Corona 458

Heute gibt es einiges zu berichten. Herr Spahn und sein Ministerium sind dabei erwischt worden, wie sie minderwertige Masken, die sie für eine Milliarde eingekauft haben, Bedürftigen andrehen wollten. Sachsen überlegt, ob es bald die Maskenpflicht in den Schulen wieder abschafft. Und der Ostbeauftragte der Bundesregierung ist der Meinung, dass ein Teil der Ostdeutschen unwiderruflich an die Rechten verloren ist. Und somit der Demokratie verloren gegangen ist. Das Interview hat mich sehr erschreckt. Die ARD wägt ab. Trotzdem ist wohl was dran.

Im Kaukasus lebten mal Deutsche. Es gibt noch Spuren davon, darüber berichtet das Blog Östlich von Istanbul aus Georgien.

Die Pandemie treibt Menschen vor sich her. Und bringt sie zu seltsamen Dingen.Hier können Sie nachlesen, wie sich eine Frau langsam in eine andere verwandelt. Und umgekehrt. Und alles begleitet von einer Kleiderübergabe mithilfe eines Kofferraums.

In Teilen Australiens gab es eine sehr gute Ernte. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass man jetzt Unmengen von Mäusen hat.
Es ist einfach:
Viel Getreide, viele Mäuse, viele Schlangen.Exponentialfunktion bis das Essen aus ist. Dann brechen die Populationen der Nahrungskette der Reihe nach zusammen. Leider ist dann auch das Getreide weg. Gibt es denn auf australischen Höfen keine Katzen? Jedenfalls werden jetzt Gifte erlaubt, die lange verboten waren.

Auf Arte läuft die Dokumentation Dick und nun? Eine dicke Frau, Gabrielle Deydier, eine Schriftstellerin, zeigt, wie das Leben als dicker Mensch so ist. Sie kommt an ihre alte Schule, und spricht vor Schülern. Diese Gesichter der Jugendlichen! Welche die mitfühlen, ungläubig sind und welche, die wissen, was sie mitmacht. Sie berichtet, wie das ist, essen zu müssen. Und was es bedeutet, eine Arbeit zu suchen. Sie berichtet, wie weit verbreitet Dickenphobie ist. Man traut dicken Menschen nichts zu, diskriminiert sie auf dem Arbeitsmarkt und im Alltag. Dazwischen kommen immer wieder verfilmte Ausschnitte aus ihrem Roman.
In der Zukunft wird Dicksein unter Strafe stehen, dieses Szenario baut sie aus. Wie Frau Deydier so da sitzt in ihrem gestreiften Badeanzug, ist so stark.

Stark ist auch die Musik von Beth Ditto. Und sie selbst.

Corona 457

Heute war Besuch da! Zweimal geimpfter! Wir saßen draußen, haben zu Mittag gegessen, sind ein bisschen rumgelaufen, haben Kuchen gegessen, haben noch was besichtigt und dann ist der Besuch gegangen.
Er ist ein guter Freund, schon ewig lang. Wir haben uns zwei Jahre lang nicht gesehen, und jetzt war es so, als ob keine Zeit vergangen wäre.
Ich bin noch ganz beseelt.
Und wir haben es geschafft, nur zur Hälfte über Corona zu reden und den Rest mit anderen Sachen zu füllen.

Der Kuchen kam prima an.Ich habe Le Cheesecake wie Christiane gemacht. Natürlich habe ich wieder vergessen ihn zu fotographieren. Sie können Christianes Foto nehmen, das sieht besser aus als meines.

Dann haben wir uns festgeguckt bei ARTE.

Russland von oben Es sind unglaubliche Bilder! Mein Russlandbild wurde schwer verschoben. Leider waren die Bilder manchmal nachkoloriert. Zu grüne Wiesen und zu rote Dächer.

Ich stelle fest, dass ich keine einzige russische Band kenne. Keine einzige. Bis auf die Bands, die Wladimir Kaminer zur Russendisko mitbrachte, die sich seinen Lesungen anschlossen. Rotfront war eine davon. Und da sind fast keine Russen dabei und sie singen Englisch.

Corona 456

In Südamerika wütet das Virus wie sonst auf keinem anderen Kontinent. Es ist Winter dort, die Menschen sind arm und die Maßnahmen werden halbherzig oder nicht durchgeführt.

Zugvögel
Und man füttert sie doch

Der Schnelle:

Langsam und gerecht

Herr Buddenbohm beschäftigt sich auch mit Zugvögeln, aber welchen der menschlichen Art.
Wann werden die jungen Männer dazu? Bisher war es der Abiball. Plötzlich tragen sie sehr enge Anzüge mit zu kurzen Hosen und ganz spitzen Schuhen. Und lungern an der Bar rum. „Was willst Du studieren?“, frage ich. Und sie sagen „Was mit BWL und Wirtschaft und so“, und sagen das schon über den Kopf ihrer Lehrerin hinweg, als ob da hinten die Verheißung wartet. „Und dann im Controlling arbeiten“. „Was ist das?“, frage ich. Aber so ganz genau wisse sie es auch nicht und wir gehen auseinander. Irgendwann treffe ich sie wieder, sie kommen zurück aus der großen Welt um hier ihre Kinder großzuziehen. Dann haben sie schon Sorgenfalten und ein kleines Bäuchlein, das geht schnell.
Zugvögel.

Die Geschichte des Somerton Man ist schon ungewöhnlich. Ein Kriminalfall, der über die Jahrzehnte die Menschen beschäftigt, und eine Liebesgeschichte ist auch noch dabei. Und sie fängt damit an, dass man an einem Strand in Australien einen Toten findet.

Ein weiteres Rätsel: Frau Wieselblog hat mitten im Wald einen kleinen Stall gefunden, mit Zaum drumrum. Wofür ist der wohl? Vielleicht weiß das jemand hier.

Gestern zum Weltkindertag

Till Lindemann: er wuchs im Osten auf. Er kam ins Internat, war Sportler, Dichter und Punkmusiker. Und Sänger von Rammstein.
Etwas unpassend zum Weltkindertag kommt sein neues Lied:
Ich hasse Kinder.
Die Bildsprache ist gewaltig. Und er schrammt an der Grenzen zur Ironie herum.
Ich glaube, seine Kindheit möchte ich nicht gehabt haben.