Corona 504

Zum ersten Mal seit 8 Monaten bin ich in diesem Haus. Alles ist so, wie es immer war. Und doch ist alles anders. Die Messer liegen in der Schublade, so wie immer. Der Mantel hängt, die Rosen blühen. Gefrorene Zeit.
Und doch ist es befreiend, wieder zu gehen. Durch die Wälder zu fahren, mit offenen Verdeck. Die Sonne, der Geruch nach frisch Gemähtem. Und dann mit Freunden von ganz früher zu Abend zu essen, als sei nichts gewesen, kein Sterben, keine Pandemie.

Hier im Zentrum der Schwurbler, der Unbekehrbaren und der ersten Hotspots, ist es gut zu sehen, wie klar sich die Freunde distanzieren. Und wir reden über den Wert dem Demokratie, die man beschützen muss. Gegen die staatszersetzenden Kräfte, die sie schwächen wollen.

Hier ein älterer Artikel darüber, wie eine junge Frau sie erlebt hat in den USA, als Übung in Toleranz.
Demokratie und Schüleraustausch

Zu den Reden von Herrn Steinmeier und Frau Merkel muss ich nichts mehr sagen. Sie gingen zu Herzen. Und: ich möchte Herrn Laschet nicht zum Kanzler, bitte nicht.

Noch was Schönes.

Eines der Lieblingslieder meines Vaters. Leider ertrage ich es nicht von Hans Moser. Habe da schon ein Kindheitstrauma.

Corona 503

Der SWR hat Möglichkeiten zusammengestellt, Geld zu spenden.

Der Nachbarkreis von Ahrweiler, Neuwied, koordiniert die Hilfen.Es wurde eine Emailadresse eingerichtet, unter der sich Menschen Melden können, die helfen möchten. Unterkünfte im Umland werden benötigt.
Die Infrastruktur ist zerstört. Kein Strom, kein Gas, kein frisches Wasser, kein Handynetz. Die Straßen sind aufgerissen, alles was dort verlegt wurde, ist zerstört. Abwasserkanäle, Telefonleitungen, Gas, Strom.
Brücken fehlen. Da kann niemand mehr wohnen.

Eine gute Übersicht über die am stärksten betroffenen Regionen bietet der BBC.

Aus dem Berchtegadner Land wurden heute Nacht ebenfalls Überflutungen gemeldet.

Johnny Cash hat als Kind die Flut am Mississippi erlebt. Die Familie ist geflohen damals, und er hat ein Lied darüber geschrieben.

Well, the rails are washed out north of town
We got to head for higher ground
We can’t come back till the water comes down
Five feet high and rising
Well its five feet high and rising

Corona 502

Die Bilder dessen, was das Hochwasser angerichtet hat, sind schrecklich. Und die Geschichten auch. Ich mag‘s nicht wiederholen, nichts verlinken.
Wie sollen die Menschen weiterleben an solchen Orten ohne Wohnung? Wo bekommen sie wieder ein Obdach? Essen, Schlafen, was zum Anziehen?
Feuerwehren, THW und medizinisches Personal werden aus dem ganzen Land zusammen gezogen.
Aber mein Bundesland stemmt das nicht alleine.
In NRW ist es auch schlimm. Sie müssen sich um ihre Eigenes kümmern.
Ach.