Unerzähltes

In einer fremden Sprache zu schreiben, so dass es nur Menschen lesen können, die mich nicht kennen, die ich nicht kenne. Dann könnte ich berichten von den letzten Wochen, und ich könnte vielleicht Geheimnisse andeuten. Traurigkeiten, Schmerzen und Leid, dafür ist kein Platz hier. Ich mag die Menschen um mich rum schützen, doch ihre Geschichten beschäftigen mich sehr. Ich bekomme sie geschenkt und kann sie nicht weiterreichen. Nahestehende, Freunde, die Kinder, all sie zeigen, wie bunt und tief und schrecklich das Leben sein kann. Und wie originell.
Ich könnte erzählen, dass ein Fluch gewirkt hat, dass Liebe unverhofft kommt und auch so unverhofft wieder geht. Dass es Zufälle geben kann, die es eigentlich nicht gibt. Dass nichts unausweichlich, dass Hoffnung immer nötig ist. Und dass es Glück gibt. Glitzerndes geheimnisvolles Glück.
Es sind aber die Geschichten der Menschen um mich rum, nicht meine. So bleiben sie dort.
Und das mit den Bienen erzähle ich vielleicht doch noch, irgendwann.

4 Gedanken zu “Unerzähltes

  1. Manchmal überkommt es mich dann doch über dritte Personen zu bloggen, doch verklausuliere ich das so sehr dass ich Jahre später nicht mehr weiß ich damit gemeint habe. Und das ist auch keine Lösung.

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