Das Prinzip der Gartenschauen beinhaltet mehrere Konzepte.
Zum einen werden brachliegende Fläche aufgehübscht, und zum anderen neue Wohngebiete angelegt. Dann ist Platz für Innovationen. Man kann Neues aus der Welt des Grünzeugs zeigen. Bepflanzte Dächer und Wände sind der Renner gerade. Früher wollte man einfach etwas Exotisches haben und schöne Blumen sehen.
In Koblenz hat man bei der Bundesgartenschau aus einer Kasernenstadt mit Festung und recht verkommenem Schlossgarten was ganz Feines gemacht. Eine Seilbahn bringt die Menschen über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein, wo ein weitluäfiger Park angelegt wurde.
In Heilbronn wurde der alte Hafen ganz fein gemacht, in Bingen die Rheinpromenade. In Schwäbisch Gmünd aht man ein grunes Band konstruiert, das so abwechslungsreich und frisch gestaltet war, dass einem das Herz hüpfte. Es hing ein Bett in einem Baum! Und es gab Kletterseile über ein Tal.
In Würzburg hatte man zwei Mal aufgelegt, 1990 und 2018.
In der Schau von 1990 kann man immer noch rumspazieren. Es gibt eine Modellkleingartensiedlung, die heute noch bewohnt ist. Ich habe da Trauben geschenkt bekommen und ein kleines Schwätzchen.
Und Würzburg hat seine Partnerstädte verewigt. So gibt es einen japanische Garten, eine irische Ecke, ein normannisches Klohäuschen, afrikanische Steine und ein Blockhaus mit Totempfahl.
Ach ja, und einen Rosengarten und noch ganz viel mehr.
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Corona 177
Wenn man denkt, an der Pflegefront sei Ruhe, nur zwei Tage Ruhe, kommt die nächste Katastrophe. Jetzt warte ich auf den nächsten Anruf. Vermutlich ist es nur ne Platzwunde. Hoffen wir mal.
Ansonsten war der Tag sehr anstrengend. Unterricht, Sitzung. Immer in voller Konzentration.
Wieder jemand unter Coronaverdacht. Test und Quarantäne. Auch hier hofft man das beste.
Ansonsten habe ich den Bauch voll mit Pflaumen, ein schönes Gefühl.
Der Park hat nun auch seine schönen Seiten, ohne Zweifel. Schwunghafte Diven, Zwerg mit Jakobinermütze, wütende Drachen und wunderbare Auberginen wechseln sich ab als Hüter alles Grünen.
Corona 176
Über 900 Neuinfizierte in Deutschland, über 44.000 in den USA, pro Tag.
Herr Steinmeier schlägt eine offizielle Trauerfeier für die Todesopfer der Coronapandemie vor. Die Idee ist sehr schön. Weg von den täglichen Kurven und dem Maskengetrullale, hin zu denen die gelitten haben und gestorben sind. Und zu den Angehörigen, die sie nicht begleiten durften.
Fast 10.000 Tote in ein paar Monaten! Zahlen sind so ohne Mitgefühl.
Wenn man viel durch die Gegend fährt, weil man sich kümmern muss und möchte, ist es gut, sich unterwegs was Schönes anzuschauen. Das habe ich gemacht. Und nun nehme Sie ein bißchen mit in ein paar Gärten und anderen zauberhaften Plätzchen. Den Urlaub gab es dieses Jahr halt nur in ein kleinen Bröckelchen.
Auf geht‘s. Nördlich von Würzburg befindet sich der wunderbare Rokokogarten von Veitshöchstheim. Bis man den Eingang und einen Parkplatz gefunden hat, umkreist man eine hohe Mauer. Er kostet keinen Eintritt, aber das Ordnungsamt lauert in Form einer uniformierten Beamtin auf die Leute, die kurz vor sechs eintreffen. Bin ich froh, dass ich einen Uniformsensor habe. Der Garten ist jedenfalls schön, viele Hecken in gerade Linie, Durchblicke, überraschende Einblicke. Und eine unfassbar hässliche Grotte. Die Dekoration besteht aus Gipstieren, die mit Muscheln beklebt sind. Grauslig!
Dafür gibt es zum Ausgleich einen Gemüsegarten mit gerade pflückreifen Artischocken.



















