Tag 78/ A silent sunday

Was für eine gute Nachricht: Frau Herzbruch bloggt wieder. Was zur langen Pause geführt hat, erzählt sie selbst. Aber halten Sie sich fest!

In der Nacht träume ich von Schlangen. In einer hohen Mooswand kann man kleine Moosstücke an einem Griff herausnehmen. In der ersten Öffnung schlängelt sich eine kleine grüne, die etwas züngelt. Ich verschließe die Öffnung und hebe den Deckel daneben. Da liegt eine große grüne Schlange lethargisch im Kringel mit dem Kopf müde in meine Richtung schauend. Ich schließe die Öffnung wieder. Und ich bin froh, dass ich keine Angst vor Schlangen habe.

Ansonsten gibt es Regen heute! Nicht so viel, wie man es sich gewünscht hat, aber doch. Dazwischen ist doch noch etwas Sonne zum Spazierengehen. Die neuen Kälbchen haben jetzt Ohrmarken, gucken aber immer noch ziemlich verwirrt in die Gegend. Es blühen die Birnbäume. Sie sehen dann so leicht und zerbrechlich aus.

Und es gibt Spargel, die ersten dieses Jahr. Die Freundin hatte sie als Geschenk aus Baden mitgebracht. Sehr fein! In Backpapier eingewickelt, mit Zitronen belegt und in Ofen gebacken, sind sie vorzüglich. Die Erdbeeren zum Nachtisch gibt es allerdings erst am Abend.
Dazwischen geht es an die Kellerarbeit: Wäsche in Maschine, Wäsche aus Maschine, Wäsche in den Trockner, Wäsche aus dem Trockner, zusammenlegen. Ein bisschen viel dieses Mal: vier Wochen Zeugs mit zwei Wochenendtrips und abgezogenen Betten.
Habe mit zwei Freundinnen geschrieben heute. Eine hat Arbeit bis zum Anschlag ohne Luft zu bekommen. Ich sorge mich sehr. Und mit der anderen habe ich ein Quatsch- und Kuchendate ausgemacht.
Am Abend gibt es noch Norwegische Fjorde und Isländische Vulkane im Südwestfunk.
A silent sunday.


Lava

Findet Armin Laschet

Ach ja, Vladi!

Elon Musk war da, ganz bestimmt.

Ich lieb‘s

Hero dog

We heben een hoedje gekregen

Sandkastenliebe

Flutsch

ABBA

Sich eindrehen für Soaps

Schornsteinfegerkids

Germanaki

Tag 77/ Christbaum und Gorillasex.

Heute ist schon wieder Sonne. Herrlich. Wir öffnen den Wasserhahn für den Garten, so kann ich die platten Primeln wieder zur Auferstehung bewegen. Die Traubenhyazinthen blühen, die Magnolie wirft schon ihre Blütenblätter durch die Gegend. Ich installiere Selbstleuchtelämpchen an einem Weidekorb und stelle fest, dass er danach aussieht wie ein Christbaum. Nachts sieht das schön aus, ganz bestimmt.
Der Nachbar bringt Brot an den Zaun vom Backfest und erzählt Schauriges. Zur Zeit ist hier alles schön und schrecklich.

Diese Queerfeindlichkeit der Trumperei geht mir so auf die Nerven. Gegenüber der Evangelikalen Sippe ist die Katholische Kirche ja noch ein Hort der Toleranz. Und dass es dann Umerziehung gibt in den Gemeinden gegen die von Satan beeinflusste Sexualität oder eben Kündigungen in der Armee, ist so absurd. Dass die unterschiedliche Sexualität eine Erfindung des Zeitgeistes sei und eben woke und so, ist so daneben. Sie merken, dass das Thema mich beschäftigt. Dazu noch ein Artikel des Standards. Queere Tiere Es geht auch um Gorillasex, lesen Sie ruhig.


Cringe in Chemnitz

Kleiner Buchladen mit Café

Tag 76/ Recherche und adrett

Immer wieder falle ich auf Berichterstattungen herein, die nicht genug recherchiert sind. Und das, weil ich denke, Journalisten veröffentlichen erst etwas, wenn sie es von allen Seiten beleuchtet haben. Und alle möglichen Quellen angezapft haben, deren sie habhaft werden konnten. Es geht mir darum, dass wenn jemand etwas getan hat, dafür auch belangt werden muss. Und bei einer vermeintlichen Straftat die Belege auch richtig ausgewertet werden. So bei der Tötung von palästinensischen Sanitätern im Gazastreifen. Eigentlich sah es klar aus, israelische Soldaten haben nachts beleuchtete Krankenwagen einer UN-Organisation beschossen und alle umgebracht. Dass es ein Feuergefecht gab, die Krankenwagen nicht angemeldet waren und tatsächlich Terroristen dabei waren und die Hinrichtung, wie behauptet, nicht bewiesen werden kann, hat mich sehr getroffen. Und alle Medien haben die Nachricht ohne Nachfrage verbreitet. Hier ist die Recherche über den Vorgang, der nun ganz anders aussieht. Himmel noch mal, macht doch Eure Arbeit richtig.

Heute muss ich im Fitti gleichzeitig an die Kaltmamsell und an Mequito denken. Ich will auch schön und stark werden, das Motto gefällt mir gut.
Gerade vorher hat sich das Thema Grußbekanntschaft und Schönheit miteinander verwoben.
Seit über zwanzig Jahren gehe ich in ein bestimmtes Fitnessstudio. Früher habe ich dort noch Kurse besucht, jetzt bin ich eher bei den Geräten für Ausdauer und Kraft gelandet.
Und seit über zwanzig Jahren begegnet mir eine ältere Dame, die sehr adrett ist. Die Haare sind hübsch, an den Ohren blitzt es, sie ist ein bisschen geschminkt und trägt schwarz. Dass sie Rückenprobleme hat, sieht man. Sie ist klein und zart und geht ein bisschen krumm. Wir grüßen uns immer und haben noch nie geredet. Warum auch. Heute nun war ich mit dem ganzen Geraffel fertig, fix und fertig, und ziehe mich gerade um. Die adrette Dame steht vor dem Spiegel und schaut, ob alles in Ordnung ist. Ich schaue sie an und finde das Bild entzückend, sie fängt meinen Blick auf und lächelt. Dann dreht sie sich um und kommt her zu mir. Sie spricht mich an und fragt, wie es mir geht. Sie hätte mich schon lange nicht mehr gesehen. Ob ich nicht mehr in die Kurse komme. Nein, ich bin an den Geräten zur Zeit. Ach, komm doch wieder, sagt sie. Ich bin nicht mehr schnell genug für die ganze Hopserei, sage ich. Das macht nichts, sagt sie, ich auch nicht. Komm doch!
Und das alles sagt sie einem entzückenden Akzent, sie ist Französin! Mein Herz wird warm, und mich überkommt etwas Wehmut. Ich habe all die Jahre versäumt, diese zarte und fliegende Stimme zu hören.


In Bolivien erhören sich die Preise für Nahrungsmittel, zum Teil weil Fleisch exportiert wird. Um ihrem Protest kund zu tun, gehen die Metzger auf die Strasse.
Demo mit Ohren


Was geschieht, wenn die USA alles selbst machen muss und keine billige Importe mehr da sind, zeigen diese ziemlich boshaften Chinesische Memes.


Rheinfall

Schokistreik