Heute waren die Geschäfte zum ersten Mal offen. Hier in der Kleinstadt haben die Geschäftsleute genau angegeben, was man wie darf in ihrem Geschäft. In Köln drängen sich wohl auf der Hohen Strasse laut WDR die Menschen. Und der Sonntag ist verkaufsoffen. Sonst lasse ich ja nie etwas auf mein geliebtes Rheinland kommen. Jetzt bin ich aber der Meinung, dass einfach zu viele Neanderthalgene in dem Völkchen sind. Wenn man so offen in das Unglück rennt, kann es doch mit dem Verstand und der Einsicht nicht weit her sein.
Wenn die Lockerungen zurück genommen werden, können wir uns bei Herrn Laschet und seinem Rheinland bedanken.
Mai Thi Nguyen-Kim stellt einen Virologenvergleich auf und erklärt den Unterschied zwischen What? und So What?
Nur zuhause sein geht auf die Figur, den Kleidungsstil und hoffentlich nicht so sehr auf die Hygiene. Aber vorzustellen ist es.
Bei Aufildesmotsbin ich wieder auf Charles Aznavour gestoßen. Mir ist sein Lied wieder eingefallen, das die absolute Vernachlässigung beschreibt: Du lässt Dich gehn, Du lässt Dich gehn.
Der Sonntag vergeht am Schreibtisch.
Die Aufgaben für nächste Woche müssen raus.
Pro Klasse und Kurs haben sich mitterweile 1 bis 2 Schüler nie gemeldet.
Auch keine Erklärung kam. Ich hake nach, doch Antworten bleiben aus.
Gestern Abend schauten wir, danke für den Tipp, Mijoniswelt
„Fünfzig Jahre Queen,“ auf Vox.
Es gab tatsächlich neue Bilder und neue Ansichten.
„Brian war der Gefangene seiner Haare.“
Über das Verhältnis von Freddie zu Barbara Valentin.
„Barbara machte auf Diva.
Sie teilte die Masse und er schaute, dass er schnell hinterher kam.“
Am witzigsten waren die Kommentare des Toningenieurs Reinhold Mack.
Auf der Mediathek von Vox gibt es den Film noch.
Beim Radfahren schaue ich ja Bares für Rares. Es ist ziemlich banal und daraus entsteht der Reiz. Menschen verscherbeln Zeugs, das sie ererbt haben oder auf dem Flohmarkt gefunden. Und wenn sie dann 100 € bekommmen, dann sagen sie „Ich bin so froh!“ und sind aber Omas Armband los. Horst Lichter moderiert und findet alles grandios und die Leute toll aussehend.
Beim Rumsuchen für Schulzeugs habe ich Seiten gefunden, mit denen man Bingokarten entwickeln kann. Und so kommt mein Bingo Bares für Rares.
Sie können es im ZDF testen.
Das hier ist ein Buzzwordbingo.
Dieses ewige „Abschlussklassen müssen Unterricht haben“ nervt mich. Warum? Was haben wir davon, wenn halbe Klasse dasitzen mit Riesenabstand, mit Mundschutz und bei offenem Fenster. Wenn alle Abschlussjahrgänge 2020 die selben Bedingungen haben, wieso soll da ein Abschlusszeugnis ungültig sein, nur weil die Abschlussprüfung fehlt? Und zur Not kann man sich ja eines drucken.
Die NRW-Landesregierung ist in die Knie gegangen. Die Agentur, die die Heinsbergstudie in den Medien gehypt hat, wurde zwar nicht von der Landesregierung oder dem Virologen bezahlt, aber von Sponsoren, die zufällig auch Möbel verkaufen.
„….Partner bei dem Projekt sind: der Intenetprovider Deutsche Glasfaser und die Gries Deco Company, Muttergesellschaft der Deko-Handelskette Depot, unterstützten das Heinsberg-Projekt mit insgesamt 30.000 Euro.“ Nur dass das Land NRW davon nichts wusste.
Ja, haben wir jetzt eine Bananenrepublik? Quelle 1 Quelle 2
Jetzt wird alles gelockert, das haben die Leute verstanden. Plötzlich kommen im Radio wieder Staus. Ich denke, dass die Infektionen dieses Wochenendes sich beim nächsten Coronagipfel gut eignen als Argument, die Öffnungen wieder zurück zu fahren.
Diese On-Off-Methode ist aus der Kindererziehung wohl bekannt.
Wir probieren das jetzt mal aus, dass Ihr beide nebeneinander sitzt. Wenn es nicht klappt, kommt ihr wieder auf die alten Plätze.
Gestern Abend waren wir einkaufen mit Maske. Es waren nicht viel Leute unterwegs, die uns aber merkwürdig angeschaut haben. Wir waren die einzigen mit Maske. Und ich hatte den Eindruck, der Abstand ist wieder geringer geworden. Ich habe Herrn croco gefragt, wo denn die anderen Maskenleute wären. Er meinte, die echten kämen noch später als wir.
Gestern Abend haben wir dann noch den Isabelle-Huppert-Film angeschaut. Ich mag sie so gerne sehen, sie ist eine großartige Schauspielerin. Sie spielt in „Alles was kommt“ eine Philosophlehrerin, die in kurzer Zeit den Mann verliert an eine Jüngere und ihr Schulbuch wird auch eingestellt. Sie hüpfte durch den Film, war gestresst und zeigte bei Tag wenig Gefühle. Die Tränen kamen später. Dass es ihr mehr um die philosophischen Werke ging, die der Mann mitnahm, als um ihn, war ein bißchen erstaunlich. Und ich hatte wieder einen Einblick in das französische Schulsystem, das aus Dozieren und Mitschreiben besteht. Und ich dachte, das sei mittlerweile vorbei. Ich dachte auch, sie bekommt noch den sehr attraktiven Philosophiestudenten ab, der in einer Landkommune lebte. War aber nicht so. Die Schlussszene zeigte sie mit ihrem Enkel, den sie beruhigte.
So als ältere Lehrerin hat man eben keine Anspüche zu stellen.
Übrigens gab es eine Drehbuchschreiberin und Regisseurin Mediathek WDR.
Ohne ARTE, WDR, ZDFNeo und 3sat wären es sehr langweilige Abende zur Zeit.
Das Lied geht mir zur Zeit andauernd durch den Kopf. Freddie Mercury hat so eine unglaubliche Stimme.