Unblogbar

Für heute habe ich mir nichts vorgenommen, gar nichts. Und schon fange ich an zu malen, ich plane Kühe.
Und ich denke über eine Geschichte nach, die ich dem Besuch am Wochenende erzählte habe über Bekannte meiner Eltern. Der Boden stand voller Kochtöpfe mit Resten für die Katzen und die Tische voller Essen der letzten Tage für die Menschen. Außer Schnaps konnte man da nichts trinken. Man saß dann halt im Garten, der wunderschön war. Die buntesten Stauden, die schönsten Blüten. Neben dem Brotberuf war er noch Maler. Ein Bild hab ich von ihm geschenkt bekommen. Sein Bruder und er erzählten Geschichten von der Flucht und dem Böhmerwald in so einer warmen Sprache und mit solch glitzernden Äugelein, dass es eine wahre Freude war. Und die zahlreichen Kinder sahen aus wie blondgelockte Engelchen. Sie waren es nicht, das ist aber wohl immer so. Diese Sommertage im Garten waren immer voller Freude, Licht und Zauber. Sie leben nicht mehr in dem Haus, es ist verkauft und Geschichten gibt es ab und an noch über das Telefon. Meine Mutter besucht sie von Zeit zu Zeit im Heim.
Und der Geschichenerzähler hat einen Wikipediaeintrag. Sowas fällt einem wieder ein, wenn man mit interessiertem Besuch über Geschichten spricht, die man nicht bloggen kann.

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