Tag 95/ Hexennacht

Die Nacht der Hexen, die Walpurgisnacht, ist heute. Ich weiß das, ich komme gerade vom Osterfeuer: keine fliegende Hexe weit und breit. Und wir sind auf einer Hochfläche mit unserem Feuer.
Eine kurze Zusammenfassung des Frauenbildes von der Witch zu Bitch bietet die TAZ . Der Hass auf die selbstbestimmte Frau ist immer noch da.


Ein Uraltradio gibt es im Bad, das läuft auf Batterie. Ansonsten hätten wir auch keine Informationsquelle außer dem Autoradio. Die Garage geht auch per Hand auf. Wasser und Heizung gäbe es nicht, die Pumpen sind elektrisch.
Am Dorfbrunnen könnte man Wasser holen und den Kachelofen reaktivieren.
Es gibt zwei Taschenlampen und recht viele Kerzen. Ein bisschen vorbereitet sind wir. Die Zuleitung zum Dorf sind erst vor paar Jahren neu gemacht. Davor gab es durchaus stundenlangen Stromausfall. Im Nachbarkreis gibt es den immer noch wenn sich an den Leitungen Eiszapfen bilden.
Dieser Steomausfall auf der inerischen Halbinsel gibt mor schon zu denken.


Politiker und Polterinnen erleben Gewalt, wie werden beleidigt, angegriffen und mit dem Tode bedroht. Und es sind fast nur Männer, das muss ich leider sagen. Wenn man die Berichte hintereinander liest, denkt man schon, dass da was durchgebrannt ist im Land. Eine Radikalisierung im Umgang macht sich breit, die nicht mehr normal ist,


Pure Freude
Role models
Lost and found

Tag 94/ Realität und Theater

Rainer Munz ist in Moskau. Der ntv-Journalist erklärt fast jeden Tag die Lage und berichtet hier von einem Manöver im Herbst von Belarus zusammen mit Russland. Das könnte genutzt werden für einen Angriff. Es gibt Militärexperten, der sagen, dass dies vielleicht der letzte Sommer in Frieden sei.
Da denke ich an meinen Vater, der vom letzten Sommer vor dem zweiten Weltkrieg erzählt. Und die Tanten, die vom Sommer 1914 berichteten.
Es waren beide ganz besonders intensiv und schön, man ahnte, was kommt.
Aber vielleicht kommt alles doch noch ganz anders.

Ein bisschen möchte ich noch vom Theaterstück vom Samstag erzählen. Die Farm der Tiere am Schauspielhaus in Bonn Bad Godesberg. Es ist schon Tradition, dass an einem Stück im Jahr Kinder mitmachen aus den Bonner Schulen. Es nehmen auch Kinder mit Einschränkungen teil. Es ist sehr schön zu sehen, wie sie ihren Text beherrschen und wie sie sich freuen zum Schluss, wenn alles geklappt hat. Das Stück ist nur an George Orwell angelagert, die Kinder und Jugendlichen wollten nicht, dass Schweine die Herrschaft übernehmen. Sie haben auch die Orwell‘schen Regeln geändert. „Alle Tiere sind gleich, aber anders“. Die Regeln werden aufgestellt, nachdem nach einer Revolution der Bauer abgesetzt wird.
„Jedes Tier darf essen, was es will. Kein Tier darf ein anderes Tier essen.“ Die Frage kommt dann auf, was man dann essen soll. Da kommen die Pflanzen ins Spiel. Ja, man darf auch nichts essen, was sich nicht wehren kann. Und ob Pflanzen Gefühle haben, kann man nicht sagen, da man noch nicht gefragt hat.
So übernehmen der Biber, der Hahn und ich glaube, das Eichhörnchen die Herrschaft. Und plötzlich wird aus Wahrheit Lüge, die Regeln werden geändert, die Tiere müssen plötzlich mehr abgeben, als sie je schaffen. Da wird Trumps Schild mit den Prozentzahlen hoch gehalten, und der Saal lacht laut.
Die Kinder und Jugendlichen spielen so intensiv und ernsthaft, dass es eine wahre Freude ist zuzuschauen. Dabei sind die Kleinsten höchstens 8 Jahre alt.

Die Lüge ist der Wahrheit immer einen Schritt voraus.

————-

Tänzchen
Problembär
Aischhörnschen
Kannste Dir nicht ausdenken
Das auch nicht
Ever?
Leider ist das so
Universal soldier

Rührend
Pyjama
Sie fehlt mir so
Selber machen
Wenn Juristen flirten