Tag der Deutschen

Heute sollte überall Party sein.
Aber wir haben ja einen Nationalfeiertag, an dem es im Oktober meist zu kühl ist um auf den Strassen zu tanzen. Aber wir würden auch im Sommer nicht tanzen. Nation ist für uns ein Begriff, der nicht greifbar ist. Wir waren schon immer Landsmannschaften, ein Land aus Bayern, Schwaben, Pfälzern, Badenern, Nordfriesen und Ostfriesen und anderen. Und seit vielen Jahren auch Thüringern und Sachsen und Mecklenburgern und Brandenburgern und so weiter. Und wir pflegen unsere Ressentiments.
Den Süddeutschen waren die Preußen suspekt mit ihrem Hierarchiedenken und all den Gehorsamsfantasien. Die Friesen fanden alles am Rheinischen Karneval verdächtig und verachtenswert. Es gäbe noch so viele andere Beispiele. Wir waren uns alle immer ein bisschen fremd.
Und jetzt kommen echte Fremde dazu.
Das alles wäre eigentlich sehr amüsant, wenn es nicht so gravierende politische Folgen hätte.
Der Westen erwartet Dankbarkeit, der Osten Respekt.
Und so feiern wir halt die Einheit nach dem Mauerfall. Eigentlich was Schönes.

Doch wer gibt uns das Einheitsgefühl? Andere Nationen haben sich einen König zugelegt für solche Fälle. Das ist eine teure Angelegenheit und man weiß nicht, was aus so einem Adel über die Jahrhunderte wird. Es springt ja noch irgendwo der Ururenkel des letzten Kaisers rum.
Ernsthaft? Da ist mir Hape Herkeling lieber.
So feiern wir merkwürdigen Deutschen eben unseren merkwürdigen Nationalfeiertag. Heute ist es ein sehr sonniger.

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Dies Wiesn ( Bitte Kommentare anschauen)

So war das

Uffbassa
Hüpf
Besuch
Nochmal Besuch
Himmelfahrt
Riesenbaby
Exponentiell