Ünkraut

Sie wissen, der Franzose kann hübsch.
Inszenierung ist alles. Und wenn man dann aus der Provinz kommt,so wie ich ,so ist man dermaßen unterfüttert, dass einen die Schönheit förmlich erschlägt.

Und der Franzose kann Pflanzen. Sie sind Stilmittel bei ihm.
Nicht so natürlich wie rechts des Rheines, wo manches so wachsen kann, wie es will. Nö.
Der Rasen zwischen den Straßenbahngeleisen ist akkurat geschnitten.
Die zurechtgestutzen Bäume stehen vor der Oper, die Kapuzinerkressebeete tatsächlich vor dem Rathaus.
Doch die eigene Bevölkerung scheint nicht ganz überzeugt.
„Oh, dies hier ist alles Ünkraut, einfach Ünkraut. Das holen die in den Sümpfen überall.“
So der freundliche Elsäßer, der wohl unter meinem Französisch so gelitten hat, dass er umgeswitcht ist.
Aber eine Stelle des unordentlichen Wachstums haben wir gefunden, mitten in der Nacht.
Urban gardening. Anwohner bringen Bioabfälle, gießen und dürfen ernten.

Aber warum der Weg am Kanal entlang Dellen hat, weiß ich auch nicht.

Aubette, die zweite

Nun, Herr Wolfram drängt.
Noch mehr Fotos von der Aubette.
Also, hier.
Die Blumen wurde unter Bewachung geknipst.
Dann wurde ich gemaßregelt und geschimpft.
Bedauerlicherweise konnte ich kein Französisch mehr verstehen.
Jedenfalls ist die Aubette extrem gut bewacht, falls was passiert.
Zumindest falls mal so ne deutsche Tussi Orchideen fotographiert.

Der Blick auf den Kleberplatz, den Herrn Kleber selbst und einer der Eingänge, das sind die anderen Fotos.