Solidarność

Immer noch bin ich sehr ergriffen von den Demonstrationen gestern.
In Hamburg waren es fast 100.000 Menschen.Wir stehen einfach nur gegen Rechts. Herr Buddenbohm war dabei. Es sah aus wie auf der Danziger Werft in den 80igern, als die Solidarność zum Streik aufrief. Sie standen auch einfach.
In vielen anderen Städten waren trotz der Kälte viele viele Menschen unterwegs, die zeigen wollten, dass es ihnen reicht mit der Hetze und der Menschenverachtung. Eine Wohltat sind die Interviews im Südwestfunk. Menschen sprechen in ganzen Sätzen und ganz ruhig, warum sie jetzt vor dem Mainzer Dom stehen. Wie unterscheidet sich doch die Sprache und das ganze Auftreten dieser Menschen von den Schreihälsen, die sie sonst ins Mikro brüllen lassen. Ich glaube auch, dass die Medien umdenken müssen. Sie geben dem Dumpfen zu viel Raum.

Ansonsten ist es hier noch kälter geworden. Die Schneehaufen säumen die kleinen Strassen. In einen solchen bin ich gestern reingerutscht, rückwärts den Berg runter. Unter dem Schnee liegt eine eine dicke Eisschicht. Die Reifen drehten durch. So habe ich Herrn croco zur Hilfe geholt. Mit Schippen bekamen wir die Räder frei. Zwei weitere nette Menschen haben dann schieben geholfen. Ein paar andere sind nur rückwärts gefahren ohne ihre Hilfe anzubieten. Ich glaube, die Solidaritätswelle hat das Dorf noch nicht voll erreicht.

Nachtrag: Christian Streich

Nun zur Spassabteilung

Sie kennen die Geschichte „Ich liebe Schnee“?

Lesen lernen

Bansky

Für Pausenaufsicht

Dumm gelaufen

Hula hula

Sehnsucht nach Blüten

Es schneit weiter. Ohne Hilfe des mitschippenden Nachbarn sähe es übel aus. Er schippt früh morgens auch bei uns, Herr croco gegen später auch bei ihm. So kommen die Schulkinder gut zum Bus und die Hundemamis müssen nicht auf der Strasse gehen.
Auf La Palma fängt schon die Mandelblüte an und man organisiert ein Saufen-und-Laufen-Event.
Und in Cannes blühen die Mimosen. Ich liebe sie so sehr, diese gelben Puschelchen und ihren ganz besonderen Duft. Früher als wir an der niederländischen Grenze wohnten, gelobt seien ihre Gärtnereien, hatte ich im Frühjahr immer welche da. Die Gärtnerei hier hat mir letzten Winter welche besorgt, sauteuer und schon ganz angetrocknet. Ach.
Frau Gnetsch treibt die Sehnsucht nach Blüten zu großen Werken. Sie kann auch Mimosen.

Sie kennen Heintje noch?

Noch ein bisschen Spass auf der Gass mit Tiktok.

Huch, plötzlich Immigrant.

Locken!

Great great great……

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt….

So lernt man Kreise

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht

Let it snow

Heute war ich mit der Friseurin verabredet. Sie arbeitet in einer ganz anderen Stadt, die strategisch recht ungünstig unten im Tal liegt. Dafür kann sie Locken schneiden. Das gleicht das alles wieder aus. Allerdings ist die Strecke nicht ohne: Kurviger Abfall mit überraschenden Wendungen.
Bei der Hinfahrt ging es noch, die Katastrophendeuter hatten sich etwas vertan mit dem Beginn. Bei der Friseurin dann schaute ich raus, und was sehe ich da, Regen. Der gefror dann sofort zu einer durchgehenden Schicht, die anschließend mit Schnee bedeckt wurde. Das war nur mein Heimweg. Im zweiten Gang Kurve und Kurve, Hügelchen und Hügelchen ohne Blick nach links oder rechts, da ging es nämlich einmal ganz runter und auf der anderen Seite ganz hoch. Ein paarmal rutschte ich etwas weg, konnte das Auto aber wieder auffangen. Es war eine Bundesstraße, was aber räumtechnisch wohl nicht heißt. Erst als ich kurz vor zu Hause war, begegnete mir ein Räumfahrzeuge mit Salzauswurf. Den hätte ich mal früher haben müssen.
Ein einziger Drängler mit auswärtiger Nummer überholte zackig, knapp vor dem Gegenverkehr zog er wieder rechts rein. Ich wünschte ihm ziemlich viel Blutdruck.
Die Vögelchen zuhause hatten indessen an einem Tag sämtliche Futterstationen abgeräumt.
Ach ja, Schulbusse fahren nicht. Oder sie fahren leer an den Hltestellen vorbei. Eltern beschließen, Kinder zuhause zu lassen und folglich selbst nicht zur Arbeit zu kommen.
Ach ja, hier oben liegen zwanzig bis dreißig Zentimeter Schnee.
Eigentlich lächlich für trained by Schwarzwald. Ich kann ja Schneeketten anlegen. Auch so eine Fähigkeit, die keinen interessiert.
Noch ein Tipp: wenn Sie wirklich Schnee schaufeln wollen, nehmen sie eine Getreideschaufel. Damit geht schippen prima. So st schiebt man ja das Elend nur von links nach rechts.