Corona 217

Ein seltsamer Tag. Es jährt sich etwas, das mir die Beine weggezogen hat. Ich doch nicht! Doch, ich!
Es ist überstanden. Es hat mich verändert und es war völlig überflüssig. Krankheit als Prüfung, das ist Dreck. Krankheit ist unfair, gemein, hinterhältig und nichts, was man braucht. Lassen Sie sich da nichts einreden. Man muss es nur überstehen und Menschen um sich haben, die mit einem das Licht am Ende des Tunnels suchen und sehen. Und einem die Hand halten. Nun.

Die Fallzahlen steigen, heute sind es fast 8.000 Neuinfektionen und die Kanzlerin sorgt sich sehr.
Hier spricht sie zu uns. Und ich frage mich, ob die Ministerpräsidenten und -innen das alles auch verstanden haben.

Heute gibt es ein Lied über einen Jungen, der es schwer hatte. Er wohnte direkt über Suzanne Vega. Ich habe sie in einem Konzert erlebt im Köln. Das Gloria ist ein ehemaliges Kino, etwas plüschig aber nett. Dort saß sie, eine kleine Frau auf einem großen Hocker, und erzählte, dass Luka später mal zurück kam in das Haus. Er wusste, dass er gemeint war im Lied. Die ehemalige Mitbewohnerin sollte seiner Freundin bestätigen, dass da mal Suzanne Vega gewohnt hat.

Corona 216

Es ist nicht besonders schön, recht gehabt zu haben, sagt Herr Lauterbach. Die heutigen Zahlen erschrecken: über 7000 Neuinfizierte. Die Einschläge sind da.
Die Bildungsminister beschließen, einen weiteren Schritt Richtung Zentralabitur zu gehen. Und verkünden das ganz stolz. Die Länder sollen nur noch Aufgaben aus einem bundesweiten Pool nehmen für die Abiturprüfungen. Als ob es keine richtigen Probleme gäbe!
Ich freu mich sehr auf die Hackerangriffe und die Dusseligkeiten an den Schulen. Das mit dem „geheim“ kann man dann getrost vergessen.
„Wenn Aufregung helfen würde, würde ich mich aufregen.“ Das sagte Angela Merkel in der Bundespressekonferenz. Ich schließe mich an.

Regenrinne heißt gutter und Fallrohr heißt downpipe. Das habe ich gelernt beim wöchentlichen Telefonat nach Amerika. Die Infektionen galoppieren dort, die Schulen und Universitäten werden schon wieder geschlossen. Die 3. Welle.

Mögen Sie einen Briefwechsel lesen? Zwischen zwei gesetzten Damen namens Lavendel und Annika? In einem Blog? Dann geht es hier entlang

Eines meiner Lieblingslieder. Hier eine Version, bei der es zum Schluss Fünflinge gibt. Spannend!

Corona 215

Heute ist der internationale Tag des Händewaschens.
Ein löbliches Vorhaben.
Die Zahl der Neuinfizierten ist heute fast bei 7.000.
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sagen, dass das ein praktisches Beispiel für eine Exponetialfunktion ist.
Die Ministerpräsidenten sind sich einig geworden. Ob die Regelungen helfen, der Kurve eine Delle zu verschaffen?

Was gestern dazu geführt hat, dass ich erst um eins ins Bett kam, war diese Sendung. Die Geschichte der Frauenfussballerinnen aus Bergisch Gladbach. Es war unglaublich damals in den Sechzigern und Siebzigern. Wie die Männer des DFB über die Frauen reden, unsäglich, sehr abfällig und sexistisch. In der Sportschau stehen sie da wie betröppelt und hören sich die Männerwitze des Moderators an. Und dabei spielten sie so erfolgreich! Sie treffen sich jetzt wieder und es sind so unglaubliche Frauen, ich bin sehr beeindruckt.

Weltmeisterinnen aus Bergisch Gladbach

Da wir schon bei beeindruckenden Frauen sind. Die Buchmesse fällt ja aus. So stellt werden hier vier Autorinnen vorgestellt per Zoom. Christine Cazon ist auch dabei.Ihr Buch Von hier bis ans Meer ist beim Verlag Kiepenheuer und Witsch erschienen. Ich habe es schon, habe aber noch nicht angefangen zu lesen.

So viele starke Frauen! Was passt besser dazu als sie, Tina Turner.