Corona 184

„Isch kann meine Schwester nischt leiden, ertrage sie nischt!“
„Die isch so haram, isch sag Dir!“
„Jou, die isch sowas von haram!“
Schulhofgespräch.

Ansonsten ist business as usual.
Die einen machen ihre Aufgaben nicht und müssen geschimpft werden.
Die anderen fühlen den Druck des nahen Abiturs und zerlegen jeden Satz im Buch, so dass sie bloß alles verstehen. Und um einen anderen sorge ich mich sehr. 

Im Lehrerzimmer gibt es seit Corona nichts mehr zu essen. Bis dahin stand eigentlich jeden Tag was rum zum Futtern. Nicht mal mehr Äpfel gibt es.

Es gibt einen neuen Coronaclip. Mir kommen fast alle Leute irgendwie bekannt vor. Vermutlich fallen Ihnen sofort die Namen ein. Ich weiß nie, woher ich wen kenne. So grüße ich auf der Kölner Ehrenstraße Leute, die mir bekannt vorkommen und bin sauer, dass sie nicht zurück grüßen. Kein Wunder, es sind auch Fernsehmoderatoren oder was ähnliches. Ich denke immer, es sind Schülerväter, die ich von Elternsprechtag her kenne.

Möchten Sie wissen, was eine Kartoffelkugel ist? Schauen Sie sich die Austauschschülerinnen an, die sind so niedlich.


Ansonsten kann Herr Nawalny in seinem Zimmer rumlaufen und andere Labore haben das Gift nachgewiesen. Herr Johnson vom großartigen Britannien gab ja bekannt, dass er nicht gedenke, sich an internationalen Verträge zu halten. Jetzt gibt es einen Sturm dagegen.
Damit Sie sich ein Bild der Großartigkeit Britanniens machen können:


Nachtrag: wenn Sie doch den Thread bei der Kaltmamsell nicht gesehen haben.
( draufklicken)

Corona 183

Ein bezaubernde Kunstausstellung im Garten gab es heute. Die Bilder hingen in den Apfelbäumen, die Skulpturen standen im Gemüsenbeet. Alle Gäste trugen Masken, hielten Abstand und freuten sich an der Kunst.
Die Werke waren, jedes auf seine Art, eindrucksvoll. Das Wolkenproblem wurde unterschiedlich behandelt. Mal gefiel es mir, dann wieder nicht. Aber was weiß ich schon. Ich mochte gerne schauen und hatte Freude all den Arbeiten.
Das mit den Wolken will ich aber noch angehen.

Die Schäden an alten Bäumen durch die Dürre der letzten Jahre wirken sich auch auf die alten Parks aus. Die Bäume leiden und sterben ab. Doch man beginnt jetzt zu überlegen, was man alles tun kann um die Parks zu erhalten. Erstaunt hat mich auch, dass man sich bei der Anlage kaum Gedanken um den Untergrund gemacht hat und so auf Sand baute.
Den Schwetzinger Schlosspark mag ich sehr

Und jetzt noch ein Lied mit Park

Corona 182

Die letzten Jakob Fischer Äpfel sind reif und konnten geerntet werden. Nochmals ein großer Korb voll!
Die Einkaufszeit 15 Uhr war unglücklich gewählt. Es waren einige Nasenaffen unterwegs. Ich konnte einen großen Bogen um sie machen. Eigentlich hätte ich was gesagt, aber die Herren sahen aus, als ob sie auf Krawall aus wären und nur auf so eine wie mich gewartet hätten. Das nächste Mal huste ich demonstrativ! Aber dann muss ich nahe ran.
Jedenfalls habe ich zuhause dann nach den Querdenkern aus Stuttgart gegoogelt. Der Anführer Micheal Ballweg habe ich mir angehört. Bißchen seltsam, aber vom Ton her kein Hetzer, vom Inhalt her schon. Sein Medienunternehmen wirbt mit den Geschäftspartner Bosch und Thyssen. Ich glaube, die müssen sich auch überlegen, wen sie da vor sich haben. Eine Freundin sagte, das sei kein Schwabe! Stimmt. Er kommt aus Franken, aus Wertheim, und war in jungen Jahren für das Saftmobil des Jugendrotkreuz zuständig. Eine wilde Karriere.
Aber warum gerade in Schwaben? So genau weiß man das nicht.

Mögen Sie eine nette Geschichte lesen?„Ein kurzer Anfang“ von Jenny Ding.

Das abgebrannte Lager in Moria führt zu hektischen Verhandlungen innerhalb der EU. Man will sich die unbegleiteten Jugendlichen aufteilen. Die Menschen dort haben alle Papiere verloren und haben oft nur das, was sie am Leib tagen. Der Container der Verwaltung mit den Asylanträgen und Beweisen ist auch abgebrannt. Und es gibt Corona unter den Flüchtlingen. Ein Alptraum!

Ein Lied, das so ein bißchen dazu passt. Es ist übrigens von 1999.