Corona fünfunddreißig

Gestern haben wir uns den Bericht über die Familie von Romy Schneider und ein Interview mit Alice Schwarzer angeschaut.
Alice hat voller Liebe und Rührung von ihr gesprochen, in einem sehr deutschen und sperrigen Französich. Dass sie so nett sein kann!
Romy hatte ihr erzählt, es gibt ein Tonband von diesem Gespräch, dass ihr Stiefvater sie bedrängt hat. Dass die Familie so nazinah war, wusste ich nicht. Das Haus stand 2 km Luftlinie weg vom Obersalzburg, dem Führerhauptquartier. Von dort gibt es Filmaufnahmen von Magda Schneider neben Hitler.
Das alles hat Romy sehr belastet. Wie furchtbar, so eine Baggage hinter sich zu wissen.

Ja, ich weiß, ich kann das Thema nicht mehr hören. Sie vermutlich auch nicht. Doch dieser Artikel aus dem Spektrum des Wissenschaften ist tatsächlich interessant und gut geschrieben.

Das Virus in mir

Ich schau schon immer nach unseren Blaumeisen. Wir haben viele, sie haben verschiedene Plätzchen für ihr Nest ausgesucht. Wir füttern ja den Sommer durch, so dass die Vögel die gefundenen Nahrung für ihre Brut haben und durch unser Futter kräftig genug sind dafür. Den Blaumeisen geht es schlecht:
Das Meisensterben Und wenn wir merken, dass es bei uns beginnt, müssen wir die Fütterung einstellen. Sie sollen sich ja nicht an den Futterstellen anstecken.

Ein selbst gebasteltes
Schutzschild auf der Brille noch, dann ist aber Schluss mit dem Thema.

Wenn man soweit runter gefahren ist, dass das Kreative in einem hoch kommt, ist es auch Zeit zu malen, zu musizieren oder zu schreiben.

Hier wird ein Kirschbaum aus Badeschwamm und Q-tipps zum Leben erweckt.

Corona vierunddreißig

Seit gestern haben ich Blutdruckparty: der Kreislauf spinnt. Mal 160/90, dann wieder 103/80, trotz regulierender Medikamente.
Ist das jetzt der Lagerkoller?
Jedenfalls ist seit gestern geklärt, dass bei uns der Unterricht am 4. Mai wieder aufgenommen wird mit den Klassen 10, 11 und 12.
Jetzt bedaure ich ein bißchen, dass ich keine kleinen Klassen habe.
Wie die Hygienevorgaben eingehalten werden, werden wir noch sehen. Das ist Sache des Schulträgers. Es bleibt spannend.

Gestern haben wir „3 Tage in Quiberon“ über Romy Schneider, die in einem Hotel an der Côte sauvage von Robert Lebeck fotografiert und von Michael Jürgs interviewt wurde. Alles wurde von Schauspielern dargestellt und in schwarz-weiß gedreht. Es war ein sehr eindrücklicher Film. Das Sissi-Drama war damals, dass Romy Schneider nicht mehr die deutsche Prinzessin gab, sondern einfach mit Alain Delon nach Frankreich abgehauen war. Sie sollte andere Rollen spielen, was sie auch tat. In Frankreich hat man sie sehr geachtet, hier zerrissen. Und dieses Interview sollte vieles klarstellen.
Marie Bäumer ist eine hübsche Frau, doch den Zauber, den Romy verbreitet hatte, der fehlt ihr.
Und die Cöte sauvage, der warme Süden der Bretagne, ist ein zauberhafter Ort. Oder war es damals, als wir in Frankreich rumfuhren mit dem Guide Michelin auf dem Amaturenbrett und dem wilden Vorhaben, das ganze Land zu sehen. Ich glaube, wir waren fast überall. Frankreich war damals noch nicht hipp, es war ruhig und manchmal verschlafen, auch an den Küsten. Wir fuhren im Juni, da gab es kaum Touristen und wir hatten alle die schönen Orte fast ganz für uns alleine.
Man bekam einen Parkplatz in Paris, man konnte überall direkt ans Meer fahren und Cannes, Nizza und Saint Tropez hatten den Hype gerade hinter sich und waren ruhige, elegante Orte, ohne übertrieben zu sein. Als ich jetzt die Filme bei Aufildesmots gesehen habe, ein mit Hochhäusern zugebautes Cannes, war ich erschrocken. Mein Frankreich gibt es so nicht mehr.
Den Quiberon-Film gibt es noch bei der ARTE Mediathek.

Ach, das Buch ist da, bin sehr gespannt.BCE1B936-9C2B-42EA-A95E-CCBB24911E22. Die Buchhändlerin hat es vorbei gebracht.
Ein bißchen Frankreich muss schon sein.

So, diese Zeit des Rückzuges und Abstandes sollte man nutzen.
Wenn man musiklisch ist, was ich leider nicht bin, und aprachbegabt, kann man hier Ukulele und Hawaiianisch gleichzeitig lernen.

Corona dreiunddreißig

Abstand, das Wort des Jahres.

Es gibt verschiedene Modelle, den Kunden im Laden zu führen und ihn auf Abstand zur Kassiererin zu halten. Rabiate und freundliche. Hier habe ich auch erfahren, dass die Ketten in Österreich eine Selbstverpflichtung haben, den ganzen Nonfoodramsch zur Zeit nicht zu verkaufen.Supermarktblog

Im Referendariat, lang lang ist‘s her, gab es einen ausbildenden Lehrer, ich wurde ihm zugeteilt, der immer im weißen Kittel rumlief. Irgendwann fragte ich ihn, wofür er als Biologie- und Geographielehrer einen weißen Laborkittel braucht. Das ist ein Abstandshalter, sagte er.

Das sind übrigens 2 Meter Abstand.

Ich bin immer interessiert an schnellen und eindrücklichen Rezepten. Man muss dem Essen ja ansehen, woher es kommt. Kuchen unter Verarbeitung des Osterhasen.

Als Menschen noch eng eng beieinander saßen.
Meine Lieblingsessensszene

Noch ein Abstandslied zum Schluss.