Habe nur kurz im Fernsehen die Wahlergebnisse geschaut, bin jetzt ein bißchen auf Twitter rumgehüpft und ansonsten habe ich korrigiert. Langsam ist der Verstand wieder klar. Diese letzten zwei Wochen habe ich im Tran verbracht. Mir geht es wie dem Indianer, der warten muss, bis seine Seele nachkommt.
Gestern habe ich den von der Kaltmamsell empfohlenen Krimi gesehen. Harte Kost, und sehr beeindruckend. Man sieht die trostlose und verarmte Seite von Madrid. Sie sieht man übrigens auch in allen Ferienregionen, wenn man mag.
Die Morde von Madrid.
Der einsame Kommissar liebt Musik. Man hört einen Fado von Amália Rodriges
Monat: Juni 2021
Corona 459
Ein Interview mit Herrn Drosten über Kamele als Opfertiere, Marderhunde in Pelztierzuchten und wie sie an Fledermäuse kommen und über den unsinnigen Begriff Herdenimmunität.
Herr Drosten
Der Vulkan auf Island ist kartiert und man kann genau die Wege sehen, die man noch gehen kann. Wären andere Zeiten, wollte ich sofort da hin und alles anschauen. Aber Flugzeuge? Menschen? Besser nicht.
(danke @giordano)
Ein unermütlicher Berichterstatter über den Vulkan ist @muellermanfred bei Twitter. Er hat immer die besten Filme gefunden.
Was sehr gruselig ist für mich, ist der Pool zwischen zwei Hochhäusern in London. Nein, nicht mal alle Bewohner dürfen dort baden, nur ganz spezielle. Und vermutlich nervenstarke.
Pool zwischen zwei Hochhäusern
Die Vertuschung des Missbrauchs in der katholischen Kirche und die Arroganz des Systems macht mich immer noch fassungslos. Meine ganze Familie und meine Jugend war immer sehr kirchennah. Und meist positiv. Als Arbeitgeber hat sie sich allerdings nicht bewährt. Aber nun, ich konnte gehen. Aber wie perfide das Ganze ist, wird mir jetzt wieder klar. Das ist die
Rede des Kriminologen Prof. Christian Pfeiffer, der einmal die Aufgabe hatte ein Gutachten zum Missbrauch zu erstellen. Sie ist ein Jahr alt, aber nichts ist anders geworden. Hier im Bistum Köln laufen die Gläubigen in Scharen weg. Angeblich dauert es mittlerweile zwei Monate, bis man einen Termin bekommt.
So groß sind die Konsequenzen nicht, die Taufe geht ja nicht mehr ab. Liest man diesen Artikel, stellt man fest, dass sie arge Argumentationsprobleme haben.
Wenn sogar Kardinal Marx seinen Rücktritt angeboten hat, also einer der fortschrittlichen, weiß man, dass eigentlich alles verloren ist.
In Irland war das schon vor ein paar Jahren so, als der Missbrauch und den Sterbefällen in den Kinderheimen bekannt wurde. In Dublin gibt es eine Wand mit den Namen der verstorbenen Kinder.
Und die Folge war, dass es das erste Land in Europa war, das die Ehe zwischen Gleichgeschlechtlichen ermöglicht hat. Und die Abtreibung ist ebenfalls weitestgehend erlaubt.
Ach, ein endloses Thema. Lassen wir das.
Corona 458
Heute gibt es einiges zu berichten. Herr Spahn und sein Ministerium sind dabei erwischt worden, wie sie minderwertige Masken, die sie für eine Milliarde eingekauft haben, Bedürftigen andrehen wollten. Sachsen überlegt, ob es bald die Maskenpflicht in den Schulen wieder abschafft. Und der Ostbeauftragte der Bundesregierung ist der Meinung, dass ein Teil der Ostdeutschen unwiderruflich an die Rechten verloren ist. Und somit der Demokratie verloren gegangen ist. Das Interview hat mich sehr erschreckt. Die ARD wägt ab. Trotzdem ist wohl was dran.
Im Kaukasus lebten mal Deutsche. Es gibt noch Spuren davon, darüber berichtet das Blog Östlich von Istanbul aus Georgien.
Die Pandemie treibt Menschen vor sich her. Und bringt sie zu seltsamen Dingen.Hier können Sie nachlesen, wie sich eine Frau langsam in eine andere verwandelt. Und umgekehrt. Und alles begleitet von einer Kleiderübergabe mithilfe eines Kofferraums.
In Teilen Australiens gab es eine sehr gute Ernte. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass man jetzt Unmengen von Mäusen hat.
Es ist einfach:
Viel Getreide, viele Mäuse, viele Schlangen.Exponentialfunktion bis das Essen aus ist. Dann brechen die Populationen der Nahrungskette der Reihe nach zusammen. Leider ist dann auch das Getreide weg. Gibt es denn auf australischen Höfen keine Katzen? Jedenfalls werden jetzt Gifte erlaubt, die lange verboten waren.
Auf Arte läuft die Dokumentation Dick und nun? Eine dicke Frau, Gabrielle Deydier, eine Schriftstellerin, zeigt, wie das Leben als dicker Mensch so ist. Sie kommt an ihre alte Schule, und spricht vor Schülern. Diese Gesichter der Jugendlichen! Welche die mitfühlen, ungläubig sind und welche, die wissen, was sie mitmacht. Sie berichtet, wie das ist, essen zu müssen. Und was es bedeutet, eine Arbeit zu suchen. Sie berichtet, wie weit verbreitet Dickenphobie ist. Man traut dicken Menschen nichts zu, diskriminiert sie auf dem Arbeitsmarkt und im Alltag. Dazwischen kommen immer wieder verfilmte Ausschnitte aus ihrem Roman.
In der Zukunft wird Dicksein unter Strafe stehen, dieses Szenario baut sie aus. Wie Frau Deydier so da sitzt in ihrem gestreiften Badeanzug, ist so stark.
Stark ist auch die Musik von Beth Ditto. Und sie selbst.