Corona 757

Sonnenschein und der Zaunmacher waren die Tageshöhepunkte. Und die Abifeier der des Abends. So viele Brautjungfern mit langen Locken und rückenfrei!
Und so viele junge Männer in Anzügen. Bei den letzten beiden Jahrgängen war ja alles ausgefallen. Und so freuten sich alle trotz der Einschränkung sehr. Ich habe mich nach dem offiziellen Teil schnell verdrückt. Auch wenn alle geimpft und getestet sein mussten, mag ich weder essen noch trinken in großer Gesellschaft.
Während der Feier hat übrigens einer zwei Reihen vor mir mehrfach gehustet. Nein, ich bin nicht paranoid, nur eben sehr vorsichtig.
Habe heute für 50 € getankt. Es waren fast 25 Liter. Dabei habe ich an meinen Physiklehrer gedacht, ja an den mit der Mark.

Diese Sonne war so herrlich, es war warm und ich konnte viel im Garten machen. Mein kleines dummer Pfirsichbäumchen hat beschlossen zu blühen. Ich habe es ihm deutlich gesagt, dass das noch viel zu früh ist. Aber was soll man machen, es ist halt noch jung und ungestüm. Da hilft es nichts, auf die alten Apfelbäume zu verweisen, die noch abwarten wollen, aus Erfahrung vermutlich. Jedenfalls ist am frühen Morgen ein Vogelchor am Werke, der mit Macht den Frühling herbeisingt. Die Tonne Vogelfutter wurde also komplett in Pieps umgewandelt.

Sunsets, sunrises
Livin‘ the dream, watchin‘ the leaves
Changin‘ the seasons
Some nights I think of you
Relivin‘ the past, wishin‘ it’d last
Wishin‘ and dreamin‘

Corona 756

Wir sind immer noch bei fast 300.000 Infizierten und 288 Toten am Tag. Ein Ende ist nicht anzusehen. Herr Lauterbach rechnet mit einer hohen Dunkelziffer, ich übrigens auch. Ach, man hat es doch bemerkt. Die Schulen legen zu in den Infektionszahlen, und die fehlenden Maßnahmen.

Soll ich die Coronageschichte des Tages erzählen? Besser nicht. Sie ist unglaublich.
Die Flüchtlingsgeschichte des Tages ist berührend, weil sie von denen erzählt, die auf einem Matrazenlager schlafen und den anderen, die nicht gekommen sind, weil sie noch die Geburt abwarten wollten. Und jetzt nicht mehr rauskommen. Dann der Abgleich der Geschichten aus dem russischen Fernsehen und anderer Informationsquellen. Die Ukrainer lassen die Geflüchteten nicht aus Mariupol raus. Aber nicht wegen der Weltpresse sondern weil der Korridor immer wieder beschossen wurde. Achach!

Die Kinder, die bei Christine in Cannes wohnen, sollen jetzt in die französische Schule gehen

Sonnenblumenöl war bis vor kurzem ein recht friedliches Nahrungsmittel.
Mehl gibt es keiner mehr, nirgends. Da ich aber beschlossen habe, so wie bei der letzten Mehlkrise, dass ich einfach weiterhin Brot und Kuchen beim Bäcker kaufe. Das klappt. Bei Benzin wird es schwieriger. Ich habe noch fünf Liter billiges im Tank und müsste dringend nachfüllen. Ich glaube, ich mache es wie mein alter Physiklehrer: er tankte jeden Tag für ne Mark, egal wie teuer es war.

Tanze so, als ob niemand zusieht

Ich, wenn es Eis gibt

Schwierig zur Zeit für Russen außerhalb Russlands.

Die Einsamkeit des Brexiteers.

Der Gewaltigkeit des Themas angepasst: Benzin

Corona 755

Fast 320.000 Neuinfizierte und 300 Tote. Aber die Pandemie ist ja vorbei. Die Einräumerinnen im Rewe tragen die Maske wieder auf Halbmast und die Schüler stehen eng und maskenlos nach dem Unterricht zusammen. Zu dem Thema ist alles gesagt.
Infektionswerte in den Schulen in Rheinland Pfalz

Das Wort „Ostflanke“ in den Nachrichten hört sich nach alten Wochenschauberichten an. Gruselig!
Ein US General analysiert die Situation. Es klingt alles so klar und technisch und doch sterben Menschen, oder müssen fliehen und ihre Lebensgrundlage wird zerstört. Es ist kaum auszuhalten.
Dass ich je dafür sein werde, Waffensysteme in die baltischen Staaten und nach Polen zu bringen, hätte ich nie für möglich gehalten.

Und doch:
Hier noch etwas Aufmunterung für alle.

In Frankfurt habe ich Ortheils Italienische Momente gelesen. Er überlegt sich darin, wie es wohl Goethe damals in Rom ergangen sein mag.
Das gerade in Frankfurt zu lesen, Goethes Geburtsort, war für mich irritierend.
Dass Goethe in Rom beim Malerfreund Tischbein unterkam, hatte ich vergessen. Dafür hängt im Städel das Bild, das Tischbein gemalt hatte. Füße konnte er allerdings nicht. Ein weiterer Künstler fühlte sich angeregt durch dieses Bild.
„Warhol besuchte mit Unseld das Städel-Museum und soll von ihm angeregt worden sein, eine Variation von Tischbeins Gemälde zu erstellen.“
So gibt es also auch ein Wahol Portrait.
Klassikstiftung Weimar