Die Fülle des Lebens

Ist Ihnen nach Herzkino?
In der ZDF Neo Mediathek wartet Dr. Nice auf Sie. Ein arroganter Chirurg mit kaputtener Hand landet in einem Ostseedorf, weil dort eine uneheliche Tochter von ihm aufgetaucht ist. Die Mutter ist gestorben. Ihre Freundin möchte die Tochter adoptieren. Man suchte allerdings noch die Unterlagen in einer Garage. Das Dorf sucht im Übrigen einen Arzt und Dr. Nice wird bearbeitet, beziehungsweise entarrogantifiziert, also normal gemacht. Und Josefine Preuß spielt auch mit, ja genau die aus Türkisch für Anfänger.

Seicht genug für die derzeitige Nachrichtenlage, aber nicht seicht genug, dass es nicht witzig ist.
Mein Niveau, ich kann gerade keine Nachrichten mehr gucken.

In den letzten Tage gab es die ganze Bandbreite des Lebens. Zwei Menschen aus dem Bekanntenkreis sind schwer erkrankt, allerdings mit Hoffnung, Hoffnung ist ja immer.
Dann war ich im Hospiz. Noch nie habe ich so viele freundliche Menschen an einem Tag gesehen. Herzerweichend. Es war Tag der offenen Tür. Ich sollte bei einem Quiz sagen, wie ich mir den Himmel oder Das Jenseits vorstelle. Ich möchte nur einfach meine Ruhe haben, sagte ich. Ja ob ich mir denn nichts wünschen würde, also einen Himmel oder eine Wiedergeburt. Als welches Tier ich es mir denn vorstellen könnte wieder zu kommen. Die Dame war sehr irritiert, als ich darauf bestand, dass ich es nach dem Tod einfach ruhig haben will. Keine Auferstehung bitte. Und als Tier könnte ich mir höchstens einen Regenwurm vorstellen.
Sie war noch mehr irritiert. Ich versuchte es dann einzufangen. Vielleicht hat es ja jeder so wie er es sich wünscht, die mit Wiedergeburt bekommen eine, die mit Himmel kommen dort hin und ich habe eben meine Ruhe. Sie wirkte beruhigt.
Dann gab es ein paar Stunden Altenheim, ein Fest. Es war schön und warmherzig, mit Kindergartenkindern und tollem Kuchen. Und ich sah viel Mühe beim Gehen, beim Essen, beim Reden. So wird es also mal sein.
Und wie dann die wilden Jungen im Gegensatz voller Lebensfreude über die Bühne hüpfen, singen und fröhlich sind, einen ganzen Abend lang.
So voller Kraft und Zuversicht, die Welt liegt ihnen zu Füssen.
Sie sind so stolz und freuen sich, so viel hinbekommen zu haben.

Das ist sie, die Fülle des Lebens.


Gottesdienst im Rheinland

Sing with me

Mach auf, Post ist da

Tänzchen

Noch ein Tänzchen

So sieht ein Hotel aus

In einem kühlen Grunde

Grau statt bunt

Menschen kommen auf Ideen

Frauenzimmer und Tintenfische

Doris Dörrie hat ein Buch geschrieben, Wohnen, a room of my own.

Einen Raum fürs Schreiben zu finden, das war Doris Dörrie stets das Wichtigste, wenn sie „wohnte“: In der WG in München ebenso wie im Rattenloch in New York, in der Beengtheit Japans gleichermaßen wie im Bauernhaus mit Familie. Dabei stellte sich immer wieder die Frage, welche Rolle einer Frau beim Wohnen zugewiesen wird. Immer noch und allzu oft die des Heimchens, hat sie erfahren müssen. Während des Zoom-Interviews macht sie es sich zu Hause in München auf dem Sofa bequem und erzählt.

