Markttour

Eine Überdosis an Weihnachtsmarkt habe ich dieses Jahr.
Zuerst der kleine im Städtchen, der eigentlich nur zum Glühweintrinken animierte. Und zum Leute treffen.
Dann war ich in Koblenz, in Mainz und in Wiesbaden. Die hatten dann ganz niedliche Stände mit Knobelspielzeug für Erwachsene, leuchtenden Glycerinseifen und gefilzten Sachen, die man sich wahlweise auf den Kopf setzen oder um den Hals wickeln konnte. Dann konnte man Backwerkzeuge kaufen, ganz schicke Sachen waren dabei. Und sogar Notenschlüssel als Ausstecherle.
Reibekuchen, Würstchen und Bananen in Schokolade gab es ebenfalls reichlich, ebenso alles, was Alkohol enthält.

In Mainz regnete es fürchterlich, andauernd trafen sich die Schirme der Besucher und verhakten sich. Man lachte und enthakte wieder. Was waren die Leute da nett! Jemand bot uns Platz an seinem Stehtisch an, ein anderer vom Nachbartisch reparierte meinen Schirm, man wurde angelächelt und es war alles herzlich und freundlich.
In Wiesbaden waren die Besucher sehr edel und distanzierter als anderswo. Kein Gerangel, es war eher ein elegantes ‚Aneinander Vorbeigleiten im Kamelhaarmantel‘. Auf dem Karussell gab es sogar eine Prinzessinenkutsche. Und der Markt heißt Sternschnuppenmarkt, vornehmer geht nicht.
Dazwischen haben wir Dinge erledigt und Besuche gemacht. Und das hört nicht auf. Es kommen noch Friedhöfe, Geburtstage und vielleicht noch eins zwei Weihnachtsmärkte. Falls Sie jetz auch Lust bekommen haben, Wikipedia hat eine Liste aller Weihnachtsmärkte in Deutschland.

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„Ein deutscher Bauer wirft nicht mit Lebensmitteln! Der Satz hat mich stark gemacht.“
Ein nichtgesagter Satz.

„Aber was anderes ist da: Ich habe immer gesagt, der langsame Morgen ist mein Traum. Dasitzen. Und erst mal Kontakt zu sich selbst aufnehmen.“

Eine Frau blickt zurück. Sie wurde angegriffen, oft unsachlich, voller Häme, und sie hat sich geschützt um nicht daran kaput zu gehen. Ein sehr eindrückliches Interview von
Renate Kuenast in der der ZEIT

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Persephone war magersüchtig, weil sie im Hades nichts gegessen hat? Oder fast nichts bis auf ein paar Granatapfelkerne? Die Tochter von Demeter wechselte von zwischen Oberwelt und Unterwelt.Interessant interpretierte Geschichte

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Noch ne interessante Sache: Gürtelrose Impfung und Demenz, die Impfung senkt wohl die Wahrscheinlichkeit, dement zu werden.

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Nikolaus in Berdesgaden
Du bekommst den Kölner aus Köln raus, aber nicht Köln aus dem Kölner
Atheistenproduktion
Mr. John putzt
A Tännschen
Da läuft Wasser aus dem Serverschrank
Mein Vater zwingt mich
Waren Sie Offizier?
Max macht Sachen
Arbeitsplatzdeko
Ein Jahr später

10 Gedanken zu “Markttour

  1. „Elegantes Aneinandervorbeigleiten“ trifft es die spezielle Wiesbadener Distanz recht gut. Ich habe da gelebt, bis ich zwölf Jahre war und bin später noch oft dort gewesen. Die einzigen, die früher auf Märkten oder Festen gerempelt haben, waren die amerikanischen Touristen.

  2. Ich gehe nur auf einen Christkindlmarkt – siehe Blog. Und treefe mich da mit einer ehemaligen Schülerin.

  3. So passend beschrieben – das elegante Vorbeigleiten im Kamelhaarmantel werde ich wahrscheinlich nie wieder vergessen 😉
    Möchte jetzt auch mal wieder nach Mainz auf den Weihnachtsmarkt! Ganz liebe Grüße von einem Mainzelmädchen im Exil 🙂

    • Exil muss ja die Hölle sein für eine Mainzerin. Ja, die Stimmung in der Stadt ist schon was ganz besonderes. Es sind nicht die Gebäude, ist wie in Köln, es ist das Lebensgefühl da.

  4. Ich bin ja eher der Weihnachtsmarktgrinch. Man sieht nicht, was angeboten wird, Menschenmassen unter sich. Vorbegleiten an den Trauben, die um die Glühweinbuden stehen – unmöglich, die Ellenbogen muss man einsetzen, um vorwärts zu kommen. Ich muss gestehen, dass ich dann agressiv werde. Als ich noch gearbeitet habe, bin in der der Mittagspause über nahe Weihnachtsmärkte geschlendert. Da konnte man wirklich sehen, was alles angeboten wurde und ich hab ab und zu auch was gekauft. Glühwein hab ich in der Pause natürlich nicht getrunken.

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