Der Dottore und das Vorurteil

Es ist schon lange her. Mein Vater war für eine große Firma für den Import und Export von Lebensmitteln zuständig. Der Repräsentant der Firma im Italien war ein sehr feiner Herr, promovierter Naturwissenschaftler mit großer Bildung und reiseerfahren. Grönland war sein liebstes Ziel, sein Hund ein Husky und die Wohnungsdeko Schneeschuhe und Eisbärefelle. Das war nur im Haus in den Bergen. Die Stadtwohnung hatte grüne Wände und alles war in Messing und Leder. Natürlich war es eine Innenstadtwohnung in bester Lage. Seine Verwandtschaft hatte ähnliche Wohnungen, groß, herrschaftlich und mit Blick auf den Hafen. Die anderen hatten eine Renaissancevilla an einem Kanal mit Anlegestelle. Es standen Mingvasen rum und ein ganz besonderer Raum hatte Zeichnungen an der Wand. Sie waren von Leonardo da Vinci auf seiner Flucht gemalt worden. Er hatte sich dort eine Weile versteckt.
Ab und an kam er uns auch besuchen, genoss das gute Essen meiner Mutter. In Italien führte er uns in Restaurants aus, die unglaublich gutes Essen kochten. Es war eine spannende Welt voller Stil und altem Reichtum, man gab nicht an, man war einfach zurückhaltend. Seine Geschenke waren immer stilvoll. Ich habe immer noch ein Lederköfferchen und mit Monogramm bestickte Handtücher.
Nach den Osterferien wurde ich mal in der Schule gefragt: Na, und wo warst Du denn in den Ferien?
Ich fing an zu erzählen, was ich so gesehen und erlebt hatte.
Ich kam nicht weit. Einer unterbracht mich:
Ach, Du warst bei den Spagettifressern!
Alle grölten, Thema beendet.
Ich habe übrigens nie wieder erzählt, wo ich denn war.
Daran muss ich denken, wenn ich diese zunehmende Ausländerverachtung sehe. So viele bilden sich so viel ein und haben doch nichts gesehen und erlebt. Was wissen sie schon über das Leben und die Menschen in anderen Ländern?
Mein Vater half ihm einmal, ein Auto anzumelden, weil der Dottore dachte, er könne zu wenig Deutsch. In der Zulassungsstelle legte er dann seine Papiere auf den Tisch. Der Mann am Schalter sprach ihn an: Wo Du haben Pass?
Der Dottore drehte sich zu meinem Vater um und fragte ihn:
Können Sie mir bitte sagen, was der Herr meint? Ich habe ihn nicht verstanden.


Es gibt tatsächlich Influencer, der mit Aufnahmen von Obdachlosen Spenden sammeln, deren weitere Verwendung unklar ist. Mein Gesicht gehört mir


Die Tage parke ich am Straßenrand in einem kleinen Dorf. Und beim Aussteigen packt mich ein Duft. So süß und lieblich, dass ich ganz kirre werde. Ich gehe ihm nach und finde einige Meter entfernt am Straßenrand eine Rose mit ganz lange Zweigen. An den Enden hängen schwer die Blüten. Es ist als blühen sie um ihr Leben.


Falsche Mail
Nur Mut

Dreck und Hühner

Dreck ist Material an der falschen Stelle.
Oder wie in der Chemie definiert wird:
Falsche Materie zur falschen Zeit am falschen Ort.

Und was ist dann Müll? Viel Dreck, den keiner mehr haben will?
Wenig Dreck, also ein winziger Fleck, heißt ja Dreckle im Schwäbischen.
Schwaben sollen ja sehr unbeliebt sein in Berlin , vielleicht auch, weil sie es gerne sauber und ordentlich haben. Wie heiß es: was den Rechten die Türken sind, sind die Schwaben für die Linken.
Noch mehr Klischees gibt es hier bei Wikipedia.

Unter Abfall bzw. Müll, genannt auch Unrat, versteht man sämtliche vom Menschen genutzte Materialien und Substanzen, welche aus der Sicht desjenigen, der deren Wert für ihn beurteilt, keinen unmittelbaren Verwendungszweck mehr erfüllen.

Wikipedia

Seit dem Fall der Mauer war ich immer wieder in Berlin. Und immer immer kam ich heim und dachte: was für eine dreckige Stadt!
Naja, mit Schülern waren wir nicht in den feinen Vierteln. Trotzdem! Es gab fast überall wo wir waren Hundedreck, alte Matratzen und Sanitätskeramik auf dem Bürgersteig. Ja, es gibt auch Viertel, die aufgeräumt und sauber sind. Ich frage mir nur, wie man das aushält. Und wie es soweit kommen konnte.
Dieser Artikel aus der Zeit stellt sich die selben Fragen.Müll in Berlin. Er macht auch etwas Hoffnung. Man kann Müll melden und er wird abgeholt. Es ist halt Aufgabe der Bürger dort.

Warum? Weil Berliner und Berlinerinnen dazu neigen, ihren Schrott vors Haus zu kippen. Oder aus dem Fenster, schimmeliges Brot, die Ratten lieben es. Verwanzte Schuhe stapeln sich auf Fensterbrettern. Fragmentierte Möbelreste liegen quer überm Bürgersteig, gerne beschildert – „zu verschenken“.

Nachtrag:Auch die Bahn setzt auf die Dreckmelder.

Wie ich auf das Thema kam? Herr Merz meinte, dass das Stadtbild durch die Ausländer negativ geprägt wird. Ich komme beim Stadtbild eher auf den Dreck, der die Innenstädte prägt.


Dass die S-Bahn als Hühnerstall taugt, war mir neu. Aber nun, die Höhner sind überall gerne dabei.


Die ungezogenen Uplader Ein Mann sucht den Weg einer Karikatur, die er selbst in Wikipedia eingestellt hat vor fast zwanzig Jahren.


Bächlesputzer
Eisrezept
Musterbild
Neuer Gesichtspunkt
Notenlotto
Becher sammeln
Zusatzqualifikation
Wild monkeys
Rutsche
Tänzchen

Kowwelenz

Die Welt hat einen Trauerrand.
Oder wie sagte meine Cousine vorher: Als Kind war ich auf dem Friedhof und die Namen auf den Steinen ware mir fast alle unbekannt. Jetzt gehe ich drüber und kenne fast jeden.

Trotzdem, dat Lewwa jeht weiter.

Ein Tag in Koblenz mit allerlei Besorgungen und Terminen.
Manchmal bleibt Zeit für Bummeln und Essen. Dieses Mal gab es das Restaurant im Globus. Das geht schneller, die Schlange für das Fleischkäsbrötchen ist ewig lang.
Die Innenstadt hat sich aufgebrezelt. Die BHs sollen auf die Kampagne gegen Brustkrebs hinweisen, die Blumen sind nur so da. Und ich weiß jetzt, dass sogar die Russen mal hier waren. Wie gesagt, Koblenz weckte schon immer Begehrlichkeiten. Vielleicht deshalb sitzt hier immer noch die Bundeswehr, wer weiß.


Füchschen
Hazel!
Zwischen allen Welten
Kennzeichenfinder
Blaskapelle
Ne gute Idee
Ranga
Basteln für Meetings
Sprache
Liebst Su mich?
Wieso fürchte ich mich?
Ach so geht das.
Schon schwer
Pudding mit Gabel
In the Nettou
Traumawanderweg
Konzert zwischen Kacheln
Ein Traum