Schönes, Schreckliches und Trauriges

Mein Werkzeuggebrauch ist legendär. Ich kann fast alles mit dem Frühstücksmesserchen reparieren. Das hab ich von meiner Mutter gelernt, dass etwas Passendes nicht unbedingt ein Schraubendreher sein muss. Heißkleber statt Nagel, Tackern anstatt Annähen, Schuhcreme oder Edding statt schwarzer Farbe, all das geht und ist eigentlich nichts, was man erwähnen sollte. Das machen wohl viele Leute so.

Jetzt bin ich aber auf etwas Neues gestoßen, das mit viel Freude macht.
Es fängt damit an, dass ich gerne Tweed trage und ebenso gerne Kaschmirpullover. Wenn man die Sachen gut pflegt, halten sie ewig. Nur ab und an werden kleine Knäuelchen produziert, Pilling heißen die Knötchen aus Fasern.
Früher habe ich die mit Fusselrolle und Nagelschere entfernt, ein mühsames Geschäft. Später habe ich dann den Langhaarschneider von Herrn crocos Rasierapparat verwendet. Immer noch mühsam und man muss aufpassen, dass man kein Loch rein säbelt.
Gestern bin ich auf die Idee gekommen, doch das Epiliergerät zu verwenden, das normalerweise meine Beine schön glatt und flutschig hält.
Und siehe da, ein müheloses Dahingleiten über die Ärmel des Tweedblazers und die Fussel hängen zwischen den Scheiben. Ich muss sie danach nur noch rausziehen und ein bisschen nachhelfen mit dem Pinsel.
Und heute fällt mir auf, dass sich Pilling und Epilieren ähnlich anhören. To pill heißt fusseln, pilieren bedeutet nach Duden stampfen, zerstoßen, schnitzeln (besonders Rohseife zur Verarbeitung in Feinseife).
Bedeutet dann ‚epilieren’ eher Fussel entfernen oder eher die Haarwurzel zermatschen? Ich weiß es nicht.

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Manchmal sind wir hilflos, wenn es um schwer kranke Menschen geht. Kann man etwas helfen? Was soll man sagen, ohne sie zu verletzen? Was hilft ihnen weiter?
Manchmal ist es aus Unwissenheit, dass man das Falsche sagt, oder man kann sich nicht richtig einfühlen in den Zustand des kranken Menschen.
Ich habe die Tage einen Artikel gefunden, der beschreibt wie eine krebskranke Frau sich fühlt bei entsprechenden Kommentaren. Sie erklärt auch, was den Patienten wirklich gut tut. Einfach da sein für sie, ohne Tipps zu geben und die eigene Vorstellung über die Krankheit zu verbreiten.

Was ihr besonders zu schaffen machte, waren ungefragte Ratschläge. „Das war furchtbar“, sagt sie. Tipps zu alternativen Heilmethoden, Ernährung, besseren Kliniken oder angeblichen Wundermitteln – all das belastete sie mehr, als es half. „Ich habe immer nur gedacht: Seid still, ich will das alles nicht hören.“

Hier ist der Artikel über gut gemeinte Worte.

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Wie die Donauwelle durch das Internet mäandriert, kann man hier nachlesen
Holger Bielinski berichtet vom Rezept seiner Mutter und sein Weg durch die Welt.

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Wenn es ganz schlimm wird, ist Lachen nicht schlecht bevor man ganz verrückt wird.
Karikaturen

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Über die Kaltmamsell hab ich erfahren, dass Lila wieder einen Blogartikel geschrieben hat. Wenn Krieg ist, ist auf allen Seiten Krieg und Menschen sind nicht mehr sicher und leiden.
Lila erlebt in Israel den Krieg

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Eine gute Idee ist, den Flügeln neues Leben einzuhauchen. Gemeint sind die Flügel von abgebauten Windkraftanlagen.Ein Startup macht Gartenmöbel daraus. Draußen und Wind sind die Rotorblätter ja gewohnt.

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2 Gedanken zu “Schönes, Schreckliches und Trauriges

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