Corona 324

Wenn wir schon Ureinwohnerwoche haben: hier die Wahl zur Navajoprinzessin. Das war 2019. Ich nehme an, die Wahl 2020 fiel aus.
Jetzt ist es schrecklich da. Corona wütet im Reservat, die Gesundheitsfürsorg und die Infrastruktur sind grottenschlecht.
Die Impfstoffe werden per führerlosem Flugzeug gebracht.
Das ist der aktuelle Stand im Reservat. Auf der Karte unten sieht man, dass es ein Reservat im Reservat gibt. Da leben die Hopis.Diese sind noch viel grundsätzlicher und noch ärmer als die Navajo drumrum. Diese nehmen ihnen Stück für Stück das Land weg. Es gibt ein Hotel dort, Moenkopi Legacy, das den Hopi gehört. Ein ganz besonderer Platz. Man muss allerdings viel Zeit mitbringen. Sie haben die langsamste Rezeption der Welt.
Dafür einen Pool. Dort habe ich mich lange mit einer Krankenschwester unterhalten, die im Navajo-Krankenhaus arbeitet. Ich denke, um auszubilden.

„The virus does not move, people move it… if people stop moving, the virus stops moving and dies.“
Das fand ich auf einer
Hopiseite

Eigentlich gibt es keine Aufnahmen des legendären Adlertanzes der Hopi. Sie sind streng verboten.
Einen Tänzer habe ich gesehen, das war aber am Grand Canon.

Diese Geschichte hat mir jemand in Irland erzählt.

Cher singt darüber, wie es ist Halbblut zus sein. „Just a quater cherokee“, das ist durchaus abfällig gemeint. Habe ich selbst gehört.

Corona 323

Die Nacht nicht geschlafen, habe ich den Vormittag auf der Couch und den Nachmittag am Schriebtisch verbracht. Es ist nicht leicht im Moment. Die Abiturkorrekturen nehme sehr viel Raum ein. Gutachten müssen ebenfalls dazu geschrieben werden. Dazu kommt noch die Mailflut.
Es gab heute noch eine Direktübertragung aus dem Altenheim, mit halbvergnügter Bewohnerin. Man darf das Heim nur mit frischem Test betreten. Im Haus sind die Bereiche so getrennt, dass weder Personal noch Bewohner sich treffen können. Bisher hat es geklappt, die erste Impfung ist auch durch. Eine Sorge weniger.

Die Leute sind mit den Nerven fertig.
So hat in Gerolstein der Vermieter seinem Ärger über den Mieter Luft gemacht, mit dem Bagger.

Das Wasser steigt. Hier waren gestern die Flüsse und Bäche ausgelaufen. Jetzt ist das Wasser unten am Rhein und an der Mosel. Die nächsten Tage werden es zeigen.In Koblenz-Neuendorf bauen sie schon die Aluwände auf. Die Leute, die da wohnen, sind gelassen, haben sie ja das Erdgeschoss gefliest und müssen nur ein paar Sachen nach oben tragen.Wenn Sie schauen wollen, wie weit das Wasser schon ist, hier die Webcam. Wenn die Lampen ausgehen, ist das Wasser da.

Dass es keinen Karneval geben wird in diesem Jahr, tut mir schon leid. Die Kinder und Jugendlichen haben sich immer sehr darauf gefreut.
Ein trauriges Clownslied für heute. David Cassidy mochte ich mal sehr. Er hat sein Leben aber dem Alkohol und anderem Zeugs gewidmet, so dass neue Aufnahmen nicht mehr schön sind. 2002 war ich in den USA und er trat in Las Vegas auf. Es war mir dann doch weit von New Mexico aus. Später habe ich Videos dazu gesehen und ich war froh drum.

Corona 322

Plötzlich sind überall nur noch medizinische Masken zu sehen. Meine heutige habe ich versaut. So als ob nichts wäre, habe ich mich einfach geschminkt, wie ganz viel früher. Welche Teile des Gehirns sind jetzt angebaggert?
Die Tage habe ich festgestellt, dass mein Gehirn auch noch Gesichter erfindet.
Bei der Zeugniskonferenzen über Videoschalte gab es mir völlig unbekannte Menschen. Das waren die neuen Kollegen und Kolleginnen, die ich nur in Maske kenne und bei denen ich mir die untere Hälfte dazu gedacht habe. Und ich habe mich sehr vertan. Ich war sogar ein bißchen enttäuscht.

Im Thunfischsandwich ist kein Thunfisch.
Was mich nicht weiter erstaunt. Mit dieser Belegte-Brötchen-Kette habe ich meine eigenen Erfahrungen. Normalerweise esse ich alles, vertrage aber manches eben nicht. Meist sind es Zusatzstoffe zur Konservierung. Naja. In dem Brötchen, das ich da gegessen habe, muss viel von all dem drin gewesen sein.

Zwei ARTE-Sendungen möchten Ihnen ans Herz legen.
Zum einen die Serie Mystery Road. Sie spielt im Outback, im Lebensraum der Aboriginies. Die Landschaftsaufnahmen sind zum Niederknien. Und es ist eine besondere Welt, die die man mitgenommen wird. Seit ich Traumpfade von Bruce Chatwin gelesen habe, und das ist schon ewig her, finde ich diese Welt in der Welt besonders faszinierend. Der Held, ein Polizist in schwierigen Familienverhältnissen und auch Ureinwohner, soll das Verschwinden zweier junger Männer klären. Er stößt auf eine Mauer des Schweigens. Und hat zudem noch eine Ortspolizistin, die ihm zuerst nicht wohlgesonnen ist. Die Rolle ist übrigens toll besetzt mit Judy Davis.

So auch der Film Whale rider auf ARTE. Es geht um ein Mädchen, das aus einer Häuptlingsfamilie der Maori stammt. Doch wird sie leider nicht in den traditionellen Techniken ausgebildet, da sie ein Mädchen ist. Der Großvater, bei dem sie lebt, leidet darunter, dass es keinen männlichen Nachkommen gibt. Doch sie liebt ihn weiter und überzeugt ihn nach und nach. Sie singt sogar die Wale herbei.Es sind zauberhafte und beeindruckende Bilder. Wahle Rider bei Wiki.
Bei den Dreharbeiten ist die Schauspielerin Keisha Castle-Huges beim Walritt fast ertrunken. Viel später spielte sie in Game of Thrones als Obara Sand mit.

Yothu Yindi ist eine australische Band, die schon mit Peter Maffey zusammen gespielt hat. Ihre Musik ist traditionell und modern.

Wenn man genau hin hört, erkennt man die Stimme von Peter Maffey.