Im Stehen

Die Welt teilt sich gerade in Dinge ein, die man im Liegen und welche die man im Stehen erledigen kann. Bücken ist schon ein Spässchen für sich. Wenigsten brauche ich keine Schmerztabletten. So komme ich im Liegen an ganz netten Sachen im Netz.

Ich liebe ja das Meer und freue mich über jeden Fisch im Film. Da muss jemand mit einer heißen Leidenschaft sich auf das Thema geworfen haben. So viele Fische habe ich nicht erwartet.

Die Großeltern haben eine Reinigung in Taiwan. Damit es ihnen nicht langweilig wird, hatte der Enkel eine Idee. Er lässt sie in den Kleidern modeln, die nicht abgeholt worden sind. Man sieht schön, was fetzige Schuhe und chice Sonnenbrillen anrichten können.

Keine Reise in diesem Jahr. Das Risiko ist mir zu groß. Und doch bleibt die Sehnsucht nach Landschaft und dem Meer.
Hier die schönsten Aussichten Spanien. Ich kenne fast alle. Nun, im nächsten Sommer wird alles besser sein. Die Impfstoffe werden jetzt an tausenden Freiwilligen in Brasilien getestet. Hoffen wir mal, dass sie zum Erfolg führen.

Der letzte Johannisbeerstrauch hat jetzt die Beeren fertig. Pflücken kann man auch im Stehen. Marmelade einkochen auch.
Ich mache das ganz altmodisch: 1 Kilo Beerenmus, 1 Kilo Zucker, 10 Minuten aufkochen und dann abfüllen.
Der elektrische Entsafter macht prima Mus.

Kaputt

Der Tag fängt schon seltsam an. Die Kaffetassen folgen der Schwerkraft Richtung Erdmittelpunkt und werden nur durch den Küchenfußboden gestoppt. Es sind die letzten lindgrünen.
Dann will ich noch die letzte Wäsche von oben holen, um die Waschmaschine zu füllen. Mit dem Arm voller Wäsche rutsche ich aus und hopple mit dem Popo Stufe für Stufe nach unten. Zum Bremsen haue ich den Unteram in den Verputz.
Nun kann ich nicht mehr sitzen und der Arm sieht aus, als ob ich ihn über den Gurkenhobel gezogen hätte. Ich fange jetzt nichts mehr an. Herr croco fährt mich durch die Gegend, erledigt alles und ich darf im Auto sitzen bleiben. Naja, ich komme auch kaum mehr aus. Der Physiotermin liegt praktisch am Nachmittag, das Steißbein wird etwas besser. Der Tipp mit der Wurstring aus einem Handtuch erleichtert das Sitzen auf einem Stuhl.
So kann ich nur Telefonate erledigen und youtube gucken.
Sie kennen die Serie im Südwestfunk zur Handwerkskunst? Ich mag ja gerne zuschauen, wie Menschen etwas sehr gut machen.
So hier die Arbeit eines Restaurateurs, der aus kaputt ganz macht.

Die Herstellung einer Uhr gefällt mir auch sehr.

Thor

Der Garten hat beschlossen zuzuwuchern. Die Brombeerranken sind überall, ebenso die Ackerwinden. Um all die Ranken aus den Sträuchern herauszuziehen, braucht‘s den Rechen und eine gute Zwickeschere. Die ersten Äpfel sind bald reif, es wird eine Apfelflut geben in diesem Herbst. Ich muss noch Säcke kaufen, die sind schnell weg, wenn alle sie brauchen.
Die Lust auf Stachelbeeren und Johannisbeeren ist begrenzt, solange sie noch nicht süß genug sind. Da muss man genau den Tag erwischen, sonst sind sie matschig.
Ansonsten wird gebügelt, was das Zeug hält. Warum nur liebe ich Leinen? Jetzt habe ich mir einen Film auf Arte rausgesucht, der bügelbegleitend angeschaut werden sollte. Ging aber nicht, ich hätte mich laufend verbügelt.
Kon-tiki, es gibt ihn noch vier Tage in der Mediathek.
Thor Heyerdahl war neben Jane Goodall und Jean Jaques Cousteau ein Held meiner Kindheit. Biologe, Anthropologe, Abenteurer. Ich sah mich schon auf einem wackeligen Holzfloß quer über einen Ozean paddeln. Der Film hat so spannende Szenen! Ich bin hin und weg. Die Zerlegung des Hais ist allerdings speziell, das kann nicht jeder schauen. Ja, ich habe schon Haie seziert, allerdings nur kleine.
Thor Heyerdahl war der Meinung, dass Polynesien von Südamerika aus besiedelt worden ist. Die Meeresströmungen machen es möglich, seine Exkursion mit dem Balsafloß Kon Tiki zeigte, dass es ging. Die Forschung akzeptierte seine Ergebnisse nicht.
Seit nun genetische Vergleiche möglich sind, wird Thor Heyerdahl so viele Jahre später Recht gegeben.
Hier der neueste Artikel dazu..
Thor Heyerdahl führte ein interessantes Leben.
Das ist der Originalfilm der Expedition, für den es einen Oscar gab.