Simone de Bouvoir , dort habe ich gelesen, dass jede Frau ein eigenes Zimmer mit Tür haben sollte. Daran habe ich mich gehalten, bis heute.
Ich habe schon alles durch, Wohnheim, Kellerzimmer, Wohnblock, und dann eben im Haus. Man kann sich einrichten in einfachen Wohnverhältnisse. Das habe ich gelernt. Und immer ein Zimmer für mich gehabt.
Zuhause hatten wir es immer schick, mit den elegantesten Möbeln von der Möbelmesse, alle fünf Jahre neu. Mein Vater liebte es, passende Lampen zu kaufen, Bodenvasen, Beistelltischchen. Und es war trotzdem individuell.
Er mochte auch besondere Formen in anderen Gegenständen, so mochte er alles von Braun.
In den Familien, mit deren Kinder wir befreundet waren, war es ganz anders. Eigene Zimmer gab es da nicht. Stockbetten in engen Räumen, bis zu drei Kinder wurden da gestapelt. Keine meiner Freundinnen hatten einen Platz für sich. Hausaufgaben machte man in der Runde am Küchentisch.
Die Familien kamen aus dem Osten als Flüchtlinge und waren froh, überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben. So wohnten oft zwei Familien in einem dieser Häuschen. Wenn sie dann zu uns kamen, schauten sie mit offenen Mund. Und mir war das sehr peinlich. Ich hatte es so viel schöner und mehr Platz als sie. Ich weiß bis heute nicht, was sie dachten. Sie kamen jedenfalls gerne.


Schauen Sie mal, was so ein Kopffüssler alles kann.
Nano Wissen über Octopusse


Ina Müller hat wieder Besuch: Mai Thi Nguyen berichtet, wie es im Labor für Organische Chemie riecht. Tatsächlich ist das ein Geruch, der in alle Fasern und jede Pore zieht. Beschreiben geht nicht, aber ich hab noch ne Kiste im Keller. Da könnte man reinschnüffeln. Ach, und sie singt: Alles ist Chemie.


Wenn Besuch kommt
Kein Mädchen mehr sein
Tänzchen
Timothy
Gute Idee
Will auch

Nachrichtenlage und Hochzeit

Von der allgemeinen Nachrichtenlage möchte ich mich im Moment fernhalten. Wer wen jetzt zu welchen Friedensverhandlungen einlädt und wer da nicht erscheint, macht mich sehr müde. Es ist ein Gerangel zwischen seltsamen Leuten, und im Moment sollte wohl der Papst als Moderator dienen.
Und langsam habe ich tatsächlich den Eindruck, Herr Trump ist ein KGB-Spion. Ich muss es leider so sagen.
Und Joe Biden ist schwer erkrankt.Irgendwo muss im Universum ein Riss sein, dass die falschen sterben und die falschen krank werden.


Zumindest einer Menschin aus dem Internet geht es verhalten besser obwohl die Voraussetzungen nicht gut waren, gar nicht gut, um genauer zu sein. So viele Menschen haben Daumen gedrückt, Kerzen aufgesteckt und viele gute Gedanken geschickt, sie sind ganz erleichtert. Und drücken jetzt für die zweite Runde, das wäre ja gelacht.


Den ganzen Abend schauen wir die Stammheim- und RAF-Dokumentationen bei der ARD. Alles nochmals zu sehen, unter ganz anderen Gesichtspunkten, ergreift mich. Stefan Aust und alle anderen Journalisten und Journalistinnen haben über die Jahrzehnte immer wieder nachgefragt, untersucht, veröffentlicht.
Aus der Zeit erinnere ich mich an die große Ohnmacht, die alle befiel, an das Blei, das auf dem Land lag. Und die Angst vor dem Terrorismus und der Polizei.
Der Prozess jährt sich jetzt zum 50. Mal.
Stammheim Zeit der Terrors
Stammheim Opfer


In Bayern und Baden Württemberg spricht man davon:der Gentest
für Tatortspuren um die Herkunft der Straftäter belegen zu können.
Die haben sie wohl nicht mehr alle! Um die Herkunft zu zeigen, braucht man einen Pass. Ein Gentest weiß nur darauf hin, wo all die Vorfahren herkommen. Er würde sich manche Politiker und manche Politikerin wundern, woher ihr eigenes Genmaterial kommt. In Bayern bin ich mir sehr sicher, dass da viel Osten drin ist. Und in Baden-Württemberg ist es eben Frankreich und die Schweiz.
(Nachtrag: die Fahndung mit Wahrscheinlichkeiten für körperliche Merkmale, die sich auf geographische Herkunft und Rassenmerkmale beziehen, halte ich für sehr problematisch).


An den Schulen ist es wieder Thema, das Handyverbot. Wenn ich mir die Bundestagssitzungen anschaue, habe ich das Bedürfnis mit einer Kiste rumzugehen und die Handys einzusammeln.


Die Zeit der Hochzeiten beginnt jetzt wieder. Im Moment sind wir raus, wenn aber Nichten und Neffe anfangen, sesshaft zu werden, geht es wieder los.
Wenn alles ehrlich zuginge, liefe es so ab.

Jetzt die romantische Version.