Johnny!

Draußen geht die Welt unter.
Und in meinem Kopf sind Geschichten.
Davon wie man in Mexico den Kinder die Schmerzen der ersten Zähne wegbekommt. Tortilla mit Chilli.
Und die von der rasanten Zunahme des rechten Gedankengutes in der normalen Bevölkerung. Vor allem bei Leuten, die mehr als eine eigene Wohnung haben, vorsichtig ausgedrückt.
Das Geschwür wächst. Ich habe keine Lust mehr auf Diskussionen, wenn man sich freut, dass diese blaue Partei gewinnt. Ich sage, für mich sind das Nazis und ich möchte nichts mit denen zu tun haben. Ende der Diskussion.

Nachtrag: Politologe über AfD-Wähler


The Professor Richard says good bye
Eigentlich fängt es schlimm an. Ein Professor (Johnny Depp!) erhält eine Diagnose, die ihn dazu bringt, sein Leben zu ändern. Sie glauben es nicht, aber das wird richtig gut. Er wird unkonventionell und hat Spass daran.
Technisch lief ein bisschen schief schief. Zum Schluss hat er statt eines Rotweinglases ein Sektglas in der Hand, der rote Lippenstift seiner Frau ist plötzlich weg.
Das Ende ist ungewiss. Und der Film besteht fast nur aus Johnny Depp.
Aber aus Johnny Depp! Das ist schon was.


Jetzt noch Tiktok
Are we human, are we dancer?Der Zopf…..

Waldemar

Fensterglotzen

Bullerbü

Diese Stimme…

Puttputtputt

Baden Baden durch kanadische Augen

Das Essen kommt gleich

Nacherleben

Es kennt ja nicht jeder jeden.

Rette die Maus

Diese Stimme 2

Der Prinz ernennt

Die liegt blöd. Verschiebt sie doch.

Purzel

Wie schön.

Wie goldig

Schiff Ahoi

Löffelchen

Ohne Bücken

Backen mit den Kleinen

Die Stimme höre ich auch.

Herrmännle

In so einem Städtchen bin ich aufgewachsen. Fachwerk, kleiner Fluss und viel Pietismus.In jungen Jahren habe ich mich durch die Bücher von Herrmann Hesse gelesen. Und vieles meiner Heimatstadt wiedererkannt.
Strenge Menschen um mich herum, fast freudlos und ihrer Meinung nach gottnah nahmen mir die Luft. In der eigenen Familie war es nicht ganz so, und doch war ich froh, dass ich in die Welt hinaus kam.
Ich hatte mir Calw anders vorgestellt, enger, dunkler. So wie ich es aus den Büchern kannte. Unterm Rad, der Roman über den verstandenen Jungen, dem im Internat fast das Leben verliert. Das Kloster Maulbronn sieht zwar recht schön aus, ein Internatsschüler hätte ich da nicht sein wollen.

Herrmännle ist unbeschreiblich lebhaft und intelligent, dabei leidet er an großer Heftigkeit. Er muss sich austoben, sonst kommt er auf Lumpereien und dann kommen Klagen von oben, unten, rechts und links: ,Hermann hat mein Kind gestoßen ! Hermann hat eine Scheibe eingeworfen ! Hermann bewirft die Nachbarskinder mit Steinen !`….Ja, er ist furchtbar lebhaft, rasch, umtriebig und folgt leider nicht“. So schrieb seine Mutter über ihn.

Im engen Antiquariat in Tübingen, in dem er seine Lehre machte, fand ich damals ein Lehrbuch für Chinesisch, das mir im Wohnheim recht bald geklaut wurde. Im Literaturarchiv in Marbach habe ich seine Bilder gesehen, die mich sehr berührten.
Das Haus in Gaienhofen am Bodensee ist mittlerweile auch ein Museum. Und in Montagnola suchte ich die Aussichten, die er in zarten Aquarellen eingefangen hat. Sein Haus habe ich erkannt, es gehört jemandem anderen. In seinem ersten Wohnhaus ist jetzt ein Museum.Die Aussicht auf den See, die ist noch da.
Jemand anders war auch da.
Nur um einen Tag bin ich verrutscht, sonst wären wir am 61. Todestag in Calw gewesen.
Seltsam, ich habe seine Bücher nie wieder gelesen, nicht mal den Steppenwolf. Und doch habe ich das Gefühl, sie sind in mir.
Und ich habe viele Jahre seine Spuren gesucht. Trotzdem bin ich erst jetzt an seinem Anfangspunkt angelangt.

Bruchsal

Bruchsal besteht aus einem Schloss, einem Gefängnis und einer sehr lebendigen Fussgängerzone.
In Geist und Blitz hab ich schon über die Badische Revolution berichtet.
Jetzt möchte ich Bilder aus dem Schloss nachliefern. Es ist ja fast alles neu, mach dem Krieg bestand das Schloss nur noch aus Krümeln.
Man nahm sich vor, das Schloss ausschließlich mit alten Techniken und Materialien zu restaurieren. Erfahren habe ich hier, dass man sich bei der Barockmalerei am Boden eine kleine Vorlage mit den Farben gemalt hat, bei passendem Licht. Zur Decke brachte man den vorher berechneten und angerührten Vorrat an Farben gleich mit hoch.

Sehr interessant sind auch die Informationen zum neuen Bruchsaler Gefängnis. Zuerst war es tatsächlich ein gemischtes, also Männer und Frauen blieben den Tag über zusammen. Bei Nacht wurden sie getrennt. Scheint sich nicht bewährt zu haben.
Gefoltert wurde nicht mehr, allerdings gab es eine Strafstuhl. Was der Unterschied zur Folter sein soll, ist mir auch nicht ganz klar.

Ich erfahre auch, dass Kreuzstiche ein revolutionärer Ausdruck waren gegen die Weißstickerei der vornehmen Leute.

Im Schloss findet gerade ein Stehempfang zu einer Hochzeit statt.
Ich glaube, viele der Gäste arbeiten im Türstehermilieu.
Ich mit meinen Vorurteilen.


Frau Wieselblog ist in Wales und berichtet von der Hitze dort.
Too hot for window display Und sie erzählt von den jugendlichen Flüchtlingen, die auf der Insel ankommen. Zuerst hat man sie in Gefängnisse gesteckt, auch welche für Sexualstraftäter, und dann in Hotels. Und jetzt sind über hundert Kinder einfach verschwunden.
Das große Britannien verrottet.


Schließ Aug und Ohr für eine Weil
Die Geschichte des Liedes