Dittert und Pakistan

Beim Rumliegen und Vormichhinhusten kann ich ja vieles tun, wozu ich sonst keine Zeit oder Lust habe. Ich habe übrigens Muskelkater in den Rippen und im Rücken von der Husterei. Sachen gibt es.
So, also sonst lese ich ja Nachrichten. Dazu fehlt mir die Konzentrationsfähigkeit wegen Walla im Kopf, jetzt schaue und höre ich sie. Da fällt mir auf, dass Fernsehnachrichten ein festes Strickmuster haben.
1. Die Regierungskoalition hat über folgendes Thema beraten…blabllaaa…
2. Es wurde anschließend Folgendes beschlossen…blabllaa….
3. Kritik kam von der Opposition…..blablaaaablablaaaaablablaaaaablablaa..
Interview….
Andere Opposition……..blablaaaablaaaablaaa…..
auch Interview..

Menno, könnte man nicht mal erklären, was beschlossen wurde, bevor man die Hyänen mit ihrer Zerreisswut darauf los lässt?
So ein Schaubild vielleicht? Oder wohin man sich wenden soll, wenn man einen Antrag stellen will? Hilfe holen kann?
Journalismus ist im Moment nur ein Rede-Gegenrede-Laufenlassen. Leute, ihr habt doch was gelernt, Ihr könnt doch selbst was einschätzen. Sagt doch, wer hetzt und üble Laune verbreitet. Aber Ihr lasst sie einfach machen. Ihr seid doch kein Moderatoren, die sich raushalten müssen im ganzen Schlamassel. Ihr beschäftigt Euch doch mit Politik, ihr könntet es uns erklären. Traut Euch was.
Es sind aber so wenige, die das tun.
Annette Dittert in London sagt, was Sache ist. Und sie sagt das so klar, dass die britischen Medien ihre Beiträge zeigen und übersetzen.
Frau Dittert, kann man Sie nicht klonen?

Ich habe mich festgeguckt an Davud. Er reist durch die Welt und trifft Menschen. Er reist dort hin wo man nicht draufkommt, dass man hin will. Pakistan zum Beispiel. Er ist selbst aus Aserbaidschan.

Er mietet sich ein Auto und fährt nach
Hunza zu einem türkisblauen See.

Dann sieht er Goldwäscher am Fluss.
Manchmal trifft er auch Frauen,meist redet er aber mit Männern.
Da habe ich was gelernt:
Flaggen muss man vor Ort bügeln lassen.
Er futtert sich durch, lässt sich rasieren, kauft sich Käppies und besucht ein Festival mit beleuchteten Elefanten.
Er reist hauptberuflich, hat einen Shop und bekommt Geld von seinen TikTokzuschauern, das er bei Bedarf auch verteilt, hier in einem Kinderheim in Sri Lanka.

Barbie und mehr

Langsam bekomme ich wieder Luft, der Husten geht zurück und ich habe tatsächlich den Bademantel gegen Pulli und Hose getauscht. Das war es aber auch schon für heute. Ich bin unendlich müde und unendlich schlapp.
Ein paar Sachen haben sich hier angesammelt.
Die Twitterlieblinge waren ja schon fertig. Da war ich froh, sie nur reinsetzen zu müssen. Mal sehen, ob es die letzten waren. Die meisten der lusttigen und guten Leute sind Richtung Mastodon abgezogen, und ich mit. Dort ruckelt es noch ein bißchen, was auch sehr schön ist. Es erinnert mich an alle Anfänge, die ich je hatte. Ich mag Anfänge.

So, jetzt.

Hundert Jahre Architektur

Meine Mutter war strikt gegen Barbies. Ich habe sie so lange gelöchert, bis zu doch zustimmte. Ich durfte mir eine kaufen unter der Bedingungen, dass ich die Kleidung selbst nähe. Das hab ich sogar gerne gemacht. Die fertigen Kistchen mit den Rüschchenkleidern waren wirklich teuer und gefallen haben sie mir auch nicht.
Dass mir dann doch die Frau begegnet, die zuständig dafür war, habe ich nicht erwartet. Da gab es ja auch chice Kleidchen!

Sowas liebe ich ja auch:
Wenn man etwas dazustellt
Wenn Sachen an den falschen Stellen stehen
Wenn Tiere unpassend stehen
Ein Schreibgerät steht ebenfalls falsch rum
Essen erst weg dann dazu
Zur Abwechslung: Essen an der richtigen Stelle

Und zum Abschluss
Kleiner Männerchor rät zur Gelassenheit

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