Kirk und nochwas

Als junges Mädchen hatte ich eine genaue Vorstellung meines späteren Lebens. Irgend ein wilder Beruf mit Tauchen oder Serengeti, ebenfalls mit Expeditionscharakter, sollte es sein. Ich mag ja heute immer noch Neues sehr. Heiraten wollte ich nicht. In meiner Kindheit gab es wenig freie Frauen. Sobald die Klugen verheiratet waren, wurde über sie bestimmt. Und über mich bestimmen lassen mochte ich nicht.
Frei sein und bleiben wollte ich.
Und falls ich doch heiraten würde, dann eben Captain Kirk, James T. Kirk von der Enterprise. Meine Freundin war sehr sehr in Mr. Spock verliebt.
Erst später realisiert ich, dass der Schauspieler und seine Rolle wenig miteinander zu tun hatte. Jedenfalls war dieser erst im letzen Jahr tatsächlich im Weltall für 10 Minuten. Zuerst war er euphorisch, jetzt aber sieht er das gefährdete Wunder der Erde von außen und es macht ihn traurig.
William Shanter berichtet
And now in English.

Putin bombardiert nun wahllos die gesamte Ukraine. Hier singen ukrainische Lehrerinnen.
Warum nur muss ich weinen

Noch was Nettes.

Bitteschön: Englisch

Corona 931

Dank Herrn Hauptschulblues, der die Coronazahlung weiter geführt hat, weiß ich nun den genauen Tag. 931.
Es ist wieder Zeit. Das Umfeld ist so nachlässig geworden und steckt sich gegenseitig an, das es zum Haareausrupfen ist. Nicht alle kommen ungeschoren davon.
Ich mag nicht schon wieder Kassandra spielen, aber es geht massiv los hier.

Die Raten steigen, viele Länder testen nicht mehr, aber wenn man ihre Sterberate anschaut, sieht man, dass das auch nicht hilft. Wir haben in Deutschland mittlerweile über 150.000 Tote. Einfach so ne Zahl, und es sind so viele Schicksale dahinter. Wir finden uns ab.
Auf Twitter klagen die Arbeitenden auf den Intensivstationen, dass sie voll sind und dass die Zahlen trügen würden.
Das Personal ist krank und so ist die Anzahl der Betten begrenzt.
Hier eine Übersicht über die Länder um uns rum. Es ist zum Mäusemelken.

Quelle: Our World of Data

Zeugs:

Affenkind und Wasser
Menschenkind und Wasser
Kleiner Mensch als Äffchen

Mach ihn blond

Die Neuigkeiten beschränken sich auf zwei Dinge.
Innerhalb von drei Tagen haben hier drei Bügeleisen ihren Dienst getan. Nachdem Nummer eins abgestürzt war und nur noch dampflos vor sich hin tröpfelte, stellte sich heraus, dass die Bügeleisenfront im Elektromarkt sehr übersichtlich war. Die stecken alle noch in irgendeinem Container aus China. Es waren also nur noch schwere Ungetüme übrig und ein kleines leicht und schnell, light and easy.
Das kam mit und fühlte sich sofort unwohl bei mir. Frisch eingesteckt begann es schon einen üblen Geruch zur verströmen und gab ein bisschen Dampf ab, so dass es für drei T-Shirts reichte. Dann reichte es mir. Nächsten Tag brachte ich es zurück. Wenn sie durchbrennen, machen sie das gleich, sagte die Verkäuferin. Soso.
Da immer noch kein Container aus China eingetroffen war, schaute ich mir die Bügelstationen an. Sie waren noch ungetümiger. Da mir ‘ne Freundin sowas empfohlen hatte, und das Bügeleisen selbst sehr leicht war, kam sie also mit. Jetzt ackere ich mich durch die Betriebsanleitung. Wussten Sie, dass Anschlussschlauch auf Finnisch Höyryletku heisst? Auf Dänisch Dampslange und auf Niederländisch Stoomtoevoerslang? Bildungsbügeln.
Die Dampfschlange mag ich besonders gerne.

Das andere ist die Impfung, nun gegen Omikron. So schmerzt der rechte Arm von der Coronaimpfung, der linke von der Grippeschutzimpfung. Nicht schlimm, weil ich trotz alledem nur etwas müde bin, und nicht den Flash hatte wie bei den früheren Impfungen.

Dann freue ich mich immer noch sehr über den Nobelpreis für Swante Pääbo. Dass er damals auf die Idee kam, DNA aus Neanderthalknochen isolieren zu wollen, ist schon mal genial. So kam ja heraus, dass die Verwandtschaft mit dem modernen Menschen doch enger ist als man dachte. Wenn man so durch die Museen läuft, wie ich das gerne tue, sieht man manch nachgebauten Neanderthaler. Meist sind sie verstrubbelt und haben einen dümmlichen Gesichtsausdruck. Seit die Verwandtschaft näher ist als gedacht, werden sie hellhäutiger und schauen etwas wacher. Geht doch. Ich glaube auch, dass wenn heute Neanderthaler leben würden, und sie blond wären, sie auf der Hohen Strasse in Köln nicht auffallen würden.

Jedenfalls ist Herr Pääbo dafür zuständig, dass man die Ursprünge der Gene, die einen Corona schlechter oder besser überstehen lassen, schon bei den Nenanderthalern gab.

Noch ein bißchen Zeugs.

Herr Pääbo betritt das Institut. Nach Gewinn des Nobelpreises

Begabtes Kind freut sich

Lebt‘s oder lebt‘s ned?

Schaukeltraum

Murife rennt