Resümee zwo

Diese Installation kam in allen Sendungen über die Documenta. Sie besteht aus Kleiderpaketen, die normalerweise in Afrika landen würden. In der Hütte wurde ein Film gezeigt über die Praktiken des Kleiderhandels und über die Rolle von Kleidung an sich. Irgendwie hat man das Gefühl, die eigenen Pullover stecken da irgendwo drin.


Witzig war, dass im selben Park gerade alles für einen Rummel aufgebaut wurde. Die Grenzen waren dann fließend. Es ist Rummel, was Kunst?

<img src="https://crocodylus.blog/wp-content/uploads/2022/08/7a4fa27a-622c-40ed-9b3a-2c6c8522731d.jpeg?w=676" alt="" width="676" height="901"
class=“aligncenter size-large wp-image-10339″ />

Schön ist auch, dass die Kunstobjekte in anderen Museen untergebracht sind, die man dann auch noch anschauen kann.
So bietet das Ottoneum neben der naturwissenschaftlichen Sammlung auch einen Film und Bilder zu Gedenkstädten und Mauerresten des zweiten Weltkrieges in der Südsee und Plakat und einen Film zum nigerianischen Hollywood.
Skurrile Mischung, mir gefällt das. Goethes Elefant steht auch da.
Genauer gesagt,interessierte es sich für den Schädel.






Ganz besonders tropisch sind die Toiletten.

Twitterlieblinge im Juli 22

Ich liege hier im Hotelbett und schau den Baumen beim Verdursten zu. Sogar die Laubbäume haben schon braune Blätter. Ein Elend!

Mir macht es trotzdem Freude, die Tweets des Monats zusammenzustellen. Und ich hoffe, Sie haben ebenfalls Spass daran.

Resümee eins

So. Wenn man die Geschichte der Documenta betrachtet, hatte sie immer etwas Revolutionäres, in die Zukunft Weisendes. Als das ökologische Bewusstsein noch ein Baby war, war Josef Beuys derjenige, der als einer der ersten Grünen Bäume pflanzte. Vor der Fridericinum lagen 7000 Basaltstelen. Für 500 Mark konnte man einen Baum pflanzen lassen und eine Stele daneben stellen. So war irgendwann der Platz stelenfrei und die Stadt voller Bäume.
Und genau das ist Kassel heute: eine Stadt voller Bäume. Ansonsten ist sie keine Schönheit.
Jetzt zur diesjährigen documenta fifteen. Lumbung ist das Thema, das indonesische Wort für einen gemeinsam genutzte Reisscheune. Sozusagen die Genossenschaft als zukunftsweisende Organisationsform, gemeinsame Gärten, Recycling von Rohstoffen, gemeinschaftliches Denken.
Ich habe vieles gesehen und noch einem gewissen Nachdenkprozess finde ich, dass dem Anspruch nicht Genüge getan wurde. Es war wie ein großer Projekttag an der Schule, jeder macht irgendwas, was irgendwie mit Umwelt und Nachhaltigkeit zu tun hat. Nichts was aufregen ist, was Blutdruck macht.
Ein paar Objekte werden mir trotzdem in Erinnerung bleiben. Die stelle ich vor. Ich habe es nicht geschafft, die Künstler dazu rauszusuchen.
Was ich allerdings nicht gefunden habe, war noch irgendwas Antisemitisches, auch keine Diskussion der Zuschauer darüber. Das machen wohl die Journalisten. Das umstrittene Objekt wurde mittlerweile abgehängt.
Nach zwei Tagen hatten wir uns immer noch nicht alles angesehen, aber der Kopf war so voll, das nichts mehr ging. Und die Füsse gibt es ja auch noch, bin ja nicht ao geländegängig.

Hier geht es um Cuba, und den Widerstand gegen die jetzige Regierung. Kleine heile Welt mit versteckter Munition in Form von Büchern.



Diese Skulptur aus Messer, zerkratzte und geschliffene, erzähl ohne Worte.

Zwei Schwebende, mit dem Gesicht nach unten, schauen in einen Spiegel im Sand.