Annette

Die Droste habe ich immer in die Schublade „Schwülstiger Hochadel“ gepackt. Den Knaben im Moor fand ich so überspannt und aufgesetzt. Ich glaube, wir haben das Gedicht nur besprochen, weil sie eine Frau war. Sei‘s drum, sie war immerhin auf dem 20 Mark Schein, es muss also Menschen geben, die das mögen. Sie hat viele Jahre in Meersburg verbracht und ist dort auch gestorben. Das Schloss in Meerburg liegt wunderschön, ist immer noch in Privatbesitz und wurde zurückhaltend renoviert. Es riecht quasi noch nach Mittelalter. Sie haben sogar ein Drehkreuz aufgebaut um den Weg zwischen Café und eigentlichem Schloss zu klären.
Interessiert hatte mich früher ihr jugendlicher Liebhaber Levin Schücking. Ich dachte immer, er hätte sich dann verheiratet, als sie sich nicht mit ihm öffentlich gezeigt hätte. Und dann war sie für immer beleidigt gewesen mit ihm.
Nun, Wikipdia erzählt eine ganz andere Geschichte. Nix Liebhaber. Schad aber auch. ( Der Briefwechsel)
Immerhin war er mit Ferdinand Freiligrath befreundet, dem Übersetzer von Robert Burns Gedicht Trotz alledem.
(Hab im Blog schon geschrieben über ihn)
Die Stufen sind schief und die Wände schwarz im Schloss, doch den Baderaum hat man auf’s Allerliebste renoviert. Mit Schaufenstermann.

Noch etwas Unterhaltung für die Aficinados.

Pilze 1

Pilze 2

Pilze 3

Marco!

Robbie!

UK!

Unterwegs 4 Äffchen

An den Affenberg konnte ich mich kaum noch erinnern. Jetzt ist alles hochprofessionell geworden.
Und man bekommt noch mal erzählt, wie man sich zu verhalten hat. Die Kinderwagen müssen zurückbleiben, oder eben affensicher gepackt werden. Die Kinder sollen an der Hand der Eltern gehen. Es kann nämlich sein, so haben wir es auch erlebt, dass die Berberaffen im Rahmen ihrer wilden Jagd zwischen den Leuten durchrasen und manchmal Nahrungsmittel erkennen und beschlagnahmen.
Die Affen werden gefüttert, sie bekommen viel pflanzliche Nahrung, fressen aber auch Gras, Käfer und Würmer. Man sieht sie also wie Schäflein grasen. Sie fressen auch die Blätter der Bäume, was man ihnen auch ansieht. Es gibt bestimmte Futterstellen, an denen sie sich immer wieder versammeln, dort stehen auch Guides, die erklären und aufpassen.
Ich war sehr beeindruckt, wie nahe man doch den Tieren kommt und wie wenig gestört sie sich fühlen.
Das Klima am Bodensee, entspricht imWesentlichen ihrer Heimat im Atlasgebirge im Norden Marokkos. Und sie sind wohl auch von dort eingeführt worden. Sie sind die einzig freilebende Primatenart, außer dem Menschen, in Europa.Die Berberaffen in Gibraltar stammen wohl auch aus dem Atlasgebirge. Früher hatte man vermutet, dass sie eine eigene europäische Reise bilden. Ein Hoch den Gentests!
Die Mimik und Gestik ist sehr interessant zu beobachten.
Auch wie sie ihre Jungen beschützen. Das auf dem Foto ist vier Wochen alt. Es frisst schon Früchte, man sieht es aber auch saugen bei der Mutter.
Ich glaube, wir haben zwei Stunden lang geguckt, hatten dann aber selbst Hunger.

Die Filmchen mit den rasenden Äffchen sind leider nichts geworden. Die hier aber schon. Ich bau jetzt meine eigenen Filmchen in Tiktok ein, ist nicht schwer.

Äffchen bei Tiktok 1

Äffchen bei Tiktok 2