Flügelchen und Links

Heute ist der Tag, der mit vernünftigen Temperaturen besticht. Diese Hitze der letzten Tage lähmte mich, die Lethargie legte mich auf die Couch. Heute flutscht es ungemein.
Das Auto lässt sich die Schrammen schön machen und ich fahre mit dem Mietwagen durch die Gegend, außen Citroën, innen Lada. Ja, ich bin verwöhnt.
Viel zu erzählen gibt es eh nicht. Außer natürlich all die Geschichten, die ich nicht erzählen kann, die Geschichten anderer Leute.
Mannomann, die landen immer alle bei mir. Vielleicht liegt es daran, dass ich gut zuhören kann und nichts weiter erzähle.
Wenn alle tot sind, schreibe ich es auf. Aber dann hab ich auch schon Flügelchen.
So gibt es statt abenteuerlicher Geschichten eben Links aus dem Internet. Auch nicht schlecht.

Ein Macher und Betonbauer baut ein ehemaliges Schützenhaus um mit waghalsigen Treppen und Käselöchern in der Wand.
Roomtour im SWR

Zu faul zum Gucken ob ich den hier schon gepostet habe

Magisch
Sprachen können
Zeig mir den Weg
Pust pust!
https://vm.tiktok.com/ZNdUCx9kc/“ target=“_blank“>Genau hinschauen
Wenn Ihnen ganz ganz langweilig ist.
Der Ampel eine Stimme geben
Bisschen Zeit schrubben
Ich versteh Dich
Heiratsantrag
Heidi!
Lerchenfenster
Kuhklo
Freestyle Häkeln
Payaso
Das ist er, Karcocha. Ein Chilene, der als Streetartkünstler weltweit unterwegs ust.

Prozession und Kirschen

Heute ist Fronleichnam. Als Kind habe ich es geliebt, in neuen Schuhen und hellblauem Mäntelchen hinter dem Himmel mit Pfarrer und Monstranz her zu marschieren. Man ging bei der Prozession von Altar zu Altar. Dort roch es wunderbar nach den bunten Blumenteppichen. Später dann war ich dabei, Blumen zu sammeln und in den frühen Morgenstunden die Teppiche mit Blütenblättern auszulegen. Das Sammeln war eine schwierige Sache. Wir gingen von Haus zu Haus und fragten nach Blüten. Manchmal bekamen wir Pfingstrosen, mal gelbe, mal weiße Blüten, lila war selten. Es kam öfter vor, dass wir barsch zurück gewiesen wurden. Dieses katholische Brauchtum konnte man in der pietistischen Gegend nicht dulden. Dazu mault man am besten die Kinder an. Und man putze die Fenster oder machte Krach, wenn gerade die Prozession vorbei zog.
Zurück im Pfarramt gingen wir in den Keller und sortierten die Blüten nach Farben. Dazu standen Eimer bereit. Wir mussten schauen, wie die Farben zum Entwurf passten. Er musste geändert werden, wenn eine Farbe zu wenig da war. Zur Not griff man auf Torf und Sägemehl zurück. In verregneten Frühsommer war das oft der Fall.
Man hoffte überhaupt, dass es nicht regnete. Dann gab es keine Prozession, der schöne Himmel bestand ja aus Stoff und Goldfäden.
Das Kunstwerk insgesamt war eh kurzlebig. Die Gläubigen versuchten schon, nicht über den Blumenteppich zu latschen, es gelang nicht immer. Der Altar, in guten Jahren gab es sogar zwei, blieb meist bis am Nachmittag stehen, dann war die Pracht vorbei. Man fegte die Reste zusammen, baute den Altar ab und räumte alles wieder in den Pfarrkeller. Die Kreidespuren auf dem Boden waren noch ein paar Tage zu sehen.

Nachtrag: Bedeutung des Begriffes Fronleichnam

Eigentlich wollte ich was zum 17. Juni posten, was das für ein trauriger Feiertag war in meiner Kindheit und so weiter, aber dann hab ich es gelassen. Ich hab alle anderen Länder beneidet, die im Sommer ihre Nationalfeiertag hatten und den lautstark feierten. Die Leute mit Verwandten im Osten stellten Kerzen ins Fenster und gedachten all der Schikanen, denen diese Menschen ausgesetzt waren. Insofern kann ich es einfach nicht verstehen, dass man sich an diese Zeit zurück sehnt, weder im Westen noch im Osten.

