Unterwegs 4 Äffchen

An den Affenberg konnte ich mich kaum noch erinnern. Jetzt ist alles hochprofessionell geworden.
Und man bekommt noch mal erzählt, wie man sich zu verhalten hat. Die Kinderwagen müssen zurückbleiben, oder eben affensicher gepackt werden. Die Kinder sollen an der Hand der Eltern gehen. Es kann nämlich sein, so haben wir es auch erlebt, dass die Berberaffen im Rahmen ihrer wilden Jagd zwischen den Leuten durchrasen und manchmal Nahrungsmittel erkennen und beschlagnahmen.
Die Affen werden gefüttert, sie bekommen viel pflanzliche Nahrung, fressen aber auch Gras, Käfer und Würmer. Man sieht sie also wie Schäflein grasen. Sie fressen auch die Blätter der Bäume, was man ihnen auch ansieht. Es gibt bestimmte Futterstellen, an denen sie sich immer wieder versammeln, dort stehen auch Guides, die erklären und aufpassen.
Ich war sehr beeindruckt, wie nahe man doch den Tieren kommt und wie wenig gestört sie sich fühlen.
Das Klima am Bodensee, entspricht imWesentlichen ihrer Heimat im Atlasgebirge im Norden Marokkos. Und sie sind wohl auch von dort eingeführt worden. Sie sind die einzig freilebende Primatenart, außer dem Menschen, in Europa.Die Berberaffen in Gibraltar stammen wohl auch aus dem Atlasgebirge. Früher hatte man vermutet, dass sie eine eigene europäische Reise bilden. Ein Hoch den Gentests!
Die Mimik und Gestik ist sehr interessant zu beobachten.
Auch wie sie ihre Jungen beschützen. Das auf dem Foto ist vier Wochen alt. Es frisst schon Früchte, man sieht es aber auch saugen bei der Mutter.
Ich glaube, wir haben zwei Stunden lang geguckt, hatten dann aber selbst Hunger.

Die Filmchen mit den rasenden Äffchen sind leider nichts geworden. Die hier aber schon. Ich bau jetzt meine eigenen Filmchen in Tiktok ein, ist nicht schwer.

Äffchen bei Tiktok 1

Äffchen bei Tiktok 2

Unterwegs 3 Küken

Ach ja, die Viecher.
In diesem Sommer sind es die Störche. Im Land zwischen Donau und Bodensee brüten sie gefühlt auf jedem Kirchturmdach. Man hat ihnen Reiter gebastelt, die viel weniger Aufwand bedeuten als die alten, teuren Eisengestelle.
Die Eltern klappern und die Jungen stecken ihre schwarzen Schnäbel und ihre zerzauste Frisur in die Gegend. Kommt ein Elternteil mit dem Futter zurück, wird die Beute rausgewürgt und fliegt mitten unter die Jungen. Die müssen nun schauen wo sie bleiben und schnell zufassen, sonst wird das nichts mit dem Überleben.
Auf dem Affenberg bei Salem werden die Störche gefüttert und zeigen sich zum Dank mit vielen Nestern erkenntlich.
Auf der Rückfahrt haben wir uns die Storchenaufzucht in Bornheim angeschaut. Das Museum hatte leider gerade zugemacht, doch konnte man die Voliere sehen, in der flugunfähige Störche leben und ihre Jungen aufziehen. Diese fliegen dann mit den anderen in den Süden. Die Eltern können nicht mit, da sie Verletzungen haben, die sie flug- und zugunfähig machen.