Zwischen zwei Ozeanen 4 Viecher

Jetzt kommt der Grund, warum wir vier nach Costa Rica wollten. Es gibt dort eine Artenvielfalt, die man kaum sonst auf der Welt findet.
Keine Angst, sie bekommen keine Artenliste wie Biologen das sonst machen. Keine Bestimmungsübungen und keine lateinischen Namen, einfach nur schöne Fotos. Wir waren am Fluss, im Gebirge, im Nebelwald und an beiden Küsten. Das Klima ist unterschiedlich, wir hatten Temperaturen von 4 bis 33 Grad, unterschiedliche Luftfeuchtigkeiten, mal windige Ecken, mal keine, mal mehr, mal weniger Regen. Es gibt Monokulturen mit Ananas, Bananen, Kaffee, Kakao, Kokos- und Ölpalmen, und es gibt Mischkulturen bei den Indios in den Reservaten und anderen Kleinbauern.
Ein Viertel des Landes ist weitestgehend geschützt vor menschlichen Eingriffen. Man versucht nun, diese Reservate miteinander zu vernetzen, so dass die Tiere wandern können und so ein Genaustausch möglich ist.
Wenn Sie Fragen haben? Ich hab mich ja eingelesen.
Die Fotos sind meine, Handykamera halt. Ich mag immer lieber schauen und dann erst fotografieren. Ein Profi hatte das sicher besser gekonnt. Ich bin auf die Fotos der Mitreisenden gespannt.
Die letzten drei sind aus einem kleinen Zoo bei La Paz. Wir haben zwar Schlangen, Affen und Frösche in den Nationalparks gesehen. Aber fotogen waren sie nicht, kein Licht oder großes Rumgerenne.

8 Gedanken zu “Zwischen zwei Ozeanen 4 Viecher

  1. Ein Erdkrebs? Was hat es mit dem auf sich? (Ich würde dich ja am liebsten auf allen Wanderungen dabei haben, als kleine Auskunfts-Croco auf meiner Schulter sitzend – die mich zum einen auf Besonderheiten hinweist, die ich Laie übersehe, die mir zum anderen Fragen beantwortet. Auf der anderen Schulter eine kleine Geologin.)

    • Als Ohrwürmchen? Gute Idee. Herr croco könnte die Geologie übernehmen, das hat er auch schon studiert. Und er war so traurig darüber, dass uns nicht genug Zeit blieb, auf einen aktiven Vulkan zu klettern

      Es ist eine Landkrabbe 😊. Sie benötigen kein Wasser mehr, allerdings Feuchtigkeit. Wir haben sie Im Manuel Antonio Nationalpark in den Mangroven gesehen. Sie ist verwandt mit den Krabben auf den Weihnachtsinseln. https://en.wikipedia.org/wiki/Cardisoma_crassum

    • Gerne☺️
      Fotos sind immer nur ein Teil der Welt. Man muss den Dschungel hören und riechen. Aber die Anreise ist schon umständlich, der Aufenthalt anstrengend. Trotzdem ist der Dschungel viel viel doller als ich dachte.

  2. Die Fotos sind fantastisch, vielen Dank dafür. Handykameras haben mittlerweile eine wirklich beeindruckende  Qualität. Sowieso mag ich Fotos von Handykameras viel lieber als Künstlerfotos mit superduper Spiegelreflexkameragedöns, weil es bei einem Bild mit dem Handy halt meistens vor allem um das geht, was man grade sieht und nicht darum, irgendein besonderes Bild zu produzieren, bei dem das Künstlerische wichtiger ist als das Motiv.

    Ich war vor 25-35 Jahren auch mehrfach in Costa Rica, der Vater meiner Kinder hatte intensive Beziehungen in dieses Land, denn die hatten damals die Regelung, dass sie Menschen, die Land in Costa Rica besitzen, nicht ausliefern. Ob das heute noch gilt, weiß ich nicht, aber zu jener Zeit war das ein sehr wichtiger Grund für einen Bekannten (ehemals Notar), sich erst eine Finca in Costa Rica zu kaufen und sich anschließend mit einem größeren Betrag Geld, das eigentlich nicht ihm gehörte (Treuhandkonten), dorthin abzusetzen. Da er das Geld Menschen abgenommen hatte, die es ihrerseits auf sehr unschöne, wenngleich legale Methoden ergaunert hatten, hatte die ganze Geschichte etwas Robin Hood-artiges und ich war stets sehr fasziniert davon.

    Eine längere Zeit besaß mein Partner deshalb auch Grund und Boden in Costa Rica und wir fuhren ab und zu eben jenen Freund und unser Land besuchen, aber als wir irgendwann immer mehr Kinder hatten und ich sagte, dass ich mir zwar grundsätzlich Auswandern vorstellen könne, aber bitte nicht mit drei kleinen Kindern in diese extrem einsame und dünnbesiedelte Gegend mit nur sehr geringer Anbindung an komfortable Zivilisation und auch nicht auf der Flucht vor der deutschen Strafjustiz, die einen Besuch in Deutschland für die Dauer von 20 Jahren (Verjährung) unmöglich macht, als ich also spießig, langweilig und ehrpusselig wurde, gab der Vater meiner Kinder seine Phantasien leicht grummelnd auf und verkaufte sein Land an seinen Freund, der im Laufe der Jahre dort eine recht respektable und wirtschaftlich erfolgreiche Finca mit Rinderhaltung und landwirtschaftlicher Bewirtschaftung aufgebaut hatte.

    Meine eindrücklichste Erinnerung an Costa Rica ist zum einen der irre Sonnenbrand, den ich mir bei einem Ausflug auf den Vulkan Irazu auf den Oberschenkeln geholt habe, weil ich dort in meiner kurzen Hose sehr, sehr fror, aber Sonne verbrennt auch wenn es ansonsten kalt ist 🙂 und zum anderen, wie die Haushälterin auf der Finca am Abend diesen Sonnenbrand erfolgreich behandelte – sie ging nämlich einfach in den Garten, pflückte ein paar Aloe Vera Blätter und strich mir den Saft, der aus diesen Blättern tropfte auf die Beine. Ich hatte vorher (und nachher) noch nie so einen schmerzhaften Sonnenbrand und ich habe nie wieder einen viel weniger schmerzhaften Sonnenbrand so schnell so erfolgreich lindern können.

    • Was für eine interessante Geschichte, vielen lieben Dank dafür.
      Dass das Land nicht nur Romantiker anzieht, habe ich mir schon gedacht.
      Ich habe gelesen, dass ca. 8000 Deutsche da leben. Eine Person trafen wir ja,
      aus der Schwurblerecke, leider. Sie erzählte, dass man hier leicht eingebürgert würde.
      Viele wollen das aber nicht, und reisen noch nach einer gewissen Zeit nach Panama aus
      und dann wieder ein. Ich weiß nicht, ob es eine Meldepflicht gibt.

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