Rabenflug

Gestern kreisten hunderte von Rabenvögeln um das Haus und ich habe ein Kamel gesehen. Nein, kein Okapi. Die Zeiten sind finster.
Ich weiß nicht, ob es mich freuen soll: hier im Hause ist alles gut.

Drei Freundinnen sind schwer erkrankt. Und ich merke, dass auch gute Wünsche wenig nutzen. Ist das das Schicksal, dass hier zuschlägt? Die Qual, die in jedem Leben wohnt? „Unter jedem Dach ein Ach!“ sagte die alte Nachbarin immer.
Und dabei müssen sie es aushalten, nicht ich.
So kann ich mich gerade wenig freuen an den reifen Äpfeln und den paar Blumen, die immer noch blühen.
Und doch scheint die Sonne, die Libellen fliegen und man hört Lachen aus des Nachbars Garten.
Morgen gehe ich Besuche machen und bringe Äpfel mit.

Turm mit Leuten
Bis einer heult
Basket line
Poop
Nie mehr selber machen
Nie mehr selber machen 2
Er kann‘s
Noch zweieinhalb Monate
Der Kaiser!
Sieben Schubladen
Come on Barbie
Maschinen machen Essen
Papagei klaut
Aua
Nigerian way
Kanton und Opium
Don’t take it easy
Gjaldskylda
Kennen Sie die Dörfer Salida und Carabinieri?

Reine Claude

Das Pflasterrondel ist entkrautet und der Kiesweg gerecht. Im hohen Eisenkübel haben sich Ameisen eingenistet, ein Riesennest, mehrere Kilo schwer. Ich kippe es aus und die Tiere kriechen in Formation an mir hoch. Mir reicht es. Ich hole das biologische Ameisengift. Das ist das, wofür man bei Raiffeisen keinen Schlüssel braucht. Mal sehen, ob es wirkt.
Dann gehe ich zum Jakob-Fischer-Baum nach hinten in den Garten. Die Äpfel sind noch größer als im letzten Jahr.
Zwei große Weidenkörbe voller Falläpfel wollen verarbeitet werden.
Der Nachbar bringt Renecloden vorbei und kündigt Zwetschen an für Morgen.
Himmel, welche Ernte in diesem Jahr!
Ich muss Prioritäten setzen. Apfelmus habe ich gerade genug eingefroren. So ist jetzt Kuchen dran. Der Name Renecloden kommt mir komisch vor.
Aha, Wikipedia klärt auf, Reneclaude ist eine Edelpflaume mit eingedeutschtem Namen.
„Prunes de la Reine Claude“
Es gab wirklich eineReine Claude, die Tochter von Ludwig XII von Frankreich und Ehefrau des Königs Franz I. Nach 9 Jahren Ehe starb sie mit 24 und hatte 8 Kinder geboren.
Jetzt backe ich also einen Kuchen ihr zu Ehren.


Mähdrescherbrände

Erster
Noch einer
Und noch einer


Tütentanz
Drei Sprachen erklärt
Wonderful world
Spanischer Humor
Ach so geht das
Einer regelt es
Motorsäge
Luftschritte
Made in China
Such einen aus
Vater bucht
Tetris
Reno
Kleine Welt
Was Menschen so anstellen
Katzenbaum
Sachen jiebt et!
Tänzchen

Von Magie, Mus und Mähdreschern

Ohne Not fährt niemand zu den Walen.

So muss die Stille sein, wenn große Schiffe sinken, oder Inseln untergehen.

Solche Sätze schreibt Dörte Hansen in Zur See
Satz für Satz sitzt. Die Familie Jansen nimmt immer mehr Gestalt an. Sie waren mal Kapitäne zur See, beobachten jetzt Vögel oder opfern sich dem Alkohol. Ganz nebenbei erfährt man, wie man auf den Inseln mit den Touristen lebt und sie gleichzeitig umgeht. Die Geschäftsfelder haben sich geändert mit den Jahren, Kunst und Seebestattung lohnen sich jetzt. Und manchmal bleibt jemand stur und zieht das mit Heavy Metal durch. Und es gibt den Wal und den Kampf um seine Einzelteile.
Es ist ein Hörbuch, bei dem man nichts nebenher machen kann. Nina Hoss liest, und ihre Stimme hat was Magisches. Jetzt fehlt sie mir sehr. Und ich hätte gerne, dass sie jeden Tag bei mir am Küchentisch sitzt und so redet. So käme Magie ins Haus.

Apropos Magie.
Heute Morgen habe ich Herrn croco erzählt, wie schlecht es manchen Menschen geht im Freundeskreis. Es ist ein Elend.
„Um mich herum stirbt es nur noch,“ sage ich.
In diesem Augenblick fliegt ein Kleiber gegen die Fensterscheibe in der Küche und bleibt tot liegen, die Beinchen nach oben. Er zuckt nicht mal mehr. Ich kann nicht hinschauen. Mir wird schlecht.
Herr croco beobachtet weiter. Plötzlich ruft er: “Er bewegt die Beinchen!“ Erst als der Vogel wieder sitzt und die schwarzen Äuglein umherwandern lässt, kann ich wieder schauen. Er lebt wieder und fliegt dann auch davon.
Beim späten Mittagessen auf der Terrasse berichte ich Herrn croco davon, dass ich einer Kollegin vom Kleiber erzählt habe. Und plötzlich hüpft der Vogel um den Tisch herum. Er hatte mich gehört!

Ansonsten mache ich Apfelmus. Die großen Jakob Fischer Äpfel hat der Wind in den letzten Stunden runtergeworfen. Es sind die noch nicht ganz reifen. Sie haben jetzt Dellen, aber Mus geht immer. In Stücke geschnitten, in Apfelsaft gekocht mit einer Stange Zimt und einer Vanilleschote aus Madagaskar, wird es gut werden, das Mus. In kleinen Tüten flachgedrückt, wird es eingefroren und erst im Winter darf es wieder raus, um sich um ein paar Herzchenwaffeln herum auszubreiten.

Heute Nacht wird die vierte Nacht sein mit dem tiefen Brummen. Die Mähdrescher ziehen ihre Bahnen, das Getreide muss rein, so halt auch mit Flutlicht. So geht es über Tage und Nächte. Es klingt wie ein tiefes Beben und schaut man auf die Felder, sieht es aus, als ob die Aliens endlich gelandet wären.
Und wie jedes Jahr kommt irgendwann Feueralarm und die Löschfahrzeuge aus dem ganze Umkreis treffen sich auf einem Feld: ein Mähdrescher brennt. Sie bringen das Wasser mit. Bis eine Leitung verlegt ist bis zum Bach, ist das ganze Feld abgebrannt. Das fangen sie erst gar nicht an. Wer kommt, muss die Tanks voll haben.
Mit großem Glück brennt dann nur die Maschine und ein kleines Stück der Getreidehalme.
Und man hofft, dass die Lohnunternehmer gut versichert sind.

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Spider man
Und von hinten
Nina!
Kehrwoch
Geht doch!
Geometrie for beginners
Erdnussparty
Das kleine Mädchen
Steuersadist?
Musik!
Urlaub in Polen
Lehm!
Kämpfchen
Tänzchen
Bommel
Dolly double
Beste Wolleversion
Gartendepressi
Pflanzen aus Glas
Wachsmusik
Loki hat Recht
Monocab