Nikokläuschen

Erinnern Sie sich noch an Klaasohm, den Brauch auf der Nordeeinsel Borkum, das Nikolausfest zu begehen?
Ein Teil der Tradition bestand darin, Frauen einzufangen und mit Kuhhörner zu schlagen. Antje stammt von der Insel und hat in diesem Jahr eine Menge Polizisten gesehen.
Wenn Sie etwas Beruhigendes sehen wollen, es gibt ein paar Webcams auf der Insel

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Die Älteren erinnern sich sicher noch an ihn, an Nikolausi.
Meine Kindheit war nikolausmäßig ebenfalls verwirrend.
Als katholisches Kind in einer kleinen Gemeinde mitten im Auge des evangelischen Pietismus war es nicht einfach.
Zu uns kam er aus Myra und brachte im Bischofskostüm kleine Geschenke. Ich schaute mit immer zuerst die Schuhe des Bischofs und wusste genau, wer drin steckte. So viele verfügbare Erwachsene gab es ja nun nicht. Alles in allem war es doch sehr nett.
Die evangelischen Freundinnen hatten da mehr Angst. Da kam auch der Nikolaus, rotes Gewand, rote Mütze und eine fürchterliche Gestalt folgte ihm. Er hieß Pelzmärte, hatte eine Rute und er zog eine rasselnde Kette hinter sich her. Der Nikolaus fragte die Kinder ab, der Pelzmärte schlug sie, wenn sie ungezogen waren. Zu uns kam er nicht, aber wir hörten ihn rasseln.
Wir bekamen einen Ersatz im roten Mantel, der freundlich war und nur ein bisschen schimpfte. An den Reitstiefeln mit dem kleinen Fuchs erkannte ich sie, es war Susi, das Nachbarsmädchen.

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Hier war der Nikolaus auch. Die Nachbarskinder wurden beglückt und zwei Freundinnen. Es blieben zwei Nikoläuse übrig. Und auf wundersame Weise sind es heute wieder fünf. Die vermehren sich vermutlich durch Folienteilung.

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Klare Sache
Archaisch
Klug gesagt