Homo correctus

Ffff für falsch und Sb für Satzbau, das kennt jeder. Muss ich also nicht erläutern. Schwieriger wird es allerdings, wenn man sich von der Rechtschreibung und der Grammatik Richtung Inhalt bewegt.
Da wird es äußerst diffizil. Man darf nämlich nicht schreiben, was man denkt.
Das wäre nämlich gemein, herzlos und folgenschwer. Weinendes Kind, aufgebrachte Eltern, aufgeschreckte Schulleitung, diziplinierungsbereite Bezirksregierung.
So entfällt die Verschriftlichung von „Du Doof“,“Dumpfbacke“ und „Blödmann“ völlig.
Und man schreibt eben „ungenau formuliert“, „Bezug zur Fragestellung herstellen“ und „Zu stark vereinfacht“.
Wenn man „Unsinn“ meint, schreibt man „Sinn?“.
Statt „Nie im Leben“ ein „Belege deine Hypothese“ und ein „Ansatz vorhanden“ für “ Sonst ist Dir nichts eingefallen?“.
Ab und an kann ich nicht anders und bringe eben eine kleine Träne unter, oder ein kleines q. Das steht für Quatsch. Es hat aber noch nie jemand danach gefragt.