee, ist so absurd. Dass die unterschiedliche Sexualität eine Erfindung des Zeitgeistes sei und eben woke und so, ist so daneben. Sie merken, dass das Thema mich beschäftigt. Dazu noch ein Artikel des Standards. Queere Tiere Es geht auch um Gorillasex, lesen Sie ruhig.


Cringe in Chemnitz

Kleiner Buchladen mit Café