Sehsucht

Dieser Platz macht besoffen, sehtrunken, man wird irr vom Schauen.Vom Felssporn aus sieht man die flache Mündung des Tejos und den sanften weißen Strich von Lissabon am Horizont. Das war der Blick nach Norden. Dreht man sich nach Süden, sieht man über die Bucht von Setubal, hingetupft in Aquarellfarben, sand und blau. Schaut man den Sporn entlang, dann ist da hinten Amerika. Davor ein zauberhaftes Tal. Das muss den Menschen schon immer gefallen haben, so viele Steine aus so vielen vergangenen Zeitaltern, immer ein bißchen anders gestapelt. Und auf dem Kamm thronen ein paar wunderbare Windmühlen.

Bei Nacht und bei Tag, man kann den Blick kaum wenden. So stromert man durch die Burg, durch das Hotel und sucht immer wieder neue Bilder . Man kann sich nicht sattsehen.

Dann enttäuschen auch die Fotos ein wenig, denn diese Gemälde sind im Kopf , und im Herzen.

Setubal, ich glaube, ich komme wieder. Wart auf mich.