Ansonsten ist hier Kirschenernte, ich hab einen neuen Aufsatz gekauft für die lange Stange. Die Bäume sind so alt, dass man keine Leiter anlegen kann. Das wäre lebensgefährlich, die Äste schlitzen und brechen bei der geringsten Belastung. Jedenfalls esse ich jeden Tag ein halbes Kilo Kirschen und habe entsprechend Bauchweh. Das ist aber egal. Zuerst dachte ich, ich kauf einen neuen Kirschenentsteiner, der alte macht eine Riesensauerei. In der Küche sieht es dann immer nach Blutbad aus.
Was mache ich dann mit den entsteinten Kirschen? Da muss ich wieder Marmelade kochen, und das bei dieser Hitze. Ich könnte auch meine traditionelle Vorgehensweise anwenden. Wenn ich keine Lust habe auf Einkochen im Hochsommer, friere ich den ganzen Krempel ein und vor Weihnachten kommt noch mal eine Phase des hauswirtschaftlichen Werkelns, da genügt es immer noch, Marmelade zu kochen. Entsteinen muss ich trotzdem.

Wenn Sie jetzt denken, kein Wunder, dass die Frau Bauchweh bekommt, isst sie auch unreife Kirschen. Nein, die Kirschen sind eben gelb, viel röter werde sie nicht. Es ist eine alte Sorte, vermutlich eine Knorpelkirsche, der Baum ist fast hundert Jahre alt.



Nina Hagen Staatsfeind
Überbestorchung
Humor killt alles
Sag ich doch: Humor
Hops
Antrag
Mutterliebe
Doch Protest, na also.
Nochmal
Sachen gibt es
Tänzchen
NaDu kleiner Radler
Texas halt
Everybody, who is not a leader

Was wird wohl sein?

Einfahrt frei machen, Schotterweg am Rosengärtchen entkrauten. Wie ich das kenne.
Es ist das ewige Auf und Ab des Lebens. Alles Leben will leben und erobert sich seinen Raum. Und ich möchte das nicht und kämpfe dagegen. Ob es meinen Garten mit den alten Bäumen, dem Gartenteich und dem Schlammtümpelchen noch gibt in fünfzig Jahren?
Ob man dann noch Quitten mag? Und Maulbeeren? Ob man die Bäume fällen wird, weil sie so hoch sind? Hier in der Gegend mag man keine hohen Bäume. Die Angst ist da, dass der Wald zurück kommt.


Das ist wie bei den Amerikanern. Sie sind vielleicht nur so hochbewaffnet, weil sie im tiefen Inneren wissen, dass jemand kommen wird, der mehr Rechte hat als sie auf das Land und alles zurückholt.
Herr Trump wird heute übrigens 79 Jahre alt. Er feiert nicht mit Torte und Enkelchen, sondern mit Panzern und missmutigen Soldaten.
Die Zuschauerränge sind dünn besetzt, die Leute sind anderswo demonstrieren. Zwischen 9 und 11 Millionen sind es wohl, die Schilder hoch halten: No Kings!
Derweilen feiert König Charles auch Geburtstag mit Soldaten. Sie haben aber keine Panzer dabei, die Uniformen sind hübsch und es sitzt ihnen ein Bär auf dem Kopf, was das noch ein bisschen lustiger macht. Vor diesem König muss man keine Angst haben, vor dem selbst ernannten über dem Atlantik schon.
Dem Argument, dass die Amerikaner sich jetzt auflehnen gegen einen Präsidenten, den sie gewählt haben und von dem klar war, wie er ist, welche Freunde er hat und was er tun wird, kommt man gerade entgegnet, dass die Wahl manipuliert wurde von Musk. Ach so. Beweise sollte man schon haben wenn man die eigenen Kurzsichtigkeit nicht zugeben will.


Israel hat erst den Gazastreifen zerbombt, jetzt ist der Iran dran. Für Krieg gibt es immer Begründung, irgendwelche, Bedrohung, Bodenschätze, Religion, was weiß ich. Vermutlich wiegt das alles des Leid nicht auf. Und dann, wenn alles kaputt und alle müde oder tot sind, baut man wieder auf. Und irgendwann geht es von Neuem los, ein ewiger Kreislauf. Frieden halten kostet Kraft, und Vertrauen.

Wie sieht die Welt wohl aus in einem Jahr?


Wie Ostdeutschland von links nach rechts rutschte. Ein Bericht einer Zeitzeugin: die Verdummung ist noch nicht überwunden.



Futter
Vom Tage. Vom heute gewesenen Tage.
Blasrohr
Kinderdübel
Autodifferential
Babybad
Pendel beruhigt
Alles weg
Landjugend
Artcar
That‘s not my name
Clever
Der Unterschied
Monsterwoche
Aushängen und los!
Mom’s area
Kommunikation ist alles
Joggen
Tänzchen