Corona 614

Ein Mal so angeschaut werden…

Eine andere Liebe ist die von Jane Goodall zu den Schimpansen. Sie ist neben Jaques Cousteau die Heldin meiner Jugend. Und ich hielt es für möglich, mein Leben in einer Schimpansenauffangstation im Kongo verbringen.
Das hat sich gelebt. Ein halbes Jahr habe ich dann mit Äffchen gearbeitet, keine Sorge, nichts Gemeines, nur Verhaltensbeobachtungen.
Jane Goodall hat viele Jahre Ihres Lebens mit Schimpansen im Regenwald verbracht. Ihre Beobachtungen der sozialen Interaktionen waren revolutionär. Bis dahin kannte man nur Tiere im Zoo.
Jane Goodall vermenschlicht sie nicht, schaut genau hin.
Interessant sind die Beobachtungen bei der Auswilderung der gepflegten Tiere.
Sehr interessant die Auftrennung in drei Gruppen auf drei Verschiedene Inseln. Die erste Gruppe ist die der aggressiven Tiere, die zweite die der Sonderlinge und die dritte die der Normalos. Ich musste so lachen, man sieht es ihnen an.
(ab 39:00).

Schimpansen im Kongo

Eine der beeindruckendsten Städte, in denen ich je war, ist Palermo. (Im Blog)
Man fühlt die Mafia ohne sie zu sehen.
So finde ich die Geschichte der Männer, die dagegen halten, ganz besonders.
Bürgermeister von Palermo

Reicht es!? Eine sehr berührende Aufarbeitung der Morde der NSU. Vieles geht es da über die Ignoranz und die Herzlosigkeit, das Verschwinden von Akten und einen Staat, der blind ist auf einem Auge.
Es geht auch um die Rechten im Osten. Ehrliche Worte.
Also, wenn Sie etwas Zeit haben, ab 56:00.
(danke @excellensa)

Ach ja, man muss es immer wieder spielen.

Corona 612 + 613

Man, bin ich am Anschlag.
Wir haben Fälle und stehen maskiert im Durchzug.
Mehr braucht es nicht.

Der passende Tag für die Villa Wahnfried, Wagners Wohnhaus im Schlosspark. Im Garten, da liegt er auch.
Alles ist renoviert, aber es gibt Ecken, die gruselig sind und ein bißchen nach Nazi muffeln. Hier lief der Führer rum.
Allerdings auch König Ludwig, der einen großen Teil des Bumses hier bezahlt hat. Richard Wagner war chronisch klamm und ist mehr als ein Mal irgendwo abgetaucht wegen drückender Schulden.
Die Ausstellung beinhaltet Wagners Totenmaske, die von König Ludwig übrigens auch, Wagners Mütze, Wagners Handschuhe, Kostüme aus den Inszenierungen. Die Texte dazu sind relativierend und gut. Gefallen hat mir ein Exemplar des ersten Klappstuhles aus dem Festspielhaus, breit, bequem, mit geflochtenem Sitz. Geht doch!
Gerührt hat mich dann doch Wagners Leben. Es fing nicht einfach an, geboren in Leipzig zu fürchterlichen Zeiten. Fast hätte er es nicht geschafft, unterernährt und verängstigt. Dass er nie aufgegeben hat, weiter gekämpft, liegt vermutlich an dieser Jugend.


Das war dann im Nachbarhaus, in dem Winifred lebte, eine gute Freundin Hitlers. So sieht es da auch aus.


Beeindruckt hat mich ja die
Familiengeschichte und die ganzen Dramen drumrum. Es gibt Familien, die sind so anstrengend, dass man nicht dazugehören möchte.

Das Cafe ist wirklich gut und man bekommt einen Mohnkuchen und eine warme Decke gegen den scharfen Wind.
Dort haben wir auch die Pianistinnen vom Tag davor getroffen. Aber das erzähle ich noch, morgen, oder so.

Das brauch ist jetzt, an so einem Wahnsinnstag.

Corona 611

Etwas viel im Moment, auch hier.

Der Plan war, dass im Anschluss Blumen über dem Friedhof von Las Manchas abgeworfen werden sollten. Da hat die Asche aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, die wollten Ihren SuperPuma Hubschrauber wohl nicht gefährden. Dafür hat man dann Säckeweise Blüten über dem Tal verstreut. Während also der Inselpräsident von Gomera darüber nachdenkt, welche Art von Bombe nötig sei, um unseren Vulkan zum schweigen zu bringen und sich damit in ganz Spanien zur Lachnummer gemacht hat, schafft die Armee Tatsachen und wirft aus militärischem Gerät Blüten auf uns herab.
Auf La Palma regnet es Blüten und man wünscht sich Schneeschippen.

Indigo Girl